Mehr Sicherheit – weniger Bürokratie

Was bislang durch bürokratische Hürden ausgebremst wurde, soll nun einfacher möglich sein: mehr Sicherheit auf dem Schulweg ohne komplizierte Verfahren.
Das Land Baden-Württemberg macht den Weg frei für mehr Schulstraßen und Schulzonen – und das endlich ohne unnötige Bürokratie. Zwar konnten Kommunen schon länger solche Bereiche einrichten. Doch bisher war der Weg dorthin mühsam: komplizierte Gutachten, lange Verfahren und der Nachweis einer konkreten Gefahrenlage waren erforderlich.
Damit ist jetzt Schluss: Durch die Novellierung der Straßenverkehrsordnung (StVO) können Städte künftig auch mit Blick auf Klimaschutz und mehr Platz für Rad- und Fußverkehr handeln. Umständliche Nachweise entfallen, ein aktueller Erlass liefert klare Vorgaben für die Umsetzung. Das macht den Weg frei für Schulstraßen und Schulzonen – eine Chance, die wir in Stuttgart jetzt nutzen sollten.
„Wir freuen uns, dass die Einführung von Schulstraßen und Schulzonen erleichtert wird. Stuttgart hat nun Klarheit, wie die Umsetzung von Stuttgarts erster Schulstraße oder Schulzone aussehen kann. Beschlüsse – wie etwa für die Falkertschule im Westen – liegen bereits vor. Jetzt sollte die Verwaltung die notwendigen Schritte in die Wege leiten, damit wir schnell in die Umsetzung kommen“, betont unser Stadtrat Dr. Sebastian Karl.
Ein Gewinn für alle
Gerade in einer Großstadt wie Stuttgart mit viel Verkehr und engen Straßenräumen sind Schulstraßen und Schulzonen ein wirksames Mittel für mehr Sicherheit und weniger Stress im Umfeld der Schule. Zwar ist statistisch nicht belegt, dass es dort häufiger zu Unfällen kommt, doch die gefühlte Unsicherheit hält viele Kinder vom selbstständigen Schulweg ab. Während Schulstraßen zeitlich befristet – etwa zu Beginn und Ende des Unterrichts – den Kfz-Verkehr einschränken, wird mit Schulzonen dauerhaft ein verkehrsberuhigter Bereich eingerichtet. Beides trägt dazu bei, den Durchgangsverkehr deutlich zu verringern, gefährliche Situationen durch Elterntaxis zu vermeiden und den Kindern mehr Selbstständigkeit zu ermöglichen. Durch weniger Verkehr steigt gleichzeitig die Lebensqualität im Quartier.
Für uns steht fest: Wenn Kinder entspannt, aktiv und selbstbestimmt zur Schule kommen, ist das ein Gewinn für die ganze Stadt. Deshalb wollen wir gemeinsam mit Eltern, Schulen und Anwohner*innen die neuen unbürokratischen Möglichkeiten nutzen, um das Schulumfeld für Schüler*innen sicherer und attraktiver zu machen.
Die Landeshauptstadt Stuttgart soll Vorreiter für kindgerechte Mobilität werden – mit mehr Schulstraßen und Schulzonen, die zeigen: Eine Stadt, die sich für Kinder einsetzt, ist eine lebenswerte Stadt für alle.
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