Newsletter 04/2020: Kitas und Schulen zu – Gebühren zurück

Alle Kitas und Schulen zu – und das außerhalb der Ferien. Das hätte sich noch vor wenigen Wochen niemand vorstellen können. Nun ist es so gekommen und Eltern, Lehrer*innen und besonders die Kinder und die Schüler und Schülerinnen müssen sich schon seit Wochen auf zu Hause bleiben und auf Homeschooling einstellen. Eine in Deutschland sehr ungeübte Form der Beschulung, die trotz aller Verunsicherungen insgesamt ganz gut zu klappen scheint. So sind Eltern auf einmal (Hilfs-)Lehrer*innen. Schüler*innen sind über das Internet mit dem Lehrpersonal und den Mitschüler*innen verbunden. Eine Herausforderung, die gerade von Vielen mit großem Engagement und neuen Ideen angegangen wird. – Was für eine tolle Leistung!

Wir sehen aber auch, dass Eltern mit Kindern, die von finanziellen Einbußen durch Kurzarbeit betroffen sind und in kleinen Wohnungen leben, zurzeit einer besonderen Belastung ausgesetzt sind. Sie müssen mit weniger Geld auskommen, ggf. um ihren Arbeitsplatz bangen, sollen sich überwiegend zu Hause aufhalten, dürfen den Spielplatz in Umgebung nicht mehr besuchen und müssen ihren Kindern einen strukturierten Tagesablauf mit Schulunterricht bieten. Das ist eine große Aufgabe, die nicht immer leicht zu bewältigen ist. Und auch für eine Reihe von Kindern und Jugendlichen sorgen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie für Verunsicherung und Angst.

Zumindest im kleinen Rahmen möchten wir Grüne für einen finanziellen Ausgleich sorgen. So werden die Eltern von der Stadt die für April gezahlten Kostenbeiträge für die geschlossenen Kindertagesstätten, Kindergärten, Horte und andere Betreuungseinrichtungen sowie das jeweilige Essensgeld zurückerhalten. Dies soll nicht nur für die Eltern, deren Kinder in einen städtischen Kindergarten gehen gelten, sondern auch für die Eltern, deren Kinder in eine Kita eines freien Trägers gehen. Wir sehen diese Rückzahlung als einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zu dem Einsatz, den Eltern zurzeit leisten.

Dank unserer Initiative werden außerdem einerseits die Beiträge für die Ganztagesbetreuung in den Schulen und anderseits in Höhe von 1,4 Mio. € auch die Gebühren für das Scool-Abo für zumindest einen Monat übernommen.

Weiter achten wir darauf, dass den Familien, die durch die Corona-Pandemie in eine besondere Notlage geraten, unbürokratisch und schnell geholfen wird und dies sowohl mit Beratung durch das jeweilige Amt als auch finanziell. Dies kann der Ausfall von Unterhaltsvorschuss sein, die Beratung bei innerfamiliären Notlagen und zur Existenzsicherung oder eben eine persönliche besondere Beratung, die schnell in Anspruch genommen werden muss.

Kinder, Jugendliche und Familien brauchen unsere politische Unterstützung.