Großes Wohnbaupotential im Innenbereich

(Illustration: Auszug aus der Zeitstufenliste 2018)

Die Zeitstufenliste Wohnen

Alle derzeitigen großen Entwicklungsgebiete wurden in städtischer Hand entwickelt: das ehemalige Olga- und das Bürgerhospital, das Schoch-Areal in Feuerbach, die Rote Wand in Nord, der Neckarpark in Bad Cannstatt. Dazu kommt das Rosensteinviertel im Herzen der Stadt mit einem Potential von 7.500 Wohneinheiten. Nebenbei gesagt, würde der Bahnhof nicht tiefergelegt, stünden jetzt die Logistikflächen mit einem Potential von 3.000 Wohnungen zur Verfügung. Bei unserer zweitgrößten Entwicklungsfläche, dem Eiermann-Areal bzw. Garden Campus in Stuttgart-Vaihingen haben wir dafür gesorgt, dass deutlich mehr Wohnungen als von anderen Parteien gewünscht – insgesamt rund 1.900 –  entstehen werden.

Zeitstufenliste Wohnen

Mit der Zeitstufenliste Wohnen“ hat die Stadt ein hervorragendes Instrument an der Hand, um mögliche Bauflächen mit bereits versiegeltem Boden auf ihre Bebaubarkeit abzuklopfen und mit einem Zeithorizont – 2, 4, 6 Jahre – für die Bebaubarkeit zu entwickeln.

Die „Zeitstufenliste Wohnen“, die diese Potentiale für den Wohnungsbau in Stuttgart aufführt, ist im Herbst letzten Jahres fortgeschrieben worden. Den in der Stadt auf dem Wohnungsmarkt tätigen Akteuren wird damit eine realistische Einschätzung gegeben, auf welchen Flächen wann und mit welcher Priorität eine Bebauung möglich werden könnte.

Wohnbaupotential

Und so sieht der aktuelle Stand aus: 162 verfügbare Bauflächen mit einer Größe von insgesamt 238,9 Hektar bieten ein Wohnbaupotential für 20.444 Wohnungen. Gegenüber dem letzten Sachstandsbericht 2016 zur ZSL ist das ein Rückgang von knapp 3.500 Wohnungen: Diese Wohnungen sind seither auf 42 Flächen und auf einer Baufläche von 36,48 ha fertig gestellt worden. In den zurückliegenden vier Jahren – zwischen 2015 und 2019 – wurden etwas 113 ha solcher Flächen baufertiggestellt. Auf der anderen Seite konnte aber ein Potential von 106 ha möglicher „neuer“ Bauflächen identifiziert werden.

Als neu aufgenommene Flächen werden das Areal des Hans-Rehn-Stifts, des bisherigen Allianz-Gebäudes in der Uhlandstraße und das Telekom-Areal in Bad Cannstatt hervorgehoben. Das zeigt die große Dynamik. Die Stadt lebt und verändert sich ständig. Und das zeigt auch, Bauflächen im Innenbereich „wachsen nach“.

Weitere Entwicklungsflächen

Um auch mittel- bis langfristig genügend Wohnbauflächen im Innenbereich bereitstellen zu können, stellt die Verwaltung schon heute strategische Überlegungen an, z.B. wurde eine Potentialanalyse Wohnen in Auftrag gegeben, weitere Verdichtungen und Aktivierungen von Baulücken werden geprüft und untersucht, wo gezielt zugunsten des Wohnungsbaus umstrukturiert werden könnte. Große Entwicklungsflächen, die auch nach 2029 absehbar Wohnbaupotential beinhalten, sind z.B. die EnBW-Areale im Stuttgarter Osten (Post- und Talstraße) oder das W&W-Gelände in der Rotebühlstraße.