Stuttgart braucht die Verkehrswende. Sie bietet die große Chance, das Klima und Ressourcen zu schützen und gleichzeitig unsere Stadt lebenswerter zu machen. Denn wenn weniger Fläche für den Autoverkehr benötigt wird, entstehen neue Räume für Menschen, Grün und Begegnung.

Wir wollen, dass Stuttgart den Wandel von der autogerechten Stadt zur Vorreiterin für die Mobilität der Zukunft schafft. Statt das Auto weiter einseitig zu bevorzugen, setzen wir auf nachhaltige Mobilität: auf attraktive Fuß- und Radwege, einen starken öffentlichen Nahverkehr und Sharing-Angebote. Die Mobilität von morgen ist klimafreundlich, effizient und leise – aber auch flexibel, sicher, zuverlässig und für alle bezahlbar.

Eine wichtige Grundlage unserer Verkehrspolitik ist – neben dem Ziel der Klimaneutralität – der Zielbeschluss des Gemeinderats Lebenswerte Innenstadt, für den wir GRÜNE uns lange stark gemacht haben. Hinzu kommt der Aktionsplan „Nachhaltig und innovativ mobil in Stuttgart“ von 2023, den die Verwaltung auf unsere Initiative hin deutlich nachgeschärft hat.

Letzte Aktualisierung: 11.08.2026

Fußgänger*innen können sich im Superblock West sicherer bewegen. Foto: Fraktion

Bereits mehr als ein Viertel aller täglichen Wege werden in Stuttgart zu Fuß zurückgelegt. Wir wollen, dass noch mehr Menschen gerne zu Fuß unterwegs sind – und vor allem sicher ans Ziel kommen.

Mit dem Fußverkehrskonzept für die Innenstadtbezirke haben wir eine wichtige Grundlage geschaffen, um Straßen und Plätze nach und nach aufzuwerten und den öffentlichen Raum gerechter zu verteilen. Das Konzept benennt konkrete Verbesserungen entlang von 14 Hauptfußwegeverbindungen und 16 Flanierrouten.

Damit es nicht bei den Planungen bleibt, haben wir erfolgreich zusätzliche Mittel und Stellen für die Umsetzung beantragt. Im Doppelhaushalt 2026/2027 wurden auf unsere Initiative zudem mehr Mittel für das Gehwegnasenprogramm bereitgestellt. Damit können wichtige Fußwege und insbesondere Schulwege sicherer gestaltet werden.

Unser Ziel: Das Fußverkehrskonzept soll schrittweise auf weitere Stadtbezirke ausgeweitet werden. 

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Haushaltsantrag 2026/2027: Fußverkehr stärken – Gehwegnasenprogramm weiterführen

Investitionen für den Fußverkehr
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Immer mehr Wege in Stuttgart werden mit dem Rad zurückgelegt. Das liegt auch am Ausbau der Radinfrastruktur, wie hier in der Tübinger Straße. Foto: Fraktion

Immer mehr Menschen in Stuttgart steigen aufs Rad um. 2023 wurden neun Prozent aller Wege in der Landeshauptstadt mit dem Fahrrad zurückgelegt. 2020 waren es noch fünf Prozent. Um das Ziel von 25 Prozent bis 2030 zu erreichen, braucht es mehr Tempo beim Ausbau der Radinfrastruktur.

Dafür haben wir in den vergangenen Jahren den Radetat pro Einwohner*in erhöht und zusätzliche Stellen geschaffen.

Konkret setzen wir uns für Fahrradstraßen in jedem Stadtteil, einen schnelleren Ausbau des Radnetzes mit Anschlüssen an die Radschnellwege in der Region und eine bessere Trennung von Rad- und Fußverkehr ein. Gleichzeitig wollen wir Sharing-Angebote wie RegioRadStuttgart und das Stuttgarter Rössle, den E-Lastenrad-Verleih der Stadt, stärken.

Außerdem braucht Stuttgart deutlich mehr sichere Abstellmöglichkeiten für Fahrräder: mehr Radbügel, Fahrradgaragen und Abstellflächen in Wohngebieten sowie Fahrradparkhäuser an zentralen Orten und Mobilitätspunkten.

Mit diesen und weiteren Maßnahmen bringen wir die Fahrradstadt Stuttgart voran.

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Fahrradstadt Stuttgart
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Die Zacke pendelt zwischen dem Marienplatz und Degerloch. Foto: Fraktion

Busse und Bahnen sind das Rückgrat der Verkehrswende. Und immer mehr Menschen nutzen den öffentlichen Nahverkehr: 2025 vermeldete der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) einen neuen Abo-Rekord und steigende Fahrgastzahlen (zur Pressemitteilung). Diese Entwicklung bestärkt uns darin, den ÖPNV weiter auszubauen und attraktiver zu machen.

