Neue Wohnungen in der Stadt

In 13 Baugebieten werden in den kommenden Jahren 5500 Wohnungen entstehen: im Neckarpark (850 Wohnungen), am Killesberg (Rote Wand 118), im Bereich Pragsattel (600), auf dem Eiermann-Gelände (1400) und bald auch im Schochareal (150). Auch im Bereich des geförderten Wohnungsbaus kommen jährlich gut 300 Sozialwohnungen dazu. Dies war auch dringend nötig, denn jahrelang wurde in Stuttgarter Gemeinderat ein Neubaugebiet nach dem anderen ohne eine einzige Sozialwohnung beschlossen. Erst 2009 konnten wir mit neuer Mehrheit aus GRÜN-ROT-ROT das Stuttgarter Innenentwicklungsmodell (SIM) auf den Weg bringen, das die Weichen für eine sozial ausgewogene Wohnungsbaupolitik stellte. Von den anderen Parteien diffamiert als Idee aus dem tiefsten Kohlenkeller des Sozialismus wurde SIM zum Erfolgsmodell. Gegenwind spürten wir auch bei unserem bisher größten neuen Wohngebiet, dem Neckarpark. Wäre es nach dem Willen der CDU gegangen, gäbe es dieses nicht. Mit Händen und Füßen hat sie sich gewehrt und den Untergang des Volksfestes prophezeit. Auf dem Gelände des Wasserwerks, auf der anderen Seite des Neckars, spielen diese Überlegungen plötzlich keine Rolle mehr. Unausgegoren erscheint auch deren „Wohnraumoffensive“ gemeinsam mit SPD, Freien Wählern und FDP. Nach dem Motto „Viel hilft viel“ gibt es bisher nicht viel mehr, als 150 Millionen Euro für das Thema Wohnen auszugeben. Doch in Stuttgarts engem Kessel ist Geld nicht der Knackpunkt. Es geht um die Flächen. Diese zu benennen, fällt den Antragstellern sichtlich schwer. Kein Wunder: wer suggeriert man könne einfach mit mehr Geld schnell mehr Wohnungen bauen, wirft den Menschen Sand in die Augen oder hat vor, wieder wertvolle Böden in Bauland umzuwandeln, was auch klimatologisch schwere Folgen mit sich bringen würde.
Wir bleiben dabei, die Potentiale der Innenentwicklung zu heben und mit Instrumenten wie SIM, dem Konzeptvergabe-Verfahren oder dem Zweckentfremdungsverbot, der Idee der Werkswohnung oder der Vergabe städtischer Grundstücke im Erbbaurecht unsere Stadt zu entwickeln. Mit unserem Vorschlag strategische Bodenvorratspolitik zu betreiben, kann die Stadt auch zunehmend Gebiete für die SWSG und die Partner im Bündnis für Wohnen bereitstellen. Sie sind Garanten dafür, dass in Stuttgart bezahlbare Mietwohnungen im Angebot sind.

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