Gemeinschaftliche Wohnszene stärken

Gemeinschaftliche Wohnformen erfreuen sich stadtweit zunehmender Beliebtheit. Damit die Akteur*innen bei ihren Vorhaben bestmöglich unterstützt werden, haben wir bei den letzten Haushaltsberatungen dafür gesorgt, dass es demnächst auch eine externe Beratungsstelle für Baugemeinschaften geben wird.
Im Gegensatz zur bereits bestehenden Kontaktstelle Baugemeinschaften innerhalb der Stadtverwaltung, kann ein externer Anbieter eigenständig beraten, er darf Beratungsleistungen vermitteln und wird als Interessenvertretung der Wohnprojekteszene wahrgenommen. Baugemeinschaften können so noch zielgerichteter unterstützt werden. Der Gemeinderat hat nun mit großer Mehrheit der Vergabe einer externen Beratungs- und Koordinationsstelle für gemeinschaftliches Wohnen beschlossen.
Die Vorteile liegen auf der Hand
Warum ist es wichtig gemeinschaftliche Wohnformen zu unterstützen? Für uns liegen die Vorteile auf der Hand: Gemeinschaftliche Wohnformen bieten neue Wohnangebote und realisieren häufig innovative Baukonzepte. Sie stärken die Gemeinschaft und wirken Trends der Vereinzelung entgegen. Ihre Akteur*innen verbindet eine gemeinwohlorientierte Handlungsweise und kreatives Potenzial. Die Praxis zeigt, dass sie ihre Projekte in der Regel deutlich unter den üblichen Marktpreisen realisieren und sie dadurch einen wichtigen Beitrag zu bezahlbarem Wohnraum leisten. Das persönliche Engagement, die starke Identifikation „vor Ort“ und die partizipative Entwicklung tragen dazu bei, dass stabile Nachbarschaften entstehen.
Was sich seit 2012 getan hat
Gemeinschaftliches Wohnen ist ein Thema, mit dem sich die Stadt Stuttgart seit über 10 Jahren befasst. Angefangen hat es 2012 mit dem Grundsatzbeschluss „Bürger bauen mit – Baugemeinschaften in Stuttgart“, in dessen Folge die Kontaktstelle Baugemeinschaften im Amt für Stadtplanung und Wohnen eingerichtet wurde. Sie unterstützt die Belange der gemeinschaftlichen Wohnprojekte in städtischen Quartiersentwicklungen wie Olga-Areal, Quartier am Wiener Platz und NeckarPark. Seit 2000 agiert die Stuttgarter Plattform für selbstorganisiertes gemeinschaftliches Wohnen SGW über den Treffpunkt 50plus.
Mehr gemeinschaftliches Bauen
Es ist absehbar, dass der Bedarf für die Unterstützung des gemeinschaftlichen Wohnens zunehmen wird. Bei der Entwicklung von weiteren städtischen Arealen sind Ausschreibungen an Baugemeinschaften vorgesehen. Die Neuausrichtung der Stuttgarter Bodenpolitik sieht dies bei zukünftigen Quartiersentwicklungen ebenfalls vor und natürlich bei Projekten auf privaten Flächen.
Ein großer Schritt nach vorn
Wir werden die lokale, sich derzeit ehrenamtlich formierende Wohn- und Bauszene weiter unterstützen und mit der neuen externen Beratungsstelle machen wir einen großen Schritt nach vorn!
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