Damit noch mehr Menschen umsteigen, muss vor allem das Angebot stimmen: Takte und Kapazitäten müssen sich am Bedarf orientieren, Busse und Bahnen modern, zuverlässig und komfortabel sein. Gleichzeitig brauchen wir neue Strecken, bessere Verbindungen und attraktive Angebote auch am Abend und am Wochenende.

Ein wichtiger Partner für die Verkehrswende ist die Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB). Die Landeshauptstadt unterstützt die SSB aktuell mit 75 Millionen Euro jährlich, um Ausbau und Sanierung voranzutreiben und Angebote zu sichern und zu verbessern.

Dies haben wir bereits im ÖPNV erreicht:

  • Preise für Bus und Bahn gesenkt und Tarife vereinfacht
  • bis 2028 ausschließlich emissionsfreie Innenstadtbusse
  • Ausbau der Grüngleise
  • Nachtbusse an allen Wochentagen und ein verbesserter Abendtakt im Busverkehr
  • eine neue Zacke
  • längere Betriebszeiten der Zacke am Abend im Testbetrieb – wir setzen uns für eine dauerhafte Fortführung ein
  • Ausbau der Stadtbahn, etwa bei U16 und U19
  • Mittel für die Fortführung des Senioren-Jahrestickets bei Führerscheinrückgabe
  • Planungsgeld für die Panoramabahn und die Gestaltung ihrer Haltestellen und ihres Umfelds
Viele Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und E-Scooter gibt es im Superblock. Foto: Fraktion

Die Mobilität der Zukunft ist vernetzt: Wir werden häufiger unterschiedliche Verkehrsmittel kombinieren und Autos, Fahrräder und andere Fahrzeuge teilen. Dafür braucht es neben einem starken ÖPNV mehr Sharing-Angebote und digitale Plattformen, die unterschiedliche Verkehrsmittel miteinander verknüpfen und für jede Strecke passende Verbindungen aufzeigen.

Auch die Infrastruktur muss sich verändern. Bestehende Straßen, Brücken und Wege müssen erhalten und saniert werden – aber nicht zwangsläufig in ihrer heutigen Dimension. Sanieren bedeutet für uns deshalb auch, die Infrastruktur fit für die Mobilität der Zukunft zu machen.

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RegioRad Stuttgart
www.regioradstuttgart.de

Stuttgarter Rössle
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Stadtmobil Stuttgart
https://stuttgart.stadtmobil.de

deer
www.deer-mobility.de

Wir sind überzeugt: Ein Mobilitätspass bietet Stuttgart die Chance, den öffentlichen Nahverkehr langfristig zu sichern und weiter auszubauen.

Das Prinzip: Wer sich motorisiert in Stuttgart bewegt, leistet einen Beitrag zur Finanzierung der Verkehrsinfrastruktur und erhält dafür ein Mobilitätsguthaben, das zur Straßenbenutzung ebenso wie zur Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs in der Stadt eingesetzt werden kann, er ist also auch ein ÖPNV-Ticket.

Ein Mobilitätspass kann dazu beitragen, Autoverkehr, Lärm, Luftverschmutzung, Ressourcenverbrauch und Klimabelastung zu reduzieren. Gleichzeitig schafft er zusätzliche finanzielle Spielräume für einen attraktiven und leistungsfähigen ÖPNV – gerade angesichts der angespannten Haushaltslage ist das wichtiger denn je. Stuttgart braucht deshalb diese Möglichkeit, um sein bestehendes Angebot zu sichern, auszubauen und die Verkehrswende weiter voranzubringen.

Nicht nur moderne Busse, sondern auch gut ausgestattet Haltestellen gehören zum ÖPNV. Foto: Leif Piechowski

Stuttgart gehört bei der Elektromobilität bundesweit zu den Vorreitern. Diesen Weg wollen wir konsequent weitergehen. Bereits heute sind in Stuttgart prozentual – gemessen an der Zahl der Einwohnenden – überdurchschnittlich viele E-Autos unterwegs. Auch die Automobilkonzerne haben inzwischen auf Elektromobilität umgestellt.

Elektrofahrzeuge verursachen im Betrieb keine Abgase und leisten insbesondere mit Strom aus erneuerbaren Energien einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. 2025 waren rund 24 Prozent der Neuzulassungen in Stuttgart reine E-Autos – ein neuer Höchstwert.

Elektro- und Hybridfahrzeuge haben Benziner und Diesel bei den Neuzulassungen inzwischen überholt – ihr Anteil liegt in Stuttgart nur noch bei rund 30 Prozent. Das zeigt: Gerade in Stuttgart und der Region sollten wir die Elektrifizierung konsequent weiter vorantreiben, statt auf Technologien von gestern zu setzen.

Ladeinfrastruktur
Dazu gehört eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur: Im August 2026 gibt es im Stuttgarter Stadtgebiet rund 500 öffentliche Ladesäulen für Elektroautos. Weitere Lademöglichkeiten befinden sich unter anderem in Parkhäusern und bei Gewerbebetrieben. Stuttgart ist damit Spitzenreiter beim Angebot an Ladesäulen pro Einwohner*in. Jetzt gilt es, beim Ausbau nicht nachzulassen und weitere Lademöglichkeiten zu schaffen.

