Schlüsselstelle für die Fahrradstadt

Seit Jahren steht der Schwabtunnel wegen seiner gefährlichen Verkehrssituation in der Kritik: Illegale Überholmanöver trotz des bestehenden Verbots, überhöhte Geschwindigkeiten und enge Platzverhältnisse machen ihn zu einem Risikobereich – vor allem für Radfahrer*innen. Wer hier unterwegs ist, kennt das beklemmende Gefühl: zu eng, zu schnell, zu unsicher. So darf das nicht bleiben.
Deshalb haben wir einen interfraktionellen Antrag initiiert, der endlich Verbesserungen auf den Weg bringen soll. Die Verwaltung soll zwei Varianten prüfen: Die erste ist ein Verkehrsversuch mit einer sogenannten Umweltspur, auf der nur Busse, Fahrräder und Einsatzfahrzeuge fahren dürfen – also eine klare Priorisierung für den Umweltverbund. Die zweite Variante sieht Tempo 30, eine Überwachung durch einen Blitzer, bauliche Maßnahmen zur Trennung der Verkehrsarten sowie neue Piktogramme vor. Zusätzlich fordern wir durchgehende Radwege entlang der Schwab- und Schickhardtstraße.
„Radfahren durch den Schwabtunnel ist heute ein Risiko – das darf nicht sein. Wir wollen mehr Sicherheit für alle, die mit dem Rad unterwegs sind“, betont Stadtrat Marcel Roth. Dabei geht es uns nicht um Einschränkungen, sondern um bessere Bedingungen für alle, die umweltfreundlich unterwegs sind. „Wenn wir wollen, dass mehr Menschen klimafreundlich mobil sind, müssen wir ihnen sichere Wege bieten – im Tunnel ebenso wie davor und danach“, ergänzt Stadtrat Dr. Sebastian Karl.
Radverkehr fördern heißt: Sicherheit schaffen
Für uns steht fest: Sicherheit, Klimaschutz und Mobilitätswende lassen sich nicht gegeneinander ausspielen – sie gehören zusammen. „Am Ende profitieren wir alle von sicheren Wegen – egal, ob wir mit dem Rad, zu Fuß oder mit dem Auto unterwegs sind“, so Stadträtin Sarah Wölfle.
Der Gemeinderat hat bereits 2019 beschlossen, dass Stuttgart Fahrradstadt werden soll – mit dem Ziel, den Radverkehrsanteil auf 25 Prozent zu steigern. Das Radwegenetz wird seither Schritt für Schritt ausgebaut. Erste Erfolge sind sichtbar: Laut dem Fuß- und Radverkehrsbericht lag der Anteil 2022 bereits bei 14 Prozent.
Doch Ausbau allein genügt nicht, wenn zentrale Engstellen wie der Schwabtunnel weiterhin gefährlich bleiben. Gerade an solchen neuralgischen Punkten entscheidet sich, ob Menschen mit dem Rad unterwegs sind – oder doch lieber ins Auto steigen. Hier zeigt sich, ob Stuttgart wirklich eine Fahrradstadt wird.
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