Wir suchen dich! Als Fraktionsmitarbeiter/-in in unserem Team

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14. August 2026
Fassadenbegrünung, mehr Bäume, Sonnenschutz, Wasserspiele und mehr PV-Anlagen: So könnte – nicht nur – das Stuttgarter Rathaus in Zukunft aussehen. Illustration: Fred Feuerbacher

Du interessierst dich für Politik, die Stadtgesellschaft und die Themen, die Stuttgart bewegen?

Du hast Freude daran, politische Inhalte zu recherchieren, verständlich aufzubereiten und gemeinsam mit einem engagierten Team die Arbeit der Fraktion mitzugestalten?

Dann bist du bei uns genau richtig! Dich erwartet eine abwechslungsreiche Aufgabe mitten im politischen Geschehen Stuttgarts – von der inhaltlichen Arbeit bis zur öffentlichen Kommunikation.

Du unterstützt die Fraktions- und Ausschussarbeit, recherchierst zu vielfältigen kommunalpolitischen Themen und wirkst bei Anträgen und Reden mit. Gleichzeitig sorgst du dafür, dass unsere politischen Themen über Social Media, Pressemitteilungen, Newsletter, Website und Printprodukte die Menschen erreichen.
Dabei kannst du deine Social-Media-Kenntnisse und dein Gespür für kreative Inhalte voll einbringen. Erfahrungen in Grafik und Videoschnitt sind ein Plus.

Wenn du Lust hast, Kommunalpolitik in der Landeshauptstadt kommunikativ mitzugestalten, gerne eigenständig als auch im Team arbeitest und deine Ideen einbringst, freuen wir uns auf deine Bewerbung!

Hier geht’s zum Bewerbungsportal:

Jetzt bewerben!

Pride? Worldwide!

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19. Juli 2026
Zeichen für Vielfalt: die Regenbogenfahne. Foto: Anna Sergeeva

Auch in diesem Jahr feiern wir in Stuttgart den Christopher Street Day unter dem Motto „Ohne Uns kein Wir! Füreinander laut, miteinander stark.“ Bereits zum 47. Mal findet der CSD in unserer Landeshauptstadt statt und setzt ein sichtbares Zeichen für Vielfalt, Gleichberechtigung und die Rechte queerer Menschen. Er macht deutlich: Unsere Stadt lebt von Offenheit, Respekt und dem Engagement für eine demokratische und vielfältige Gesellschaft.

Bereits am 10. Juli wurden die Stuttgart Pride Kulturwochen mit einem feierlichen Empfang im Stuttgarter Rathaus eröffnet. Bis zum 26. Juli laden zahlreiche Veranstaltungen dazu ein, die Vielfalt unserer Stadt zu erleben. Sie schaffen Raum für Begegnung und Austausch, machen die Lebensrealitäten queerer Menschen sichtbar und fördern das gegenseitige Verständnis.

Ein besonderer Höhepunkt ist der 25. Juli. An diesem Tag finden die große Demonstration und die anschließende Kundgebung statt. Tausende Menschen werden gemeinsam für Vielfalt, Gleichberechtigung und eine offene Gesellschaft auf die Straße gehen. Auch wir GRÜNE sind selbstverständlich mit dabei. Gemeinsam wollen wir ein starkes Zeichen für Solidarität, Akzeptanz und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen.

Solidarisch mit St. Helens
Während wir in Stuttgart die Sichtbarkeit der queeren Community stärken, entwickelt sich die Lage in unserer ältesten Partnerstadt St. Helens leider in eine andere Richtung. Dort hat der neue Ratsvorsitzende und Mitglied der rechtspopulistischen Reform UK-Partei angekündigt, dass die Stadt künftig keine „Veranstaltungen mit linkspolitischer Ausrichtung“ wie Pride-Veranstaltungen mehr unterstützen werde. Zudem behauptete er, die Pride-Bewegung werde mit einer angeblich „schädlichen Transgender-Ideologie“ in Verbindung gebracht.

