Das erste integrierte Quartier des Bündnisses für Wohnen

(Illustration: Präsentation für den Gemeinderat der Stadt Stuttgart, Deckblatt)

Wiedereinstieg der Baugenossenschaften

Das „Quartier am Wiener Platz“ ist das erste Grundstück, das in Zusammenarbeit mit dem „Bündnis für Wohnen“ zu einem integrierten Quartier entwickelt wird. Das von OB Kuhn ins Leben gerufene Bündnis hat sich zum Ziel gesetzt, attraktiven und bezahlbaren Wohnraum in Stuttgart zu schaffen bzw. zu erhalten, um Familien mit Kindern oder Menschen ohne bzw. mit geringem Einkommen bezahlbare Wohnungen anbieten zu können. In dem Bündnis arbeiten Wohnbaugesellschaften, Baugenossenschaften, Interessensverbände und die Stadt partnerschaftlich zusammen.

Wiedereinstieg der Baugenossenschaften

Ein im Juli 2016 verabschiedetes Eckpunktepapier markiert den Wiedereinstieg der Baugenossenschaften in den Bau von Sozialmietwohnungen in Stuttgart.
Mindestens 1.800 Wohnungen, davon 600 geförderte, sollen jährlich gebaut mindestens gebaut werden. Die Hälfte der geförderten Wohnungen als Sozialwohnungen nach dem Landeswohnraumförderprogramm.

Wende bei den Belegungsrechten

Dem Ziel, die Zahl der Sozialmietwohnungen und der städtischen Belegungsrechte zu erhalten und mittelfristig zu steigern, dienen auch die Vereinbarungen, dass die Partner im Bündnis von ihnen gehaltene Belegungsrechte nicht mehr frühzeitig ablösen, sondern im Gegenteil der Stadt weitere anbieten: Die Wohnungsgesellschaften und Baugenossenschaften bieten der Stadt jährlich 100 freie und zur Vermietung anstehende Wohnungen zum Erwerb eines Belegungsrechts an. Die SWSG ergänzt dieses Angebot um 50 Wohnungen aus ihrem Bestand. Dadurch kann die Stadt jährlich 150 neue Belegungsrechte an freien Wohnungen erwerben.
Die zwischen den Bündnispartnern getroffenen Vereinbarungen sind aus unserer Sicht fair, sie kamen jedoch erst nach langen Diskussionen zustande und haben allen Beteiligten einiges abverlangt. Dass die Baugenossenschaften letztendlich dem Bündnis beitraten, liegt vor allem in der Selbstverpflichtung der Stadt, in den größeren städtischen Entwicklungsgebieten ihre Grundstücke für den geförderten Wohnungsbau den Wohnbauunternehmen und Baugenossenschaften mit größerem Mietwohnbestand in Stuttgart im Rahmen eines einfachen Auswahlverfahrens zum Verkehrswert anzubieten.

Gesamtziel Wohnungsbau pro Jahr

Mindestens 1.800 Wohnungen, davon 600 geförderte, sollen jährlich mindestens gebaut werden. Die Hälfte der geförderten Wohnungen als Sozialwohnungen nach dem Landeswohnraumförderprogramm.