Stillstand vermeiden

Wie erwartet, haben die Turbulenzen der Signa-Gruppe nun auch Stuttgart erreicht. Die Signa Real Estate verhängte einen Planungsstopp für das Vorhaben an der Ecke König- und Schulstraße. Das alte Gebäude ist bereits seit Monaten abgerissen und es klafft eine große Baulücke mitten auf der Königstraße. Falls der Investor das vorgesehene neue Geschäftshaus nun nicht zeitnah realisieren kann, muss schnell eine andere Lösung her.
Denn in dieser zentralen Lage können wir uns jahrelangen Stillstand nicht leisten. Das schadet nicht nur den umliegenden Geschäften, sondern der gesamten Stuttgarter Flaniermeile.
Dieses Szenario drohte auch an anderer Stelle: Das Bauvorhaben an der Ecke Eberhard- und Steinstraße stand von Beginn an unter keinem guten Stern und es zeigte sich auch hier, dass die Bedenken gegen den Investor Signa mehr als gerechtfertigt waren. Zahlreiche Fakten, die diese Entwicklung als möglich erscheinen ließen, lagen schon lange auf dem Tisch und wurden von Oberbürgermeister Nopper immer wieder ignoriert. Dabei wäre eine schnelle Umsetzung des Bauvorhabens für die städtebauliche Entwicklung von großer Bedeutung. Deshalb haben wir uns früh dafür ausgesprochen, dass die Stadt die Grundstücke selber entwickelt. Leider gab es dafür keine Mehrheit im Gemeinderat.
Eberhardstraße 28/Steinstraße 4: Reißleine wurde gezogen
Dem Investor ging es zu keinem Zeitpunkt um die Interessen der Stadt. Aus diesem Grund haben wir immer wieder darauf gedrängt, dass die Stadt ihr Vorkaufsrecht an den Grundstücken Eberhardstraße 28/Steinstraße 4 ausübt. Dies wurde möglich, weil die Kaufhof Stuttgart GmbH ihre Klage gegen die Stadt bezüglich des Vorkaufsrechts für die Grundstücke zurückgenommen hatte. Damals wurde bekannt, dass die Deutsche Bundesbank nicht mehr an einem Mietverhältnis interessiert war und deshalb wurde die Reißleine gezogen.
Idealer Standort für Haus der Kulturen
Für uns waren das zunächst gute Nachrichten. Denn so sahen wir doch noch eine Chance, durch den Kauf der Grundstücke an diesem Ort eine Aufwertung und Belebung zu erreichen. Dazu braucht es eine gute Mischung unterschiedlicher Nutzungen, wie Handel, Gastronomie und Büros, aber auch mit Wohnen und kulturellen und sozialen Angeboten.
Das Haus der Kulturen wäre an diesem Standort ein idealer Ankernutzer und wir können uns viele Synergien mit weiteren Nutzungen gut vorstellen. Diese Entwicklung wäre im Sinne der Sanierungsziele der Stadt im Hinblick auf eine Stärkung der City sowie einer Aufwertung des öffentlichen Raums. Deshalb haben wir die Stadt erneut aufgefordert, jetzt zu handeln und schnell den Kaufvertrag zu unterzeichnen – und zeitnah attraktive Zwischennutzungen zu ermöglichen, um langen Leerstand an dieser prominenten Stelle zu vermeiden.
Teile unseren Beitrag mit deinen Freund*innen
Neue GRÜNE Touren – Jetzt anmelden
2. März 2026
Unter dem Titel „Klimaneutrale Eiswelt – Einblick hinter die Kulissen“ laden wir am 23. März zur ersten GRÜNEN Tour in diesem Jahr ein. Anmeldungen…
Stuttgarts Klimaneutralitätsziel gefährdet
27. Februar 2026
Zurück ins fossile Zeitalter: Die geplante Novelle des Gebäudeenergiegesetzes gefährdet das Klimaneutralitätsziel und die Wärmeplanung der……
Baustelle ohne Ende
26. Februar 2026
Baustelle ohne Ende: Stuttgart 21 verzögert sich erneut – und wieder einmal zeigt sich: Unsere Bedenken gegenüber diesem Projekt waren……
An der Seite der Ukraine
24. Februar 2026
Nach vier Jahren Krieg und pausenloser Angriffe sehen viele Beobachter*innen die Ukraine an einem Tiefpunkt angelangt. Umso wichtiger ist es,…
Der falsche Weg
16. Februar 2026
Die Bundesregierung möchte sparen und stellt die freiwilligen Integrationskurse ein – mit spürbaren Folgen auch für Stuttgart. Wir kritisieren diesen…
Radweg für neue Körschtalbrücke
10. Februar 2026
Nach 60 Jahren muss die Körschtalbrücke in Möhringen abgerissen und ersetzt werden. Jetzt steht fest: Die neue B-27-Brücke bekommt einen separaten…





