Nur wenn wir nachhaltig leben und wirtschaften, können wir unsere natürlichen Lebensgrundlagen für kommende Generationen bewahren. Denn unsere Ressourcen sind begrenzt. Nachhaltige Entwicklung bedeutet deshalb, ökologische, wirtschaftliche und soziale Interessen zusammenzudenken.

Die Transformation hin zu einer Lebens- und Wirtschaftsweise, die die planetaren Grenzen respektiert, gehört zu den großen Herausforderungen unserer Zeit. Wir GRÜNE stellen uns dieser Aufgabe und setzen uns dafür ein, die politischen Rahmenbedingungen für ein nachhaltiges Stuttgart zu schaffen.

Letzte Aktualisierung: 14.08.2026

Nachhaltige Stadtentwicklung bedeutet für uns: Innen- vor Außenentwicklung. Denn auch Fläche ist eine begrenzte Ressource. Immer neue Grün- und Freiflächen zu bebauen, kann deshalb nicht die Antwort auf den wachsenden Flächenbedarf sein.

Stattdessen wollen wir das Potenzial innerhalb des Stadtgebiets besser nutzen: Baulücken schließen, leerstehende oder untergenutzte Gebäude und Flächen aktivieren und bereits versiegelte Areale weiterentwickeln. Gleichzeitig wollen wir wertvolle Grün- und Freiflächen möglichst erhalten.

So konnten wir erreichen, dass der Planungswettbewerb für das Neubaugebiet Hausen III in Weilimdorf gestrichen wird. Damit werden nicht nur Mittel eingespart, sondern auch weitere Flächenversiegelungen vermieden. Auch in Möhringen-Ost setzen wir uns dafür ein, wertvolle Freiflächen vor Bebauung zu schützen.

Beispiele für eine gelungene Nachverdichtung sind:

  • das Wohn‐ und Gewerbegebiet Neckarpark auf dem 22 Hektar großen Areal des ehemaligen Güterbahnhofs in Bad Cannstatt
  • das Quartier Wiener Platz auf der Fläche des ehemaligen Schoch‐Areals in Feuerbach
  • der Daimler Büro-Komplex Office 5 in der Schockenriedstraße in Vaihingen

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Sanierungsgebiete
www.stuttgart.de/leben/stadtentwicklung/stadtplanung/stadterneuerung/sanierungsgebiete.php

Leerstand war gestern. Die Schwabenbräu-Passage in Bad Cannstatt wird seit 2023 erfolgreich zwischengenutzt und brummt. Foto: LICHTGUT, Max Kovalenko

Co-Working-Spaces, Pop-Up-Stores und andere kreative Nutzungskonzepte bringen Leben in die Stadt. Damit sie entstehen können, braucht es eine kluge Flächenpolitik, die Leerstände aktiviert und Zwischennutzungen ermöglicht.

Deshalb haben wir uns für eine städtische Servicestelle für Leerstands- und Zwischennutzungsmanagement eingesetzt. Sie bringt Räume und kreative Ideen zusammen und schafft neue Möglichkeiten für Grüner*innen, Kulturschaffende und Initiativen.

Wie gut das funktionieren kann, zeigt die Schwabenbräu-Passage in Bad Cannstatt: Seit 2023 wird sie zwischengenutzt und hat sich zu einem wichtigen Treffpunkt der subkulturellen Szene Stuttgarts entwickelt.

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Temporäre Räume
www.stuttgart.de

Für ein klimaneutrales Stuttgart brauchen wir sauberen Strom und eine Wärmeversorgung ohne fossile Energien. Deshalb treiben wir den Ausbau erneuerbarer Energien und die energetische Sanierung voran.

Solarenergie ausbauen
Gerade in einer dicht bebauten Stadt wie Stuttgart bietet Solarenergie großes Potenzial. Mit der städtischen Solaroffensive fördern wir Photovoltaikanlagen und Stromspeicher. Weitere Förderprogramme unterstützen die energetische Sanierung sowie den Umstieg auf klimafreundliche Heizungen.

