OB muss Hitzeschutz zur Chefsache machen

Kliniken am Limit, „Außergewöhnliche Einsatzlage“, sinkende Wasserstände, erhöhte Brandgefahr: Die erneute extreme Hitze der vergangenen Tage hat auch in Stuttgart Temperaturrekorde gebrochen und die Stadt massiv belastet. Gerade für Kinder, Ältere und Menschen mit Vorerkrankungen können extreme Temperaturen um die 40 Grad tagsüber und Tropennächte zur ernsthaften Gesundheitsgefahr werden.
Der Klimawandel führt jedoch nicht nur zu häufigeren und intensiveren Hitzewellen. Auch Dürre, Waldbrandgefahr sowie Starkregen und Überschwemmungen nehmen zu.
Die jüngste Hitzewelle hat deutlich gemacht: Die bisherigen Maßnahmen der Stadt reichen längst nicht aus. Oberbürgermeister Dr. Frank Nopper muss Hitzeschutz und Klimaanpassung endlich zur Chefsache machen.
Deshalb fordern wir, dass die Verwaltung noch vor der Sommerpause eine Taskforce „Hitzeschutz und Klimaanpassung“ einrichtet. Diese soll im Ausschuss für Klima und Umwelt (AKU) darlegen, ob der Hitzeaktionsplan in der aktuellen Hitzewelle funktioniert hat, welche Strategien und Maßnahmen in Stuttgart bereits bestehen und an welchen Stellen Nachsteuerungsbedarf besteht. Darüber hinaus soll sie kurzfristige und langfristige Maßnahmen erarbeiten und diese zeitnah dem Gemeinderat vorstellen.
Dabei stehen insbesondere folgende Handlungsfelder im Fokus:
- Hitzeschutz
- Bäume und Begrünung
- Verschattung
- Entsiegelung
- Kühlung relevanter Gebäude (insbesondere: Kitas, Schulen, Krankenhäuser, Pflegeeinrichtungen)
- Schutz vulnerabler Gruppen
- Schutz kritischer Infrastruktur
- Umgang mit öffentlichen Veranstaltungen
- Wasserversorgung und Gewässerschutz
- Starkregenereignisse
- (Wald-)Brandgefahr
Entscheidend ist, alle relevanten Akteur*innen an einen Tisch zu bringen – vom Gesundheitsamt und dem Sozialamt über das Jugendamt und das Schulverwaltungsamt bis zum Amt für Umweltschutz und der Abteilung Klimaschutz, dem Amt für Stadtplanung und Wohnen, dem Hochbauamt, dem Tiefbauamt sowie dem Garten-, Friedhofs- und Forstamt und der Branddirektion. Erfahrungen und Herausforderungen von Vertreter*innen der Kliniken, des Gesundheitswesens und der Wohlfahrt sollen hierbei mit einbezogen werden.
Die Lage ist ernst, und die Zeit drängt. Der Schutz der Gesundheit und die Sicherheit der Bürger*innen muss jetzt oberste Priorität haben. Stuttgart muss entschlossen handeln.
Teile unseren Beitrag mit deinen Freund*innen
Schwabstraße neu denken
17. Juni 2026
Mehr Platz, mehr Grün, mehr Lebensqualität: Wir wollen die Schwabstraße im Stuttgarter Westen neu denken und klimagerecht umgestalten.
„Echte Horrormeldungen“
9. Juni 2026
Unser Statement zur aktuellen Berichterstattung rund um die erneute Verschiebung von Stuttgart 21 und der Kommentierung des Stuttgarter…
Frauengesundheit stärken!
26. Mai 2026
Frauen sind anders krank als Männer - darauf macht auch der diesjährige Frauengesundheitstag am 28. Mai wieder aufmerksam. Doch in der Realität sind…
„Selbst in Stuttgart kann man heute gut Rad fahren“
7. Mai 2026
15 Jahre Verkehrspolitik in Stuttgart: Gemeinsam mit Winfried Hermann haben wir bei „Wende mit Winne“ über ÖPNV, Fuß- und Radverkehr, Tempo 40 und…
Vor großen Herausforderungen
Haushalt 2026/2027,Rathaus & Fraktion
5. Mai 2026
Stuttgart steht vor massiven finanziellen und strukturellen Herausforderungen. Entscheidend wird jetzt sein, die richtigen Prioritäten zu setzen,…
Vom Industrieareal zum Zukunftsquartier
30. April 2026
850 Wohnungen, ein innovatives Bildungshaus, klimafreundliche Energie: Unsere GRÜNE Tour durch den Neckarpark hat gezeigt, wie nachhaltige…





