Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.

Mai 2017

MI 31.05.17, 18:00 Uhr
Ein Ernährungsrat für Stuttgart?

Anna Deparnay-Grunenberg, Clarissa Seitz

Anna Deparnay-GrunenbergClarissa Seitz

Rudolfs Küche und Café
Rotebühlplatz 28
70173 Stuttgart

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Stuttgarter Rathaus

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Wir erleben seit einigen Jahren, dass immer mehr und vor allem auch jüngere Menschen hinterfragen, wie sie sich ernähren. Lebensmittelskandale, wachsendes Wissen über Junk Food, Auswirkungen der Landwirtschaft auf den Klimawandel, Massentierhaltung, stärkere Auseinandersetzung mit dem Tierwohl, Kükenschreddern, aber auch die Markt-macht einiger weniger global agierender Lebensmittelgiganten tragen dazu bei, dass Essen zu einer Frage des Lebensstils wird.
Eine Bewegung für gesunde Lebensmittel, Speisen und Getränke, für bewusste, transparente und nachhaltige Produktion wächst, ablesbar auch an den Foodtrucks oder zu erleben auf dem Übermorgenmarkt auf dem Marienplatz. Die Slow Food-Bewegung hat im letzten Herbst eine halbe Million Anhänger auf der Terra Madre in Turin versammelt!
Was wir essen, wie und wo unsere Lebensmittel angebaut und produziert werden, hat Einfluss auf den Klimawandel – ein relevanter Anteil der durch den Menschen verursachten Treibhausgase stammt aus der Landwirtschaft. Die Förderung einer nachhaltigen Nahrungsmittelversorgung ist eines der Ziele, die sich die Stadt Stuttgart mit dem Projekt „Masterplan 100 % Klimaschutz“ gesetzt hat.
Eltern legen immer größeren Wert darauf, dass ihre Kinder in Kitas und Schulen gut und gesund ernährt werden – die Anforderungen an die Essensversorgung wachsen. Der Jugendrat fordert die Verbesserung des Mensaessens an Stuttgarter Schulen. Die gesunde Ernährung in Schulmensen, Kantinen und Krankenhausküchen gewinnt auch innerhalb der Verwaltung an Bedeutung, diese kann zudem über Ausschreibungen vorbildhaft in Richtung Nachhaltigkeit wirken.
Auf der Suche nach authentischem Geschmack werden viele Menschen in ihrer nächsten Umgebung fündig: bei regionalen Nahrungsmitteln. Trotz vieler guter Initiativen – etwa Bauern, die ihre Produkte direkt vom Hof verkaufen – ist die regionale Ver-sorgung nicht einfach: Bereits im Supermarkt ist das Angebot rar, noch schwieriger ist die Versorgung für Großküchen oder Restaurants, die auf die Verfügbarkeit bestimmter Nahrungsmittel angewiesen sind.
In Städten wie Toronto, Vancouver, Brighton und in vielen Städten in den USA ist Ernährung bereits eine Planungsaufgabe der Kommune. Auch in Deutschland haben sich jetzt erste Ernährungsräte gebildet, in Berlin beispielsweise initiiert von Slow Food Berlin.
Die Ernährungsräte bilden eine Keimzelle, in der sich Akteure aus Verwaltung, Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft vernetzen, um eine Strategie für nachhaltige Ernährung in der Stadt zu entwickeln. In ihnen arbeiten z. B. Kantinen und Landwirte gemeinsam daran, regionale Produkte auf den Speiseplan zu bringen.
Den ersten Ernährungsrat in Deutschland gründete der Dokumentarfilmer, Journalist und Autor Valentin Thurn (bekannt z. B. durch seinen Film „10 Milliarden – wie werden wir alle satt?“) zusammen mit Vertretern aus Politik und Wirtschaft in Köln. Wir haben jetzt Herrn Thurn für eine Veranstaltung in seiner alten Heimat Stuttgart gewinnen können, der diesen Ernährungsrat vorstellt und zudem einen aktuellen Kurzfilm über Ernährungsräte zeigen wird.
Im Gespräch mit ihm sind:
Gerd Danner, Jugendamt Stuttgart, Leiter der Abteilung Küchen und Ernährung
Anna Deparnay-Grunenberg, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Stuttgarter Gemeinderat
Sven Stinner (M.A.), ZIRIUS – Zentrum für interdisziplinäre Risiko- und Innovationsforschung der Universität Stuttgart und Projekt „nascent – Neue Chancen für eine nachhaltige Ernährungswirtschaft durch transformative Wirtschaftsformen“
Christoph Simpfendörfer, Reyerhof Stuttgart, Erster Generalsekretär für Demeter International,
Ulrich Ostarhild, Ostarhild kommunikation
Dr. Hans-Wolf Zirkwitz, Leiter des Umwelt-amtes der Stadt Stuttgart
• Moderation: Clarissa Seitz, Stadträtin

Wir freuen uns, dass wir diese Veranstaltung im „Rudolfs KÜCHE UND CAFÉ“ machen können. Dieser Nachhaltigkeitspartner des Landes Baden-Württemberg legt Wert auf Bio-Qualität und Zutaten, die aus der Region stammen. Veganer und Vegetarier kommen im Rudolfs auf ihre Kosten.

Kleine Kostproben aus der Küche werden gereicht.

Juli 2017

MI 19.07.17, 19:30 Uhr
SICHTBARE VIELFALT: Mehrwert für die (Stadt-) Gesellschaft

Andreas G. Winter

Andreas G. Winter

Rudolfs Küche und Café
Rotebühlplatz 28, Stuttgart-Mitte

Fraktion der GRÜNEN im Stuttgarter Gemeinderat

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN im Gemeinderat der Stadt Stuttgart
Rathaus
Marktplatz 1
70173 Stuttgart

E-Mail | Web

Diversity hat ihren Mehrwert für die Wirtschaft ebenso wie für die (Stadt-)Gesellschaft. Wie durch SICHTBARE VIELFALT soziale Diskriminierung verhindert und Chancengleichheit verbessert werden kann, darüber reden:

Thomas Sattelberger Ex-Topmanager und Kulturreformer
Harald Christ Vorstandsvorsitzender der ERGO Beratung und Vertrieb AG
Dr. Ines Aufrecht Leiterin der Wirtschaftsförderung der Landeshauptstadt Stuttgart
Armin Dellnitz Geschäftsführer Stuttgart-Marketing Regio Stuttgart Marketing
Christoph Michl Geschäftsführer IG CSD Stuttgart e.V.
Andreas G. Winter Fraktionsvorsitzender der GRÜNEN im Stuttgarter Gemeinderat

PerspektivWechsel – Eine Veranstaltung im Rahmen des CSD Stuttgart 2017

Eintritt frei. Anmeldung unter 0711-216 60722 oder gruene.fraktion@stuttgart.de

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