Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.

Stuttgart kommt seiner ethischen Verpflichtung nach

Wir haben es geschafft! Stuttgart ist Fairtrade-Stadt. Am 2. Oktober wurde das Fairtrade-Zertifikat an Oberbürgermeister Fritz Kuhn überreicht. Gleichzeitig fand im Rathaus ein Fairtrade-Markt statt, bei dem es neben fair gehandelter Schokolade und Kaffee auch ökologische Mode zu kaufen gab.
Seit Jahren setzen wir Grünen uns im Gemeinderat dafür ein, dass die Landeshauptstadt fair gehandelte Produkte unterstützt, um ihrer ethischen Verpflichtung nachzukommen. Denn es macht für viele Stuttgarterinnen und Stuttgarter seit jeher einen Unterschied, welche Bedingungen Näherinnen in Bangladesch haben, wie viel Geld ein Arbeiter auf einer Bananenplantage in Costa Rica erhält oder ob Produkte durch Kinderarbeit in China angefertigt werden. Bereits 2005 hat der Gemeinderat auf unseren Antrag hin beschlossen, keine Produkte mehr zu kaufen, die aus ausbeuterischer Kinderarbeit stammen. Seither wird auch bei allen Veranstaltungen und Sitzungen im Rathaus fair produzierter und gehandelter Kaffee ausgeschenkt. Zudem erweiterte die Verwaltung die Produktpalette der städtischen Beschaffung um regionale, ökologische und aus fairem Handel stammende Produkte. Und wir wollten noch mehr für Stuttgart erreichen. Im Jahr 2011 haben wir einen Antrag gestellt, der die Verwaltung aufforderte, sich zur Fairtrade-Stadt zertifizieren zu lassen. Dieses Ziel haben wir jetzt erreicht. Bei einem Bürgerempfang am vergangenen Mittwoch nahm OB Fritz Kuhn das Zertifikat entgegen. 17 Stuttgarter Stadtbezirke bieten nun Fairtrade-Produkte an. Neben Supermärkten gibt es auch Einzelhändler und Unternehmen, die zusätzlich zu regionalen und Bioprodukten fair gehandelte Nahrungsmittel anbieten. Auch in Kinder-, Jugendhäusern und Schulen gibt’s fair gehandelte Schokolade, Kaffee und Tee. Wir Grünen freuen uns und sind stolz darauf, dass unsere Stadt auf diese Weise einen Beitrag zur ökofairen Beschaffung und zu einem respektvollen Umgang mit den Produzenten beiträgt. Denn fair gehandelte Produkte zu kaufen und zu verkaufen, hilft auch Armut abzubauen und ist ein Schritt zu verantwortungsvollem Konsum.

Fairtrade-Markt im Rathaus
Auch Filzliebhaber kamen voll auf ihre Kosten
Auch Mode gab's im Rathaus zu kaufen
Fairtrade-Markt im Rathaus
Zum Probieren: fair gehandelter Apfelsaft
 
Fairtrade-Markt im Rathaus
Auch Schmuck gibt es fair gehandelt
 
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