Insbesondere Trans*Menschen sind in schockierendem Ausmaß von Diskriminierung betroffen. Sie brauchen den Rückhalt der Mehrheitsgesellschaft, um sich so entwickeln zu können, wie es ihrer geschlechtlichen Identität entspricht. Die Entwicklung in St. Helens beobachten wir mit großer Sorge. Denn auch in anderen Teilen Europas werden Gleichstellung und Selbstbestimmung zunehmend infrage gestellt.

Als GRÜNE stehen wir klar an der Seite der queeren Community. Wir werden das Selbstbestimmungsgesetz der Ampel-Regierung verteidigen. Unser Ziel ist eine Gesellschaft, in der alle Menschen unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität frei, sicher und selbstbestimmt leben können.

Infostand bei CSD-Hocketse

Samstag, 25. Juli
13:30 bis 20 Uhr

Sonntag, 26. Juli
13 bis 18 Uhr

Ihr findet uns in der Kirchstraße.

Wir freuen uns auf euch!


SWSG zu Unrecht kritisiert

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16. Juli 2026
Wir unterstützen die SWSG in ihrem sinnvollen und notwendigen Vorgehen. Foto: Imani, Unsplash

In einem Beitrag der Fraktion Linke SÖS Tierschutz im Amtsblatt vom 02.07.2026 wurden die Handlungsfähigkeit und Kompetenz der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft (SWSG) in Zweifel gezogen. Damit nicht genug, wurde zudem in einem Antrag der selben Fraktion wider besseres Wissen unterstellt, die SWSG käme der gesetzlichen Pflicht zur Stilllegung oder des Austauschs von Wasserleitungen aus Blei nicht nach und hätte diesen „gesetzeswidrigen Zustand“ „zumindest billigendend in Kauf genommen“.

Wir kritisieren das Verhalten der Fraktion Linke SÖS Tierschutz auf das Schärfste. Es ist nicht akzeptabel, hier der städtischen Wohnungsbaugesellschaft und ihren Mitarbeitenden ein gesetzwidriges Verhalten zu unterstellen, obwohl die Hintergründe hinlänglich bekannt waren. Für uns ist daher eine sachliche Einordnung und Richtigstellung des Sachverhalts zwingend geboten:

Regelmäßige Trinkwasserkontrollen und abgestimmtes Vorgehen bei Auffälligkeiten
Die SWSG veranlasst in ihrem Wohnungsbestand regelmäßig Untersuchungen des Trinkwassers, um die Wasserqualität fortlaufend zu überprüfen und mögliche Auffälligkeiten frühzeitig zu erkennen. Diese Untersuchungen führt sie freiwillig und über die gesetzlichen Anforderungen hinaus durch und nimmt damit ihre Verantwortung für die Sicherheit und Gesundheit ihrer Mieter*innen auch in diesem Bereich proaktiv wahr. Nachdem sich hierbei in den Gebäuden Rotweg Hinweise auf eine mögliche Überschreitung des Grenzwerts für Blei ergaben, hat die SWSG weiterführende Untersuchungen in Form gestaffelter Stagnationsproben veranlasst und das Gesundheitsamt umgehend über die Erkenntnisse informiert; in der Folge wurden weitere Beprobungen in enger Abstimmung mit der Behörde durchgeführt.

Information der Mieter*innen, Ersatzversorgung und technische Einordnung
Parallel hierzu wurden die betroffenen Mieter*innen unverzüglich über die Nutzungseinschränkungen des Leitungswassers zum Trinken und zur Zubereitung von Speisen informiert und Wasserlieferungen organisiert, um die unmittelbaren Auswirkungen für die Haushalte zu überbrücken. Die Gebäude im Rotweg wurden vor ca. 20 Jahren umfassend modernisiert, einschließlich der Haustechnik und sämtlicher Rohrleitungen. Die Trinkwasserleitungen in den betroffenen Gebäuden bestehen aus Mehrschichtverbundrohren, d. h., die Rohre sind nicht Ein vollständiger Austausch dieser Leitungen ist weder rechtlich vorgeschrieben noch aus fachlicher Sicht erforderlich, da diese kein Blei ins Trinkwasser abgeben können. Für Armaturen und Fittings aus zugelassenen Metalllegierungen, die geringe Bleianteile enthalten können, besteht keine generelle gesetzliche Austauschpflicht zum 12.01.2026. Solche Bauteile dürfen nach Maßgabe der geltenden Regelwerke und der Positivliste des Umweltbundesamts weiterhin in Trinkwasserinstallationen verwendet werden. Die SWSG setzt ausschließlich auf zugelassene und geprüfte Produkte, um die Sicherheit der Trinkwasserversorgung und den Schutz ihrer Mieter*innen bestmöglich zu gewährleisten. Die Unterstellungen diesbezüglich sind daher rechtlich nicht zutreffend.

