Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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30.01.2018

Eberhardstraße autofrei widmen

Gemeinsamer Antrag von SÖS-LINKE-PluS, BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, SPD, Die STAdTISTEN

Mit den angekündigten Leitungsarbeiten der Netze BW in der Tor-/Eberhardstraße auf knapp einem Kilometer Länge, werden ab Februar 2018 für mindestens 6 Monate die dort angeordneten Parkplätze bis zur Kreuzung Marktstraße/Eberhardstraße nicht länger anfahrbar sein.
Dem Zielbeschluss „Eine lebenswerte Stadt für alle“ folgend, sind die antragstellenden Fraktionen der Auffassung, dass mit dieser Maßnahme mehrere Schritte folgen müssen, die zu einer stadtgestalterischen Aufwertung und verkehrlichen Optimierung beitragen.

Daher beantragen wir:

1. Die Eberhardstraße wird zwischen der Kreuzung zur Torstraße und der Einfahrt in die Marktstraße vor dem Breuninger als Fahrradstraße ohne Befahrung durch Kfz gewidmet. Alle dort angeordneten Parkplätze entfallen. Die Verwaltung unterbreitet dem Gemeinderat einen Vorschlag, wo die entfallenden Behindertenparkplätze neu ausgewiesen werden können, wo die E-Ladesäulen einen neuen Standort finden und ob weitere Taxi-Haltepunkte um Umfeld sinnvoll erscheinen. Außerdem bitten wir um Klärung, ob für die Kundschaft des Standesamts besondere Regelungen notwendig sind.
2. Die Einfahrspur an der Torstraße zu diesem Abschnitt der Eberhardstraße entfällt bei der Neuordnung des Kreuzungsbereichs ersatzlos. Gleiches gilt für den Kfz-Abbiegepfeil von Stadtmitte kommend in den hinteren Abschnitt der Eberhardstraße am Kreuzungsbereich Tor-/Eberhardstraße.
3. Bei der Neuordnung der Verkehre an der Kreuzung Tor-/Eberhardstraße erhält der Busverkehr weiterhin durchgehend Vorrang. Die Hauptradroute 1 (Radroute 1. Ordnung) wird in der Straßenführung gegenüber dem Kfz-Verkehr priorisiert.
4. Radfahrende, die aus der Eberhardstraße (vom Breuninger her) kommen, müssen unkompliziert und direkt nach links in die Torstraße Richtung Wilhelmsplatz abbiegen können. Die Verwaltung unterbreitet dem Gemeinderat hierzu einen Vorschlag.
5. Die Verwaltung erarbeitet einen alternativen Umsetzungsvorschlag zur Erschließung der Parkierungsanlagen, mit folgender Maßgabe: Die Steinstraße soll zukünftig alle Verkehre bündeln, die zu den innenliegenden Parkhäusern/Tiefgaragen führen. In diesem Sinne könnte auch die Zuführung zur Rathausgarage über die Stein-/Nadlerstraße im Zuge der Umgestaltung des Rathausumfelds hergestellt werden.
Die Zuführung über die Dorn-/Nadlerstraße würde somit entfallen, sodass die Dornstraße zukünftig nur noch bis zur Tiefgarageneinfahrt Schwabenzentrum führt.
6. Die Verwaltung berichtet und antwortet zeitnah im Umwelt- und Technikausschuss.
Darüber hinaus fragen wir die Verwaltung, welche Maßnahmen notwendig sind, um den motorisierten Individualverkehr auf der Eberhardstraße zwischen Tübinger und Torstraße zu unterbinden. Die Befahrbarkeit durch Busse und Taxen soll dabei gewährleistet sein.

Christoph Ozasek, Hannes Rockenbauch, Luigi Pantisano (SÖS-LINKE-PluS); Björn Peterhoff, Andreas Winter, Christine Lehmann (GRÜNE); Hans Pfeifer, Dejan Perc, Suse Kletzin (SPD); Dr. Ralph Schertlen (STAdTISTEN)

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