Carsharing & E-Leihroller
Auch beim Carsharing unterstützen wir den Umstieg auf Elektromobilität, indem wir den Aufbau von Ladeinfrastruktur fördern. Gleichzeitig müssen die Stadtverwaltung und die städtischen Unternehmen ihre Fuhrparks konsequent auf klimafreundliche Antriebe umstellen.

Auch E-Leihroller gehören zu einer vielfältigen Mobilität. Damit sie nicht zum Hindernis auf Gehwegen werden, wollen wir die Angebote besser steuern und mehr geordnete Abstellmöglichkeiten schaffen.

Straßenverkehr ist eine der größten Lärmquellen in Stuttgart. Die aktuelle Lärmkartierung der Stadt zeigt: Trotz einiger Fortschritte sind weiterhin viele Menschen hohen Belastungen ausgesetzt. Besonders nachts kann Verkehrslärm die Gesundheit beeinträchtigen. Deshalb setzen wir uns seit Jahren für nächtliche Geschwindigkeitsreduzierungen auf besonders stark belasteten Straßen ein.

In Hedelfingen, Zuffenhausen und Möhringen wurden auf vielen Hauptverkehrsstraßen bereits nächtliche Temporeduzierungen umgesetzt. Für Feuerbach, Untertürkheim, Obertürkheim und Vaihingen wurden Untersuchungen in Auftrag gegeben. Doch insgesamt kommt Stuttgart beim Lärmschutz noch zu langsam voran. Deshalb haben wir bereits im Doppelhaushalt 2024/2025 zusätzliche 150.000 Euro durchgesetzt, damit weitere stark belastete Stadtbezirke untersucht und Maßnahmen umgesetzt werden können.

Auch Tempo 40 auf großen Straßen ist ein wichtiger Baustein: Es reduziert Lärm und verbessert die Verkehrssicherheit und Aufenthaltsqualität – und trägt damit zu unserem Ziel einer lebenswerten Stadt bei.

Übrigens: Das Umweltministerium hat im Sommer 2026 dem Vorstoß von Oberbürgermeister Dr. Nopper, Tempo 40 aufzuheben oder zu lockern, eine klare Absage erteilt. Somit ist der peinliche Alleingang des Oberbürgermeisters gegen den Gemeinderat schnell wieder ausgebremst worden.

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Lärmkarten für Stuttgart
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Aktuelles zum Thema Mobilität

Erste Schulstraßen in Stuttgart

Stuttgart bekommt die ersten beiden Schulstraßen – ein wichtiger Schritt für mehr Sicherheit auf dem Schulweg.

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„Echte Horrormeldungen“

Unser Statement zur aktuellen Berichterstattung rund um die erneute Verschiebung von Stuttgart 21 und der Kommentierung des Stuttgarter Oberbürgermeisters.

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„Selbst in Stuttgart kann man heute gut Rad fahren“

15 Jahre Verkehrspolitik in Stuttgart: Gemeinsam mit Winfried Hermann haben wir bei „Wende mit Winne“ über ÖPNV, Fuß- und Radverkehr, Tempo 40 und Stuttgart 21 diskutiert – und darüber, wie die Verkehrswende weiter Fahrt aufnehmen kann.

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Mit dem Rad auf der Hauptradroute 1

Was erreicht ist – und was fehlt: Wir laden alle Interessierten ein zur GRÜNEN Radtour am 12. Mai auf der Hauptradroute 1 von Kaltental nach Cannstatt. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

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Wende mit Winne

Bei einem Gesprächsabend mit Verkehrsminister Winfried Hermann am 29. April im Rathaus möchten wir der Frage nachgehen, wo Stuttgart nach 15 Jahren verkehrspolitisch steht. Wir freuen uns auf euch!

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Ein Gewinn für alle

Die Umweltspur in der König-Karl-Straße in Bad Cannstatt zeigt deutlich, wie eine kluge Neuverteilung des Straßenraums den Verkehr für alle verbessern kann.

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Radeln für ein gutes Klima

Stuttgart nimmt in diesem Jahr zum 10. Mal am STADTRADELN teil. Wir laden alle dazu ein, vom 4. bis 24. Mai Radkilometer für das Team Grünradeln zu sammeln.

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Panoramabahn hat Zukunft

Gute Nachrichten für den Nahverkehr: Mit der geplanten neuen S-Bahn-Verbindung zwischen Heimerdingen und Stuttgart-Vaihingen rückt der Erhalt und die Weiterentwicklung der Panoramabahn näher.

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Baustelle ohne Ende

Baustelle ohne Ende: Stuttgart 21 verzögert sich erneut – und wieder einmal zeigt sich: Unsere Bedenken gegenüber diesem Projekt waren berechtigt.

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Anträge zum Thema Mobilität

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