Gezielte Ursachenanalyse und fachlich abgestimmtes Vorgehen
Dass es in einer bereits umfassend modernisierten Trinkwasserinstallation zu einer Grenzwertüberschreitung bei Blei kommt, ist ausgesprochen ungewöhnlich und stellt einen Ausnahmefall dar. Daher erfolgte eine gezielte Ursachenanalyse. Pauschale, kostenintensive und vor allem auch für die Mieter*innen extrem belastende Maßnahmen, wie der vorsorgliche Austausch sämtlicher Leitungen inklusive Armaturen, ohne konkrete Fehlerdiagnose, wären weder technisch sinnvoll noch wirtschaftlich vertretbar. Und gerade auch für die Mieter*innen eine massive Belastung. Dieses Vorgehen ist fachlich geboten und nicht zu beanstanden. Bei einer unerwarteten Grenzwertüberschreitung ist ein abgestuftes Vorgehen erforderlich, um die Ursache zielgerichtet einzugrenzen und zu beseitigen. Genau dies ist im vorliegenden Fall umgehend erfolgt. Die SWSG hat dazu einen externen Fachingenieur sowie einen öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen hinzugezogen.

Verhältnismäßige Sanierung und umfassende Unterstützung der Mieter*innen
Auf Empfehlung des Gutachters wurden daraufhin zunächst die im Untergeschoss gelegenen und dort konzentriert vorhandenen Leitungsabschnitte und Bauteile erneuert. Die Trinkwasserinstallation im Untergeschoss in einem ersten Sanierungsschritt mit erheblicher Eingriffstiefe umfassend erneuert und Ende 2025 abgeschlossen. In der weit überwiegenden Zahl der Fälle ist damit bereits eine ausreichende Abhilfe erreicht. Dass darüber hinaus eine tiefgreifende Sanierung der weiterführenden Leitungsabschnitte (eines bereits modernisierten Wohnhauses mit der oben dargestellten Rohrleitungsinfrastruktur) bis in die Wohnungen erforderlich wird, stellt eine besondere Ausnahme dar und kann und sollte daher erst nach umfassender Analyse erfolgen. Die SWSG die Bewohner*innen wurden umgehend und werden fortlaufend transparent über den jeweiligen Sachstand, die Untersuchungsergebnisse, Nutzungseinschränkungen und weitere Schritte informiert. Begleitend hat die SWSG bereits verschiedene Maßnahmen ergriffen, um die Beeinträchtigungen für die betroffenen Mieter*innen so gering wie möglich zu halten. Hierbei wurde selbstverständlich auch eine Mietminderung für alle betroffenen Haushalte gewährt.

Interimsmaßnahmen und Vorbereitung der umfassenden Strangsanierung
Zur weiteren Entlastung der Bewohner*innen wurde eine Interimswasserversorgung im Treppenhaus eingerichtet. Bei dieser kam es allerdings wiederholt zu schweren Vandalismus- und Manipulationstaten, die darauf ausgerichtet waren, die Nutzung durch die Mieterschaft zu verhindern und darüber hinaus zu weiteren Schäden in den Kellerräumen von Mieter*innen führten. Diese bewussten Manipulationen hat die SWSG zur Anzeige gebracht. Für September ist nun eine Strangsanierung vorgesehen. Diese sehr aufwändige Maßnahme mit erheblicher Eingriffstiefe in den bewohnten Bestand bedarf einer besonders sorgfältigen Planung und Koordination. Betroffen sind hierbei auch die angeschlossenen Trinkwasserleitungen in den Wohnungen, insbesondere in Bädern und Küchen, sodass die Maßnahme in weiten Teilen einen vollständigen Rückbau und die anschließende Wiederherstellung der betroffenen Bäder erfordert. Hierzu läuft derzeit eine Ausschreibung, um die Sanierung fachlich belastbar, terminlich realistisch und für die Bewohnerinnen und Bewohner so geordnet wie möglich umzusetzen. Nach allen zu berücksichtigenden Rahmenbedingungen wird diese umfangreiche Sanierungsmaßnahme voraussichtlich im September 2026 starten.