Wärmewende voranbringen
Mit dem kommunalen Wärmeplan hat Stuttgart die Grundlage für eine klimafreundliche Wärmeversorgung geschaffen. Wir wollen Wärmenetze ausbauen und den Umstieg von fossilen Heizungen auf erneuerbare Wärme erleichtern.

Platz für Windenergie
Auch Windenergie kann einen Beitrag leisten. Die Region hat Vorranggebiete für Windkraft ausgewiesen – darunter Flächen auf Stuttgarter Gemarkung. Damit bestehen die planerischen Voraussetzungen für mehr Windenergie auch in Stuttgart.

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Solaroffensive
www.stuttgart.de/leben/umwelt/energie/foerderprogramme/solaroffensive

Energetische Förderprogramme der Stadt Stuttgart
www.stuttgart.de/leben/umwelt/energie/foerderprogramme

Kommunale Wärmeplanung
https://www.stuttgart.de/leben/umwelt/energie/energieleitplanung/kommunaler-waermeplan/

Energiemanagement für städtische Liegenschaften
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Der Ernährungsrat Stuttgart hat sich zum Ziel gesetzt, eine Ernährungsstrategie für Stuttgart und die Region zu erarbeiten. Wer möchte, kann sich daran beteiligen. Foto: Gabriele Munk

Auch bei unserer Ernährung können wir viel für Klima und Umwelt bewirken. Deshalb haben wir uns von Beginn an für einen Ernährungsrat stark gemacht. Dieser hat gemeinsam mit zahlreichen Akteur*innen eine Ernährungsstrategie für Stuttgart und die Region erarbeitet – ein wichtiger Beitrag zu Klimaschutz, Gesundheitsvorsorge und gegen Lebensmittelverschwendung.

Lebensmittel wertschätzen statt wegwerfen: Darum geht es auch beim städtischen Förderprogramm für öffentliche Lebensmittel-Fairteiler. Initiativen können sich beraten lassen und finanzielle Unterstützung für neue Fairteiler beantragen. So retten wir Lebensmittel, statt sie wegzuwerfen.

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Ernährungsrat StadtRegion Stuttgart
www.ernaehrungsrat-stuttgart.de

Lebensmittel-Fairteiler
www.stuttgart.de

Produkte und Materialien möglichst lange nutzen, reparieren, wiederverwenden und recyceln: Das spart Ressourcen, vermeidet Abfall und reduziert Emissionen. Deshalb setzen wir uns für eine Kreislaufwirtschaftsstrategie für Stuttgart ein. Gerade in der ressourcenintensiven Baubranche steckt großes Potenzial.

Auch beim Verpackungsmüll wollen wir vorankommen. Wir haben die Vermarktung eines Mehrweg-Becher-Pfandsystems in Stuttgart vorangetrieben. Nun wollen wir Mehrweglösungen auch für Speisen weiter voranbringen.

Gerade die Stadt kann dabei mit gutem Beispiel vorangehen. Bei städtischen Veranstaltungen und Festen sollen Mehrwegsysteme oder vollständig recycelbare Materialien zum Standard werden. Das bedeutet: weniger Müll, geringere Entsorgungskosten und weniger Ressourcenverbrauch.

Verpackungssteuer für Stuttgart
Coffee-to-go-Becher, Essensboxen und andere Einwegverpackungen werden oft nur wenige Minuten genutzt und landen anschließend im Müll. Deshalb setzen wir uns neben mehr Mehrweg auch für eine Verpackungssteuer in Stuttgart ein. Sie schafft einen Anreiz, Verpackungsmüll zu vermeiden und wiederverwendbare Alternativen zu nutzen.

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Antrag zum Haushalt 2024/2025: Kreislaufwirtschaft in der Stadt schnell angehen
https://lust-auf-stadt.de/antrag/haushalt-2024-2025-kreislaufwirtschaft-in-der-stadt-schnell-angehen

Sauberes Stuttgart
www.stuttgart.de

Antrag vom 12.07.2023: Verpackungssteuer für Stuttgart
https://lust-auf-stadt.de/antrag/verpackungssteuer-fuer-stuttgart

Antrag vom 15.07.2025: Anträge zur Verpackungssteuer – endlich – beantworten
https://lust-auf-stadt.de/antrag/interfraktionell-antraege-zur-verpackungssteuer-endlich-beantworten

Fahrräder, Kleidung, Lebensmittel oder Autos: Wer Dinge teilt, weitergibt, repariert oder gemeinsam nutzt, spart Ressourcen und vermeidet Abfall und Emissionen.

