Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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29.05.2018

Fußgänger- und Fahrradwege sicherstellen während der S-Bahn-Baumaßnahmen am Budapester Platz

Antrag

Der „Brennpunkt Wolframstraße“ treibt einem Bericht der Stuttgarter Zeitung zufolge die Bür-ger im Stuttgarter Stadtbezirk Nord auf die Barrikaden. Weil sich dabei ausgerechnet ein Be-zirksbeirat der SPD hervortut mit der Frage, wo denn bei diesen Planungen die Stadt gewe-sen sei, möchten wir an dieser Stelle zunächst festhalten, dass unsere Fraktion schon 2013 das geplante Provisorium in Frage gestellt hat. Aber auch in dieser Frage konnte die Bahn mit dem Hinweis darauf, diese Verkehrsführung sei durch den Planfeststellungsbeschluss abge-deckt, den von unserer Fraktion gesehenen Verbesserungsbedarf abwehren. Mithin haben die Unterstützer von Stuttgart 21 diese Unzulänglichkeiten der Verkehrsführung in Kauf ge-nommen, jetzt dafür die Stadt verantwortlich machen zu wollen, ist keine seriöse Politik.
Die Baustelle für die S-Bahn im Rahmen von Stuttgart 21 am Budapester Platz erfordert für mindestens sieben Jahre eine jeweils einspurige Umleitung für Autofahrende, bei der wie während der Bezirksbeiratssitzung Stuttgart Nord dargestellt Gehwege und eine praktikable Radinfrastruktur fehlen.
Bewohner*innen des Nordbahnhofgebiets wären damit abgeschnitten vom Schlossgarten und dem Gebiet Neckarstraße, sofern sie zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs sind. Es sieht so aus, als müssten sie sehr lange Umwege in Kauf nehmen, beispielsweise über den Bahnhof und die Bahnhofsbrücke in den Schlossgarten. Für Radfahrende ist der Umweg noch weiter. Sie müssen über den Bahnhofsvorplatz radeln, der in keiner Weise geeignet und auch nicht zumutbar ist für einen Radverkehr, schon gar nicht für Kinder auf ihrem Schul-weg. Zudem scheint nicht sicher, dass sich die Situation nach sieben Jahren verbessert, weil die Eisenbahnbrücke erst abgerissen und der Budapester Platz gestaltet werden kann, wenn der Abriss planfestgestellt und der Kopfbahnhof entwidmet ist. Dagegen laufen jedoch Kla-gen.

Wir beantragen deshalb:

1. Die Verwaltung stellt dar, wie eine kurze, bequeme und belastbarer Verbindung zwischen Schlossgarten und Nordbahnhofsviertel für Zufußgehen
de und Radfahrende während aller Bauabschnitte Weise hergestellt werden kann.
2. Die Verwaltung prüft, ob die Situation, wenn anders nicht lösbar, mit einer Brücke ver-bessert werden kann, welche die Nordbahnhofstraße entweder mit dem Schlossgarten verbindet oder die Baustelle von der Nordbahnhofstraße zum bisherigen Radweg und Fußweg unter der Eisenbahnbrücke überbrückt.

Christine Lehmann, Jochen Stopper, Gabi Nuber Schöllhammer, Andreas G. Winter

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