All diese Informationen lagen auch der Fraktion Linke SÖS Tierschutz vor, doch wurden offenbar gezielt ignoriert und die SWSG sowie ihre Mitarbeiter*innen wissentlich in Misskredit gebracht. Die GRÜNE Fraktion steht hinter dem Vorgehen der SWSG und unterstützt die eingeleiteten Maßnahmen, die darauf abzielen, die Situation für die betroffenen Mieter*innen schnellstmöglich und nachhaltig zu verbessern.


Chmelnyzkyj - mehr als Solidarität

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15. Juli 2026
Stoffbändchen in Blau-Gelb als Zeichen der Solidarität mit der Ukraine Foto: Nomadsoul1, iStock

Aus Solidarität ist Nähe geworden. Aus Hilfe ist Zusammenarbeit entstanden. Und aus einer zunächst bewusst als Solidaritätspartnerschaft angelegten Verbindung ist in den vergangenen Jahren eine Beziehung gewachsen, die den Namen Städtepartnerschaft verdient.

Stuttgart und Chmelnyzkyj haben seit Beginn der Partnerschaft viel miteinander erlebt: Ausstellungen im Rathaus, Delegationsbesuche, regelmäßige Hilfstransporte, Begegnungen im Sport sowie den Austausch zwischen den Verwaltungen. Einsatzkräfte aus Chmelnyzkyj trainierten bei der Feuerwehr Stuttgart, nachdem Stuttgart Fahrzeuge und technische Ausrüstung bereitgestellt hatte. Mit der Partnerschaft zwischen der Johann-Friedrich-von-Cotta-Schule und dem Gymnasium Nr. 20 ist zudem ein weiterer wichtiger Baustein entstanden.

Foto: ©LenaLux

„Diese Partnerschaft zeigt, was kommunale Solidarität bedeuten kann: nicht nur Hilfe in einer akuten Krise, sondern echte Nähe, verlässliche Zusammenarbeit und Freundschaft. Chmelnyzkyj gehört längst zur Stuttgarter Stadtfamilie. Deshalb wollen wir den nächsten Schritt gehen.“
Afina Albrecht, Stadträtin

Gemeinsam Verantwortung übernehmen und voneinander lernen
Auch die Zivilgesellschaft ist längst Teil dieser Verbindung. Der Freundeskreis Stuttgart-Chmelnyzkyj bringt Vertreter*innen aus Stiftungen, Wirtschaft und Stadtgesellschaft zusammen und will die Partnerschaft dauerhaft unterstützen. Genau das macht Städtepartnerschaften stark: Sie leben nicht nur von Beschlüssen, sondern von Menschen, die Verantwortung übernehmen.

Dabei geht es nicht allein um Hilfe. Wir können auch von und mit der Ukraine lernen: über krisenfeste Schulen, Digitalisierung und Medienbildung, die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Behinderung, mentale Gesundheit, gesellschaftliche Resilienz, Katastrophenschutz, schnelle Verwaltungsprozesse und die Zusammenarbeit von Stadtverwaltung und organisierter Zivilgesellschaft in Zeiten knapper Kassen.

Deshalb fordern wir: Chmelnyzkyj soll echte Partnerstadt werden. Die Ukraine verteidigt nicht nur sich selbst, sondern Freiheit, Demokratie und europäische Werte. Eine offizielle Städtepartnerschaft wäre ein klares Zeichen: Stuttgart steht nicht nur in Zeiten akuter Not an der Seite Chmelnyzkyjs, sondern langfristig, verlässlich und auf Augenhöhe.


