Von Barcelona lernen

In der letzten Woche war ein Teil unserer Fraktion zusammen mit Baubürgermeister Peter Pätzold und weiteren Mitgliedern des Stuttgarter Gemeinderates auf einer 4-tägigen Informationsreise in Barcelona. Die zweitgrößte Stadt Spaniens gilt als Vorreiterin für eine nachhaltige Stadtentwicklung und war deshalb ein sehr anregendes Ziel für uns alle.
Mit dem Zielbeschluss „Lebenswerte Stadt“ und dem Mobilitätskonzept „Nachhaltig mobil“ haben wir uns in Stuttgart viel vorgenommen. Jetzt kommt es darauf an, die Beschlüsse auch zeitnah umzusetzen. Wie das gelingen kann, dazu haben wir uns mit den Verantwortlichen vor Ort ausgetauscht.
Die Lebensqualität in einer Stadt hängt stark von der Verkehrsbelastung ab. In Barcelona konnten wir sehen, wie die Mobilitätswende gelingen kann: Öffentlicher Raum wird umverteilt, Fahrspuren für Autos werden zurückgebaut und Fußgänger*innen und Radfahrende bekommen deutlich mehr Platz. Neue Quartiere mit deutlich weniger Autoverkehr entstehen. Dadurch gibt es mehr Platz für alle, die Luftqualität wird besser und die Lärmbelastung nimmt ab – und die Aufenthaltsqualität steigt spürbar an.
Pop-Up-Busspuren und Aufenthaltsflächen
Besonders interessant war auch zu sehen, wie schnell in Barcelona Interimsflächen baulich eine neue Nutzung erfahren. So wurden zum Beispiel Pop-up-Busspuren für einen schnellen ÖPNV umgesetzt. Aber auch attraktive Aufenthaltsflächen für Jung und Alt sowie Spielplätze werden vorübergehend eingerichtet und laden die Bewohner*innen draußen zum Verweilen ein. Welche Nutzung am Ende dauerhaft eingerichtet wird, entscheidet nicht allein die Stadt, sondern die Menschen in den Quartieren bestimmen aktiv mit.
Viel Grün
Für ein gutes Stadtklima braucht es viel Grün. Das wissen auch die Stadtplaner*innen in Barcelona und deshalb werden in den neu gestalteten Quartieren fleißig Bäume gepflanzt, Pflanzbeete angelegt und Fassaden begrünt.
Superinseln – Quartiere der Zukunft
Selbstverständlich haben wir uns auch die sogenannten Superinseln ganz genau angeschaut – verkehrsarme Quartiere mit Vorrang für Fußgänger*innen und Radfahrende sowie Plätzen mit viel Grün, bunt gestalteten Verkehrsflächen und vielen Sitzgelegenheiten. Barcelonas „Superilles“ sind Vorbild für den Superblock West und zu sehen, wie es gelingen kann, war sehr interessant für uns. Wir GRÜNE haben uns lange für den Superblock West stark gemacht und freuen uns sehr, dass der Verkehrsversuch in der Augustenstraße im Frühjahr 2024 endlich startet!
Stuttgart kann mehr
Aber Stuttgart kann mehr und der Superblock West ist erst der Anfang. Das Mobilitätskonzept der Stadt sieht bereits weitere Superblocks vor und auch der Bürger*innenrat Klima hat sich klar für weitere Superblocks ausgesprochen. Denn Superblocks sind nicht nur gut für die Menschen, sie sind auch gut fürs Klima!
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