Gäubahn-Kappung 2027 verhindern

„Milliardenprojekt Stuttgart 21 wird zum Drama“, titelte der SWR. Die WirtschaftsWoche sprach von „Digitalproblemen“, die das wichtigste Bahnprojekt aus der Spur bringen, und die FAZ schrieb: „Eröffnung verschoben: Stuttgart 21 versinkt im Chaos.“ – Wieder einmal sorgte das bekannteste Bahnhofprojekt Deutschlands für Schlagzeilen, nachdem am 19. November bekannt wurde, dass sich die zuletzt für Dezember 2026 geplante Teilinbetriebnahme und Eröffnung von Stuttgart 21 erneut verzögert.
„Die erneute Verschiebung von Stuttgart 21 ist eine weitere Zumutung für unsere ohnehin baustellengeplagte Stadt“, kritisiert unser Fraktionsvorsitzender Björn Peterhof. „Wir erwarten nun, dass uns die für 2027 geplante Kappung der Gäubahn erspart bleibt. Sie ist angesichts der erneuten Verzögerung nicht mehr erforderlich und nicht mehr vermittelbar.“ Die Kappung sollte 2027 parallel zur Sperrung der S-Bahn-Stammstrecke erfolgen – ein gravierender Einschnitt für den öffentlichen Nahverkehr, zumal mit IBA’27 und den Finals 2027 zwei Großveranstaltungen anstehen.
Transparenz zu S 21
Neben der Verschiebung der Gäubahn-Kappung fordern wir, dass die Deutsche Bahn im Ausschuss Stuttgart 21/Rosenstein den aktuellen Zeitplan für Stuttgart 21 sowie den Projektstand des Pfaffensteigtunnels einschließlich der geplanten Inbetriebnahme vorstellt. Peterhoff betont: „Die Bahn muss Öffentlichkeit und Beteiligte zeitnah und transparent informieren, bevor weiteres Vertrauen verspielt wird.“ Ebenso erwarten wir klare Angaben zur Wegeführung rund um den Hauptbahnhof während der weiteren Baustellenzeit. Der derzeitige „Fernwanderweg“ ist für viele, insbesondere mobilitätseingeschränkte Personen, unzumutbar und muss dringend verbessert werden.
Zeitplan für die Panoramabahn
Klarheit braucht es auch für die Sanierung der Panoramabahn, dem oberirdischen Abschnitt der Gäubahn durch Stuttgart-Nord und -West. Nachdem die Ergebnisse der Nutzen-Kosten-Untersuchung zum Nahverkehrs-Dreieck Stuttgart – den Anbindungen der Panoramabahn an Feuerbach, Bad Cannstatt und Vaihingen – vorgestellt wurden, sollte nun ein möglicher Zeitplan für die Sanierung der Panoramabahn diskutiert werden. (Mehr erfahren: Presseinformation des Verbands Region Stuttgart vom 06.11.2025: Panoramabahn – Nutzen-Kosten-Untersuchung bestätigt Wirtschaftlichkeit des Nahverkehrs-Dreiecks.)
Auswirkungen auf das Rosenstein-Quartier
Die erneute Verschiebung der (Teil-)Eröffnung von Stuttgart 21 hat auch Auswirkungen auf die Planungen für das Quartier Stuttgart Rosenstein (Mehr erfahren: Webseite Stuttgart Rosenstein). Diese muss nun bedarfsgerecht angepasst werden – ein Grund mehr, warum es Klarheit beim Projektfortschritt von S 21 braucht.
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