Wichtige Grundlage für Bürger*innen

Bereits in elf Jahren soll die Wärmeversorgung in Stuttgart klimaneutral sein. Gut, dass die Stadt bereits seit Ende 2023 eine Wärmeplanung hat – damit gehört sie zu den Vorreitern im Land – und das Regierungspräsidium diese nun offiziell bestätigt hat.
Mit der Wärmeplanung hat Stuttgart eine wichtige Grundlage für die Bürger*innen geschaffen. Denn nun ist klar, wo im Stadtgebiet perspektivisch Fernwärme möglich ist, und wo sich die Bürger*innen selbst um eine klimafreundliche Heizung kümmern müssten. Die Wärmeplanung bringt somit Klarheit und Planungssicherheit beim Thema Heizen.
Ganz konkret wurden 53 Quartiere im Stadtgebiet identifiziert, in denen Wärmenetze vorgesehen sind. Das Besondere: Das Amt für Umweltschutz hat die Wärmeplanung in Eigenregie erstellt. In ganz Baden-Württemberg ist Stuttgart die einzige Großstadt, die so vorgegangen ist.
Rückmeldungen aus den Infoveranstaltungen vor Ort sind hier bereits eingeflossen. Gut zu wissen: Die Wärmeplanung wird kontinuierlich fortgeschrieben. Bereits im Herbst 2025 soll eine aktualisierte Planung vorgelegt werden.
Online-Karte: Infos auf einen Blick
Wichtige Ergebnisse sind in einer Online-Karte zusammengefasst. Auf https://maps.stuttgart.de/waermeplanung sieht man, wo es bereits Wärmenetze gibt, wo bestehende Netze erweitert werden sollen oder wo die klimaneutrale Wärmeversorgung besonders herausfordernd ist. Darüber hinaus gibt es zu allen 53 Quartieren Steckbriefe, die u.a. über den geplanten Leitungsbaubeginn informieren. Grau eingefärbte Bereiche bedeuten: Die Bürger*innen müssten sich selbst um eine klimaneutrale Heizung kümmern. Das ist beispielsweise in Botnang der Fall.
Stuttgarts erste Energie-Quartiersgenossenschaft
Hier haben Engagierte Stuttgarts erste energetische Quartiersgenossenschaft gegründet. „Energie für Botnang“ möchte Bürger*innen zusammenzubringen, die Nahwärmenetze als Genossenschaft umsetzen wollen. Wünschenswert wäre, wenn andere diesem Beispiel folgen – schließlich wird die Wärmewende nur gelingen, wenn alle an einem Strang ziehen.
Hierfür muss auch die städtische Förderlandschaft vereinfacht und die Beratung der Stadt weiterentwickelt werden. Dabei werden das Energieberatungszentrum (EBZ) und Ehrenamtliche wie Solar-Scouts weiter an Bedeutung gewinnen. Warum also nicht bald auch Wärme-Scouts ausbilden, die vor Ort beraten und Aktivitäten anstoßen?
Möglichst viele Bürger*innen motivieren
Denn: Entscheidend ist, in den kommenden elf Jahren genügend Stuttgarter*innen zu motivieren, ihre Gas- oder Ölheizung gegen eine klimafreundlichere Variante auszutauschen. Auch deshalb begrüßen wir, dass die städtische Kampagne zur Wärmewende fortgesetzt wird. Termine und Infos gibt es auf www.stuttgart.de/waermewende.
Klimaneutralität 2035: ein ehrgeiziges Ziel
Bis 2035 soll die Wärmeversorgung in Stuttgart klimaneutral werden. Das heißt: Bis dahin sollen Gas- und Ölheizungen gegen Wärmepumpen ausgetauscht oder durch einen Anschluss an ein Wärmenetz ersetzt werden – schließlich sollen ab 2035 keine fossilen Energiequellen mehr importiert werden. Außerdem müssen in Stuttgart 34 Prozent Energie eingespart werden.
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