Schlechter Stil und falscher Inhalt
Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper stellt mal wieder seine persönliche Meinung über die Beschlüsse des Stuttgarter Gemeinderates und nimmt zum falschen Zeitpunkt Stellung zur möglichen Einführung des Mobilitätspasses. Ob er den Sachverhalt überhaupt verstanden hat, ist fraglich, denn nicht nur bei den Begriffen Mobilitätspass und Mobilitätsabgabe geht es durcheinander.
Mit großer Verwunderung und Kopfschütteln haben wir die heutige Pressemeldung des Oberbürgermeisters zum Mobilitätspass zur Kenntnis genommen. „Stuttgart ist auf Beschluss des Gemeinderates Modellkommune, die Position des Gemeinderates ist klar. Leider ist dem Oberbürgermeister offenbar seine Aufgabe nicht klar“, so Petra Rühle, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN. „Die Aufgabe des Oberbürgermeisters wäre eigentlich gewesen, den Bericht im Unterausschuss Mobilität zu nutzen, um gemeinsam mit dem Ausschuss das weitere Vorgehen zu diskutieren. Dass der Oberbürgermeister jetzt wieder vorgreift, ist eine Missachtung des Gemeinderates.
Die Pressemeldung zeigt eindeutig, dass er bei Verkehrsthemen nicht auf der Höhe der Zeit ist, denn er hat den Begriff „Mobilitätsgarantie“ überhaupt nicht verstanden. In Stuttgart gibt es bereits einen gut ausgebauten ÖPNV mit guter Taktung und damit eine Mobilitätsgarantie, und das nicht erst seit gestern.“ Andreas Winter, Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN ergänzt: „Wir erwarten, dass die Verwaltung morgen einen neutralen Bericht über die Ergebnisse des Gutachtens des Verkehrsministeriums im Lenkungskreis gibt. Schließlich wurde der Oberbürgermeister vom Gemeinderat in diesen Lenkungskreis entsandt.“
Weiter übt Winter inhaltliche Kritik: „Ein Mobilitätspass ist auch mehr als nur Mobilitätsabgabe (Nahverkehrsabgabe). Insgesamt gibt es mit der Nahverkehrsabgabe, dem Bürgerticket, der Arbeitgeberabgabe und Straßenbenutzungsgebühr (Maut) verschiedene Modelle, die vom Verkehrsministerium untersucht wurden und deren Ergebnisse jetzt vorliegen. Sich nur ein Modell herauszupicken und zu bewerten, so wie der Oberbürgermeister in seiner Pressemeldung, ist sachlich viel zu kurz gegriffen.“
Abschließend betonen die Fraktionsvorsitzenden Rühle und Winter: „Wir halten daran fest, alle dargestellten Modelle zu diskutieren, um am Ende einen guten Weg zu finden, Anreize zur Nutzung von Bussen und Bahnen zu schaffen und gleichzeitig die nachhaltige Finanzierung eines attraktiven und leistungsfähigen öffentlichen Verkehrs sicherzustellen. Am Ende würden alle Stuttgarter*innen von der Einführung profitieren, denn weniger motorisierter Individualverkehr, weniger Lärm, Stress und Luftverschmutzung führen zu einer besseren Lebensqualität in der Stadt.“
Teile unseren Beitrag mit deinen Freund*innen
„Selbst in Stuttgart kann man heute gut Rad fahren“
7. Mai 2026
15 Jahre Verkehrspolitik in Stuttgart: Gemeinsam mit Winfried Hermann haben wir bei „Wende mit Winne“ über ÖPNV, Fuß- und Radverkehr, Tempo 40 und…
Vor großen Herausforderungen
Rathaus & Fraktion,Haushalt 2026/2027
5. Mai 2026
Stuttgart steht vor massiven finanziellen und strukturellen Herausforderungen. Entscheidend wird jetzt sein, die richtigen Prioritäten zu setzen,…
Vom Industrieareal zum Zukunftsquartier
30. April 2026
850 Wohnungen, ein innovatives Bildungshaus, klimafreundliche Energie: Unsere GRÜNE Tour durch den Neckarpark hat gezeigt, wie nachhaltige…
Stuttgart will die Energiewende
29. April 2026
Trotz angespannter Haushaltslage: Effektive Förderprogramme bleiben bestehen – das ist gut und wichtig.
Mit dem Rad auf der Hauptradroute 1
24. April 2026
Was erreicht ist – und was fehlt: Wir laden alle Interessierten ein zur GRÜNEN Radtour am 12. Mai auf der Hauptradroute 1 von Kaltental nach…
Rekord beim Wohnungsbau
23. April 2026
Die Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft hat die höchste Neubauquote in Baden-Württemberg. Mit 1.243 neuen Wohnungen erreicht das…