Interim für Drogenkonsumraum eröffnet

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27. Mai 2025
Sterile Materialien wie Spritzen für den sicheren Konsum werden im Interims-Drogenkonsumraum zur Verfügung gestellt. Foto: Redaktion

Suchthilfe rettet Leben: Deshalb begrüßen wir sehr, dass der Interims-Drogenkonsumraum „KOMBO“ am 21. Mai 2025 endlich eröffnet wurde. Dieser ist ein gemeinsames Projekt des Caritasverbandes Stuttgart e.V. und Release Stuttgart e.V.

Bei der Eröffnungsfeier in der Leonhardskirche war auch unsere Fraktionsvorsitzende Petra Rühle mit dabei. Außerdem waren zahlreiche Gäste aus der Politik, von sozialen Einrichtungen und der Polizei eingeladen. Bei der Veranstaltung wurden mehrere Reden gehalten, unter anderem von Baden-Württembergs Gesundheitsminister Manne Lucha und von Bürgermeisterin Dr. Alexandra Sußmann.

Im Anschluss an die Reden und Grußworte gab es für die Gäste eine Führung durch die Räumlichkeiten des Interims-Drogenkonsumraums. Dabei wurden ihnen die Abläufe von der Registrierung bis zum Konsum ausführlich erläutert.

Endgültiger Standort wird 2028 eröffnet

Der temporäre Drogenkonsumraum befindet sich in der Lazarettstraße 8 über dem Café „High Noon“ in Stuttgart-Mitte. Der endgültige Standort ist in der Ossietzkystraße 6, ebenfalls in Mitte. Dieser Standort kann allerdings aufgrund von Umbauarbeiten voraussichtlich erst Anfang 2028 eröffnet werden.

Eine dauerhafte Lösung ist unumgänglich.

Fraktionsvorsitzende Petra Rühle

Der dauerhafte Drogenkonsumraum wird in der Ossietzkystraße 6 (Haus in der Mitte) eingerichtet. Foto: Leif Piechowski

Ein sicherer Ort

Ein Drogenkonsumraum bietet Menschen, die Drogen konsumieren, einen sicheren und geschützten Raum für ihren Konsum. In der Lazarettstraße 8 stehen vier Plätze für den Konsum von selbst mitgebrachten Substanzen bereit. Zudem werden sterile Materialien wie Spritzen für den sicheren Konsum ausgegeben. Darüber hinaus werden medizinische Beratung, die Eingliederung ins Hilfesystem und eine Sozialberatung angeboten, um die Menschen dort umfassend zu begleiten.

Suchthilfe rettet leben

Gerade weil die Zahl der Drogentoten im vergangenen Jahr angestiegen ist, ist die Eröffnung des Interims-Drogenkonsumraums für Stuttgart so wichtig. So können Betroffene unterstützt und Überdosierungen verhindert werden. Ein Drogenkonsumraum rettet somit Leben.

Übrigens: Der erste Drogenkonsumraum Baden-Württembergs wurde bereits 2019 in Karlsruhe eröffnet. Seit 2024 gibt es auch in Freiburg eine Anlaufstelle für drogenabhängige Menschen.


Stuttgart steht im Abseits

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12. März 2025
Frauenfußball: Deutschland gegen Serbien Foto: Steffen Prößdorf, wikimedia.org

Mit knapper Mehrheit hat der Gemeinderat entschieden, dass Stuttgart sich nicht um die Austragung der Frauenfußball-Europameisterschaft 2029 bewirbt. Diese Entscheidung bedauern wir zutiefst. Sie ist eine vertane Chance für unsere Stadt und ein fatales Signal für den Frauensport.

