Klimaschutz ist Gesundheitsschutz

Stuttgart schwitzt. Die Sonne brennt, der Asphalt flimmert, und selbst nachts bleibt die Hitze zwischen den Häusern gefangen. Abkühlung? Fehlanzeige.
Die Klimaerwärmung ist kein Zukunftsszenario mehr, sondern schon längst Realität – und trifft besonders ältere Menschen, Kinder und gesundheitlich vorbelastete Personen. Auch nachts kühlt es immer seltener ab, die Anzahl der tropischen Nächte ist in den letzten Jahren deutlich gestiegen.
Klimaanpassung ist dringend notwendig, denn Hitze ist nicht nur unangenehm – sie kann krank machen. Seit Jahren engagieren wir uns dafür, die Hitze in der Stadt einzudämmen: mehr Bäume, Fassadenbegrünung, Beschattung von Plätzen, das Schwammstadt-Prinzip statt versiegelter Flächen – wichtige Bausteine für eine klimaresiliente Stadt.
Im Sommer 2024 wurde das Klimaanpassungskonzept KLIMAKS fortgeschrieben. Der erste Fortschrittsbericht zeigt: 57 Prozent der Maßnahmen sind in Umsetzung, 30 Prozent im Verwaltungsalltag angekommen. Doch das reicht nicht.
Die Hitzewellen treffen uns mit voller Wucht. Klimaanpassung ist Gesundheitsvorsorge! Wir brauchen jetzt Tempo, Mut zum konsequenten Umsteuern und kreative Lösungen.
Petra Rühle, Fraktionsvorsitzende
Sonnenschutz auf Marktplatz
Einige Projekte sind auf gutem Weg: der Hitzebus, kühle Orte, neue Begrünungen. Doch Stuttgart hat weiterhin zu viele versiegelte Flächen, zu wenig Schatten und Zielkonflikte – etwa am Marktplatz. Er bietet eigentlich großes Potenzial für eine großzügige Beschattung. Doch da die Fläche regelmäßig vollständig für Veranstaltungen genutzt wird, war eine dauerhafte Umgestaltung bislang schwierig.
Mehr Hitzeschutz für Schulen
Besonders akut ist die Lage in unseren Schulen: Die aktuelle Hitzewelle zeigt, wie sehr unsere Kinder unter hohen Temperaturen leiden – viele klagen über Kopfschmerzen, Übelkeit und Kreislaufprobleme. Unter solchen Bedingungen ist gutes Lernen und Lehren kaum möglich. Deshalb fordern wir diverse kurzfristige Maßnahmen wie eine Optimierung der Lüftungsstrategie, etwa intensives Lüften nachts und frühmorgens, und die Anbringung von UV-Schutzfolien an Fenstern. Zudem fordern wir einen Bericht, wie Hitzeschutz bei Schulneubauten und Sanierungen künftig umgesetzt wird – inklusive Beschattung, Begrünung und Entsiegelung von Schulhöfen für kühlere Schulumfelder.
Stuttgart braucht jetzt eine Hitzeschutz-Offensive, denn eine klimaangepasste Stadt schützt vor allem die Gesundheit der Menschen, die hier leben.
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