Im Takt für Stuttgart

Mit der Fortschreibung des Nahverkehrsplans stellt die Landeshauptstadt Stuttgart wichtige Weichen für die kommenden Jahre. Trotz angespannter Haushaltslage soll der öffentliche Personennahverkehr weiter gestärkt und ausgebaut werden.
Wir GRÜNE begrüßen dies ausdrücklich, denn ein zuverlässiges und gutes Nahverkehrsangebot ist entscheidend für das Klimaneutralitätsziel 2035.
Die Stadt ist als Aufgabenträgerin für den ÖPNV verpflichtet, ein ausreichendes und hochwertiges Angebot sicherzustellen. Die Mobilitätsbefragung 2024 zeigt: Viele Stuttgarter*innen sind mit dem ÖPNV zufrieden. Diese positive Grundlage wollen wir gezielt ausbauen. Der Nahverkehrsplan definiert verbindliche Mindeststandards für Qualität, Angebot und Erschließung. Umwelt- und Klimaschutz, demographische Entwicklungen, Verkehrsprognosen sowie Hinweise aus Bürgerbeteiligungen fließen ebenfalls ein.
Zentrale Projekte: U1, U19 und Bus 42
Zu den zentralen Projekten gehören der Ausbau der Stadtbahnlinie U1 für den Einsatz langer Züge sowie die Einrichtung der U19 als dauerhafte Linie mit Verlängerung bis zum Mercedes-Benz-Werk Untertürkheim. Auch im Busbereich sind spürbare Verbesserungen geplant: Die viel genutzte Innenstadtlinie 42 soll in der Hauptverkehrszeit künftig alle fünf Minuten fahren und somit häufiger als heute. Ein Erfolg von uns ist zudem, dass der Nachtbusverkehr von Montag bis Donnerstag nicht gekürzt wird und bestehen bleibt.
Verantwortung in Zeiten knapper Mittel
Gleichzeitig gilt: Wegen der schwierigen Finanzlage müssen beim ÖPNV jährlich rund 25 Millionen Euro eingespart werden. Diese Einsparungen betreffen nicht den laufenden Betrieb, sondern zukünftige Projekte, die neu priorisiert werden müssen. Unser Fraktionsvorsitzender Björn Peterhoff betont: „Ja, wir bauen langsamer aus als ursprünglich geplant. Aber: Wir bauen aus. Gerade in diesen Zeiten ist das ein wichtiges, positives Signal.“ Außerdem sprechen wir uns für eine Nahverkehrsabgabe aus, um den ÖPNV dauerhaft zu finanzieren und weiter ausbauen zu können.
Weitere Maßnahmen
Weitere Maßnahmen sollen die Zuverlässigkeit des Netzes dauerhaft stärken: dichtere Takte, bessere Umsteigemöglichkeiten und barriereärmere Haltestellen. So soll der ÖPNV attraktiver werden, damit noch mehr Menschen auf Bus und Bahn umsteigen.
Der Gemeinderat wird den Nahverkehrsplan am 18. Dezember beschließen. Damit setzen wir ein wichtiges Zeichen für einen starken, klimafreundlichen und verlässlichen ÖPNV.
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