Insgesamt 14 deutsche Städte haben sich als Austragungsorte für die Frauen-EM beworben. Die UEFA entscheidet bis zum Sommer, welche acht Spielorte sie in ihr Bewerbungskonzept aufnimmt. Die Vergabe des Turniers erfolgt im Dezember. Neben Deutschland haben sich auch Polen, Portugal, Italien, Dänemark mit Schweden als Gastgeber beworben. Während andere Städte und Länder großes Interesse zeigen, hat Stuttgart diese gute Gelegenheit verstreichen lassen. Dabei hätte es viele gute Gründe für eine Bewerbung gegeben: Sportgroßveranstaltungen bringen Besucher*innen in die Stadt, kurbeln die Wirtschaft an und stärken das gesellschaftliche Miteinander. Die UEFA Fußball-EM der Männer hat das im vergangenen Sommer eindrucksvoll bewiesen. Stuttgart hätte als Gastgeberin der Frauen-EM erneut sportliche Begeisterung entfacht und sich als moderne Sportstadt präsentiert.

Doch die Ablehnung des Gemeinderats zeigt: Stuttgart fehlt eine klare sportpolitische Strategie – insbesondere in Bezug auf den Frauen- und Breitensport. „Nach der Fehlentscheidung gegen die Frauen-EM muss die städtische Strategie für (Frauen-)Sportveranstaltungen wieder auf den Ratstisch“, betont unser Stadtrat Florian Pitschel und hat einen Antrag eingebracht, um den Frauensport stärker in den Fokus zu rücken.

Unser Ziel ist es, Sportveranstaltungen künftig nach klaren Kriterien bewerten, die sowohl finanzielle als auch sportpolitische Aspekte berücksichtigen. Besonders der Frauen- und Breitensport muss für die Stadtgesellschaft stärker gewichtet werden. Wir fordern eine grundsätzliche Debatte über Stuttgarts Rolle als Sportstadt. Verwaltung, Sportausschuss, Stuttgart Marketing und In.Stuttgart müssen gemeinsam ein Konzept entwickeln, das Sportveranstaltungen langfristig und nachhaltig fördert.

Die Ablehnung der Frauen-EM zeigt, dass Gleichstellung im Sport keine Selbstverständlichkeit ist. Doch wir lassen uns nicht entmutigen. Wir kämpfen weiter für eine faire Sportförderung und eine Stadt, die sich in Zukunft aktiv für den Frauensport stark macht. Damit Stuttgart in Zukunft sportlich nicht mehr im Abseits steht.


Neue Mitte Leonhardsvorstadt

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20. April 2024

In den kommenden Jahren wird sich in der Leonhardsvorstadt einiges verändern. Bei der GRÜNEN Tour am 19. April konnten sich interessierte Bürger*innen gemeinsam mit unserer Fraktionsvorsitzenden Petra Rühle, unserer Stadträtin Raphaela Ciblis und Bezirksvorsteherin Veronika Kienzle einen Eindruck von sozialen und kulturellen Schwerpunkten im Zukunftsviertel machen.

Die Tour startete am Wilhelmsplatz, der an die Leonhardsvorstadt angrenzt. Unsere Fraktionsvorsitzende Petra Rühle erläuterte die Pläne für die autofreie Umgestaltung, für die wir uns schon lange starkmachen. Denn: In den kommenden Jahren müssen die Weichen für die Klimawende gestellt werden, um die ambitionierten Klimaziele zu erreichen. Eine soziale Verkehrswende heißt auch, Räume neu zu verteilen und für mehr Lebens- und Aufenthaltsflächen in der Stadt zu sorgen.

Die Planung für die Umgestaltung des Wilhelmsplatzes ist bereits angelaufen und wurde mit 250.000 Euro im Haushalt hinterlegt. Damit wird ein externes Planungsbüro mit einer verkehrlichen Untersuchung beauftragt.

Café La Strada & Café Strich-Punkt

Als zweiter Programmpunkt haben wir das Café La Strada und das Café Strich-Punkt mitten im Bohnenviertel angesteuert. Die beiden Kooperationsprojekte, die vom Caritasverband für Stuttgart, von der Aids-Hilfe und dem Verein zur Förderung von Jugendlichen e.V. betrieben werden, unterstützen weibliche, männliche, trans und queere Personen, die in der Sexarbeit tätig sind. Andrea Bodon von der Caritas informierte über die vielfältigen Hilfsangebote wie Beratung, Informationen, Internetzugang, ärztliche Versorgung und ausstiegsorientierte Hilfe.