In Stuttgart gibt es zahlreiche Organisationen und Initiativen, die nachhaltigen Konsum im Alltag einfacher machen: vom Carsharing-Anbieter Stadtmobil und RegioRad Stuttgart, über das Stuttgarter Rössle, die E-Lastenrad-Vermietung der Stadt, und den Hobbyhimmel – die Offene Werkstatt bis zur Raupe Immersatt, Deutschlands erstem Foodsharing-Café.

Stuttgart ist seit 2013 Fairtrade-Stadt und setzt sich damit für fairen Handel und bessere Arbeits- und Lebensbedingungen in den Produktionsländern ein.

Ökonomisch, ökologisch und sozial – das sind die drei Grundpfeiler von Fairtrade. Ziel ist ein gerechterer Welthandel. Stuttgart war die 200. deutsche Kommune, die als Fairtrade-Stadt ausgezeichnet wurde. Auch die Stuttgarter Stadtbezirke engagieren sich: Fast alle tragen inzwischen das Fairtrade-Siegel.

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Fairtrade
www.stuttgart.de/wirtschaft/fairtrade 

Faire Stadtbezirke in Stuttgart
www.stuttgart.de

Soziale Nachhaltigkeit bedeutet für uns auch, dass alle Menschen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Deshalb setzen wir uns dafür ein, Barrieren abzubauen und Stuttgart inklusiver zu machen – im öffentlichen Raum genauso wie beim Wohnen, Arbeiten, Lernen, bei Kultur und Freizeit.

Mit dem Haushaltspaket Inklusion 4.0 haben wir dafür wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht. Dazu gehören unter anderem barrierefreie Ampeln, inklusive Arbeitsplätze bei der Stadt und barrierefreie Standards für städtische Veranstaltungen.

Auch die städtischen Förderprogramme haben wir gestärkt und verstetigt: Mit dem Programm „Barrierefreies und altersgerechtes Wohnen“ unterstützt die Stadt den Abbau von Barrieren in Wohnungen und Wohngebäuden. „Stuttgart für alle inklusiv“ fördert die Barrierefreiheit öffentlich zugänglicher Einrichtungen. Dafür stehen auch 2026 und 2027 städtische Mittel bereit.

Mitreden und mitgestalten
Inklusion heißt auch, Menschen mit Behinderung an politischen Entscheidungen zu beteiligen. Der Beirat für Menschen mit Behinderung berät Gemeinderat und Stadtverwaltung und bringt die Interessen und Erfahrungen von Menschen mit Behinderung in die Kommunalpolitik ein. Er begleitet außerdem die Umsetzung des Stuttgarter Fokus-Aktionsplans zur UN-Behindertenrechtskonvention.

Unser Ziel bleibt eine Stadt, in der alle Menschen möglichst ohne Barrieren leben, unterwegs sein und am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

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Förderprogramme für ein barrierefreies Stuttgart
www.stuttgart.de/buergerinnen-und-buerger/menschen-mit-behinderung/barrierefrei-in-stuttgart/foerderprogramme-barrierefreies-stuttgart 

Beirat für Menschen mit Behinderung
www.stuttgart.de/organigramm/gremium/beirat-fuer-menschen-mit-behinderung

Antrag: Haushaltspaket Inklusion 4.0
https://lust-auf-stadt.de/antrag/haushalt-2024-2025-haushaltspaket-inklusion-4-0

Seit 2022 werden alle Beschlussvorlagen des Stuttgarter Gemeinderats auf ihre Auswirkungen auf das Klima geprüft. Seit 2024 wird dabei auch die Graue Energie berücksichtigt – also die Energie, die etwa bei Herstellung, Transport, Lagerung und Entsorgung von Produkten und Baustoffen anfällt.

