Die soziale Stadt als Aufgabe!

In vielen Bereichen ist es um die Soziale Stadt gut bestellt. Stuttgart hat eine gut ausgebaute soziale Infrastruktur, eine vielfältige Trägerlandschaft und eine engagierte Sozialplanung. Diese wollen wir weiter Stärken und Weiterentwickeln, sei es im Bereich der Hilfe für Wohnungslose Menschen, der Suchthilfe- und Prävention oder der Schuldnerberatung. Viele Bereiche der freiwilligen Leistungen in Stuttgart wie das System der Bonus- und Familiencard, die Partizipative Altersplanung, das Konzept „Frühe Förderung von Familien“ oder die Schwerpunktpraxis zur Diamorphinsubstitution haben landes- und bundesweit Vorbildfunktion. Auch in diesen Haushaltberatungen unterstützen wir die Fortführung dieser Programme. Stuttgart hat auch im Sozialen eine hoch engagierte Bürgergesellschaft, die sich ehrenamtlich in Eltern-Kind-Zentren, in Kirchengemeinden, in Flüchtlingsfreundeskreisen, in Fördervereinen oder in Eine-Welt-Läden für soziale Belange engagieren. Um diesen Einsatz und die unterschiedlichen Beteiligungsformen für unsere Stadt zu erhalten, unterstützen wir die Einrichtung des Hauses für Bürgerschaftliches Engagement. Dabei ist uns GRÜNEN auch wichtig, diese einmalige soziale Infrastruktur zu stabilisieren und auszubauen. Dazu gehört die Weiterentwicklung der Begegnungsstätten für Ältere und Ergänzung durch die Entwicklung von Stadtteilhäusern, Stadtteil- und Familienzentren, Willkommensräume für Geflüchtete aber auch andere Quartiersprojekte, zur Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts.

Wir GRÜNE sehen die Hauptaufgabe kommunaler Sozialpolitik darin, Partizipation und Selbstbestimmung zu ermöglichen und Menschen zu selbstbestimmter Teilhabe zu befähigen. Deshalb freuen wir uns, dass Oberbürgermeister Fritz Kuhn ein weitreichendes Paket zur Inklusion geschnürt hat. Zum Aktionsplan für Menschen mit Behinderung gehört etwa der Ausbau der Barrierefreiheit von Begegnungsstätten. Wir wollen auch ambulant betreute Wohnformen für Menschen mit Behinderung und hohem Hilfebedarf noch stärker in unserer Stadt ermöglichen. Auch wichtig ist der massive Ausbau von Pflegeplätzen. Es braucht mehr stationäre Pflegewohngemeinschaften, pflegenahes Wohnen und Kurzzeitpflege sowie den Ausbau der gerontopsychiatrischen Angebote. Auch die Weiterentwicklung einer wohnortnahen Pflegeinfrastruktur mit Pflege-und Alltagshilfen zur Unterstützung des selbständigen Wohnens im Privatwohnraum, Pflegewohngemeinschaften oder pflegenahem Wohnen unterstützen wir in den laufenden Haushaltsberatungen. Es gibt noch viel zu tun für die Stadtpolitik. Wir blicken zuversichtlich in die Zukunft der Sozialen Stadt und wollen sie engagiert weiterentwickeln.

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(Foto: pasja100_pixabay)

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