Café La StradaCafé Strich-Punkt

Kontaktcafé High Noon

Vom Café La Strada und Café Strich-Punkt ging es weiter zum Kontaktcafé High Noon in der Lazarettstraße. Es bietet Drogengebrauchenden ein niederschwelliges und offenes Angebot an Unterstützung an. Caritas und Release e.V. betreiben das Café gemeinsam. Bei der Tour haben Stefan Michel, Bereichsleitung Sucht- und Sozialpsychiatrische Hilfen Caritas, und Bernd Klenk, Geschäftsführender Vorstand Release e.V. über ihre gemeinsame Arbeit informiert.

Über dem Café entsteht eine Interimslösung für den Drogenkonsumraum, der Ende Dezember 2024 seinen Betrieb aufnehmen soll. Der Umbau des finalen Standortes in der Ossietzkystraße wird voraussichtlich 2028 abgeschlossen.

Kontaktcafé High Noon

ZüblinParkhaus

In der Leonhardsvorstadt stehen auch bauliche Veränderungen an. Bohnenviertel und Leonhardsviertel sollen wieder zusammenwachsen, um die Wohn‐ und Lebensqualität im Quartier zu verbessern. Dort, wo sich heute das trennenden Züblin-Parkhaus befindet, soll die Neue Mitte des Quartiers entstehen. Noch offen ist, ob das Parkhaus abgerissen oder umgewidmet wird. Aktuell plant die Stadt eine Ausschreibung.

Neueröffnung: Utopia Kiosk

In den vergangenen Jahren hat sich der Kultur Kiosk im Züblin-Parkhaus zu einem beliebten Treffpunkt entwickelt. Der Utopia Kisok entsteht nun als Nachfolge. Geführt wird der Begegnungsraum von der gemeinnützigen Gesellschaft Projekt 100% MENSCH um Holger Edmaier, der uns bei der GRÜNEN Tour empfangen hat.

In Zukunft wird es im Utopia Kiosk donnerstags bis sonntags Bewirtung mit solidarischen Bezahlmodell, Ausstellungen, Kulturveranstaltungen und Talkrunden geben. Der Kiosk wurde als Safe-Space für die queere Community und für alle Bürgerinnen und Bürger am 27. April eröffnet.

Utopia Kiosk

Leonhardskirche als Zufluchtsort

Die Leonhardskirche aus dem 12. Jahrhundert war schon immer ein Zufluchtsort vor den Stadttoren. Auch heute nehmen die Gemeinde und Diakoniepfarrerin Gabriele Ehrmann diese Rolle wahr. Bei der Vesperkirche in den Wintermonaten bietet ein Team aus Köch*innen, Ärzt*innen und ehrenamtlichen Helfer*innen ein breites Angebot – von einem warmen Essen über Fußpflege und Gottesdienst bis hin zu tierärztlichen Dienstleistungen. Im diesem Jahr hatten sich rund 800 Menschen engagiert.

Vesperkirche

Haus für Film und Medien

Direkt gegenüber der Leonhardskirche befindet sich das Breuninger-Parkhaus. Auf dem Gelände des sich bereits im Abriss befindenden Gebäudes wird bis 2029 das Haus für Film und Medien entstehen. Dieses soll ein für alle Altersstufen zugänglicher Raum der Begegnung werden. Giovanna Thiery vom Verein Haus für Film und Medien Stuttgart e.V.  gab bei der Tour einen Einblick in die Visionen der Kultur‐ und Bildungseinrichtung. Neben Kinosälen sollen auch Workshopräume und ein Stockwerk für Schulklassen entstehen.

Ebenfalls auf dem Gelände ist der Mobility-Hub-Stuttgart geplant. Hier sollen Carsharing, Bikesharing und weitere Logistikangebote für das neue Viertel gebündelt werden.

Haus für Film und MedienMobility-Hub-Stuttgart

Weinstube Fröhlich

Als Abschluss der Tour lud Jens Zimmermann zum gemeinsamen Ausklang in die Weinstube Fröhlich ein. Im Hinterhof der Weinstube treffen Wohnen, Leben und Ausgehen aufeinander – genauso sollen sich auch andere Orte im Quartier entwickeln.