Damit werden neben den finanziellen auch die klimatischen Folgen politischer Entscheidungen sichtbar. Das hilft uns, das CO₂-Restbudget der Stadt im Blick zu behalten und bei Projekten frühzeitig abzuwägen, wie sie möglichst klimaschonend umgesetzt werden können.

Auf unsere Initiative hin hat sich die Landeshauptstadt 2018 der „Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung“ angeschlossen. Mit ihr haben die Vereinten Nationen 17 Ziele – die Sustainable Development Goals, kurz SDGs – für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung formuliert.

Dazu gehören unter anderem Klimaschutz, weniger Ungleichheit, menschenwürdige Arbeit sowie nachhaltige Städte und Gemeinden. Gemeinsam mit dem städtischen Bündnis mEIN Stuttgart mEINE Welt setzt sich die Landeshauptstadt dafür ein, die Ziele der Agenda 2030 vor Ort umzusetzen. Über die Fortschritte informiert die Stadt regelmäßig in einem Bericht.

Mehr erfahren

Stuttgart global und nachhaltig
www.stuttgart.de

Bericht „Lebenswertes Stuttgart“
www.stuttgart.de

Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung
www.bmz.de/de/service/lexikon/agenda-2030-13994

Wirtschaftliches Handeln und Gemeinwohlorientierung gehören für uns zusammen. Das zeigen die von uns initiierten Gemeinwohlbilanzen bei drei städtischen Eigenbetrieben: der Stadtentwässerung Stuttgart, den Stuttgarter Bädern und dem Eigenbetrieb Leben und Wohnen.

Neben der klassischen Finanzbilanz macht die Gemeinwohlbilanz sichtbar, welchen Beitrag ein Unternehmen für Gesellschaft und Umwelt leistet. Wir setzen uns dafür ein, dass weitere städtische Unternehmen diesem Beispiel folgen.

Dabei soll die Stadt auch Vorbild und Impulsgeberin sein: Von den Erfahrungen der öffentlichen Unternehmen sollen möglichst viele weitere Akteur*innen profitieren – von Bildungseinrichtungen und Stiftungen über Verbände bis hin zu Unternehmen.

Aktuelles zum Thema Nachhaltigkeit

Verpackungssteuer jetzt!

Weniger Müll ist nicht nur gut für Klima und Umwelt, sondern auch für das Image einer Stadt. Mit einem Antrag fordern wir deshalb die Verwaltung erneut auf, endlich eine Verpackungssteuersatzung für Stuttgart auszuarbeiten.

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Keine Bebauung des Birkacher Felds

Wir lehnen den Vorstoß der SPD im Stuttgarter Gemeinderat ab, wertvolle Außenflächen wie das Birkacher Feld bebauen zu wollen. Auch in Zukunft werden wir uns gegen eine Bebauung des Acker- und Grünareals im Stadtbezirk Birkach stark machen.

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Weitere Spenden gesucht

Das Umweltzentrum Stuttgart in der Rotebühlstraße 86/1 steht vor dem Aus: Das begrünte Haus im Stuttgarter Westen soll verkauft werden. Für die Rettung werden weitere Spenden gesucht.

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Mit Plan in die Zukunft

Mit einem umfangreichen Gesamtpaket ergänzen wir den bisher lückenhaften Haushaltsvorschlag des Oberbürgermeisters mit wichtigen Zukunftsaufgaben.

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Rettet das Umweltzentrum!

Dem Umweltzentrum Stuttgart droht das Aus. Der BUND Landesverband Baden-Württemberg wäre bereit, das Haus zu kaufen. Hierfür braucht es jedoch Spenden und Darlehen.

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Zertifikatsübergabe für gemeinwohl-orientierte Unternehmen

Gemeinsam mit der Gemeinwohlökonomie BW laden wir zur Zertifikatsübergabe für gemeinwohl-orientierte Unternehmen am 9. Mai 2023 um 19 Uhr ins Stuttgarter Rathaus ein.

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Nachhaltigkeitspreis als Ansporn

Stuttgart ist Deutschlands nachhaltigste Großstadt. Am Wochenende wurde die Stadtverwaltung mit dem Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2022 ausgezeichnet.

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Anträge zum Thema Nachhaltigkeit

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