Umweltspur in Bad Cannstatt – ein Gewinn für alle

Die Umweltspur in der König-Karl-Straße in Bad Cannstatt zeigt deutlich, wie eine kluge Neuverteilung des Straßenraums den Verkehr für alle verbessern kann. Was anfangs teils skeptisch diskutiert wurde, hat sich nach dem vorläufigen Bericht – der Pilot läuft noch bis zur Jahresmitte – als Erfolg erwiesen: Die Situation vor Ort ist sicherer geworden, der Radverkehr hat spürbar zugenommen und auch der öffentliche Nahverkehr profitiert deutlich.
Besonders wichtig ist: Die Busse kommen zuverlässiger voran und stehen nicht mehr im Stau. Damit wird der ÖPNV attraktiver und verlässlicher – ein zentraler Baustein für eine nachhaltige Mobilität in Stuttgart. Bereits bei der Einführung war klar, dass eine Stärkung von Bus- und Radverkehr notwendig ist, um den Verkehr insgesamt zukunftsfähig aufzustellen.
Gleichzeitig zeigt sich, dass die befürchteten negativen Auswirkungen auf den Autoverkehr ausgeblieben sind. Nach wie vor kann dieselbe Verkehrsmenge abgewickelt werden. Ein Verkehrsinfarkt ist nicht eingetreten, vielmehr hat sich der Verkehr insgesamt stabil eingespielt.
Auch die Verkehrssicherheit ist gestiegen und die Unfallzahlen sind zurückgegangen. Mehr Übersichtlichkeit, klarere Verkehrsführung und bessere Bedingungen für den Radverkehr sorgen dafür, dass sich alle Verkehrsteilnehmenden sicherer bewegen können.
Ein Erfolgsmodell für Stuttgart
Veränderungen im Straßenraum werden verständlicherweise zunächst unterschiedlich bewertet. Genau deshalb sind solche Projekte in der Praxis so wichtig: Sie zeigen, was tatsächlich funktioniert – jenseits von Befürchtungen. Die positiven Erfahrungen in Bad Cannstatt bestätigen den eingeschlagenen Weg und tragen dazu bei, Bedenken abzubauen.
Unser Fraktionsvorsitzender Björn Peterhoff sagt dazu: „Die Umweltspur in Bad Cannstatt ist ein gutes Beispiel dafür, wie wir mit durchdachten Maßnahmen mehrere Ziele gleichzeitig erreichen können: mehr Sicherheit, ein stärkerer Umweltverbund und ein weiterhin funktionierender Verkehr für alle.“ Das Projekt zeigt: Wir müssen mutig an Zukunftslösungen arbeiten. Auch die gegenüberliegende Seite braucht bessere Bedingungen für Rad- und Busverkehr – eine Umweltspur soll geprüft werden. Der Planungsstart jetzt ist sinnvoll, da die Kaufhof-Baustelle den Verkehr in den nächsten Jahren einschränken wird. Zudem muss der Radverkehr gestärkt werden, weil die Hauptradroute 1 dort noch unterbrochen ist.
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