Stuttgart setzt ein Zeichen

Angesichts der zahlreichen humanitären Krisen weltweit ist es grundlegend wichtig, dass Stuttgart unvermindert für die Werte der Freiheit und Demokratie sowie für die Grundsätze der humanitären Hilfe einsteht.
Mit unserer Resolution zur Aufnahme geflüchteter Menschen vom 17.02.2023 hat die Mehrheit des Gemeinderats ihre volle Solidarität mit allen Menschen erklärt, die aus Kriegs- und Krisengebieten zu uns flüchten. Außerdem haben wir damit erneut bekräftigt, dass wir uns nach Kräften für eine schnelle und humanitäre Aufnahme der geflüchteten Menschen einsetzen.
Bereits 2018 hatte sich der Gemeinderat erfolgreich dafür eingesetzt, dass sich Stuttgart einer Initiative der Städte Köln, Düsseldorf, Bonn und anderer anschließt, die ihre Bereitschaft gegenüber der Bundesregierung erklärten, Menschen aus der Seenotrettung im Mittelmeer aufzunehmen. Die Potsdamer Erklärung der „Städte Sicherer Häfen“ wurde von Oberbürgermeister Nopper im Namen der Stadt Stuttgart im Oktober 2021 unterschrieben: „Damit ist die Landeshauptstadt Stuttgart offiziell Partner im Bündnis Städte Sicherer Häfen/Seebrücke. Städte bekunden im Rahmen dieses Bündnisses nachdrücklich ihre Bereitschaft, aus Seenot gerettete Menschen zusätzlich aufzunehmen.“
Mit dem Beitritt hat sich Stuttgart auch zur Seenotrettung im Mittelmeer bekannt und spricht sich gegen deren Kriminalisierung aus. Mit der Übernahme einer Patenschaft für ein ziviles Seenotrettungsschiff wollen wir nun dieses Bekenntnis weiter bekräftigen und ein Zeichen setzen – für eine menschliche Flüchtlingspolitik und gegen Abschottung.
Deshalb haben wir gemeinsam mit FrAKTION, PULS, SPD und Einzelstadträtin Yüksel einen Antrag gestellt, dass die Stadt Stuttgart eine Schiffspatenschaft für zunächst zwei Jahre übernimmt und ein Rettungsschiff mit einem Zuschuss von 10.000 Euro pro Jahr unterstützt. Wir können uns gut vorstellen, zusätzlich eine öffentliche Spendenaktion zur Aufstockung des Spendenbetrags durchzuführen. Um unserem Anliegen die Aufmerksamkeit zu verleihen, die es verdient, haben wir beantragt, dass die Abstimmung im Gemeinderat erfolgen soll.
Da die Europäische Union die staatliche Seenotrettung faktisch eingestellt hat, verbleiben lediglich die zivilen Seenotrettungsschiffe im Mittelmeer, um Menschen vor dem Ertrinken zu retten. Das Mittelmeer ist seit einigen Jahren die tödlichste Seeroute der Welt. 2022 sind schätzungsweise 2.400 Menschen auf der Flucht im Mittelmeer ertrunken, 2023 sind es bereits 600. Eine Patenschaft für ein ziviles Seenotrettungsschiff leistet einen aktiven Beitrag zur Seenotrettung im Mittelmeer und hilft Leben zu retten. Wir lassen niemanden ertrinken.
Teile unseren Beitrag mit deinen Freund*innen
Eine Seilbahn für Stuttgart
Mobilität,Klimaschutz,Stadtentwicklung
28. Januar 2026
Sie wäre ein Gewinn für die Mobilitätswende, die Lebensqualität und die Attraktivität unserer Stadt: eine Seilbahn vom Osten über den Pragsattel bis…
Stuttgart braucht das SMIC
23. Januar 2026
Wir GRÜNE stehen weiterhin klar hinter dem Haus für Film und Medien / SMIC und setzen uns entschieden für die Realisierung dieses beispielgebenden…
Stuttgart bleibt handlungsfähig
Haushalt 2026/2027,Pressemitteilung
20. Dezember 2025
Der Doppelhaushalt 2026/2027 ist mit demokratischer Mehrheit beschlossen. Mit ihm halten wir Stuttgart trotz historisch angespannter Finanzlage…
Wenn 2025 ein Lexikon wäre
18. Dezember 2025
Der Jahreswechsel rückt näher – Zeit für unseren ABC-Jahresrückblick. Viel Freude beim Durchklicken!
Trotz Sparhaushalt die Zukunft im Blick
8. Dezember 2025
Im Rathaus dreht sich aktuell alles um ein Thema: den Haushalt. Als Teil des Haushaltsbündnisses übernehmen wir Grüne in dieser schwierigen Lage…
Ein Park über dem Neckar
1. Dezember 2025
Mit dem klaren Ja des Ausschusses für Stadtentwicklung und Technik zum Erhalt der alten Eisenbahnbrücke ist unsere Vision eins grünen Parks über dem…





