Essen macht Klima

Die Art und Weise, wie wir uns ernähren, hat erheblichen Einfluss auf das Klima. Transport, Verpackung und Düngemittel sind relevante Emissionsquellen, insbesondere aber die landwirtschaftliche Flächennutzung. Böden und ihre Vegetation speichern Kohlenstoff, die bei intensiver Nutzung freigesetzt werden. Ziel muss daher eine möglichst nachhaltige Bewirtschaftung sein.
Auch macht es einen erheblichen Unterschied für das Klima, wieviel und welche Art von Fleisch wir essen: Der ökologische Fußabdruck von Rindfleisch ist etwa deutlich höher als der von Geflügel. Nicht umsonst ist die Landwirtschaft ein wichtiger Sektor im Bundesklimaschutzgesetz. Außerdem müssen wir deutlich mehr unternehmen, um die Lebensmittelverschwendung signifikant einzudämmen.
Ernährungsrat StadtRegion Stuttgart
Vor diesem Hintergrund wird der neue „Ernährungsrat StadtRegion Stuttgart“ einen wichtigen Beitrag für mehr klimabewusste und meist auch gesündere Ernährung leisten. Zur Erarbeitung einer Ernährungsstrategie für Stuttgart und die Region hat der Gemeinderat im Doppelhaushalt 2022/23 auf unsere Initiative für den Verein eine institutionelle Personal-, Sach- und Projektkostenförderung von 230.000 Euro bereitgestellt, die nun vergangenen Freitag bewilligt wurde. Nun ist der Ernährungsrat in seiner wichtigen klima- und gesundheitsrelevanten Arbeit bald voll arbeitsfähig. In anderen Städten arbeiten Ernährungsräte bereits seit einigen Jahren erfolgreich mit kommunaler Unterstützung.
Vernetzung, Information, Beratung
Die Kernaktivitäten des Ernährungsrats sind Vernetzung, Information und Beratung. Herausgebildet hat dieser sich aus einer lose zusammenarbeitenden Initiative. Wichtiges Ziel ist es, vielfältige Akteure entlang der Erzeuger,-, Handels-, Verarbeitungs- und Konsumkette zusammenbringen. In Workshops sollen die Grundlagen für eine regionale Ernährungsstrategie erarbeitet werden und Plenumstreffen mit Fachleuten und Persönlichkeiten aus Politik, Verwaltung, Unternehmen und Verbänden stattfinden.
Kampagne zu Ernährung
Zudem haben wir im Doppelhaushalt mit einem Sachmittelbudget von 20.000 Euro einen weiteren wichtigen Impuls für eine klimabewusste Ernährung gesetzt, indem die Kantinen und der Personalrat im Rahmen einer Kampagne und durch Informationsmaterial entsprechend aufklären können. Wir gehen damit den eingeschlagenen Weg für mehr regionale und saisonale Bio-Lebensmittel konsequent weiter, den wir bereits im Klimaschutzpaket „Weltklima in Not – Stuttgart handelt“ vor zwei Jahren für Schulen und Kitas begonnen haben.
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