Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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07.09.2018

Die Gemeinwohl-Bilanz bei Stuttgarter Institutionen und Unternehmen verbreiten

Mit welchem Konzept?

Städte und Gemeinden haben grundsätzlich die Aufgabe, den Bürgern und Bürgerinnen und somit dem Gemeinwohl zu dienen. Auch die Wirtschaft sollte, laut den Verfassungen unserer Gesellschaften, dem Wohl aller dienen. Genau dort setzt die Gemeinwohl-Ökonomie (GWÖ) an. Aufgrund unseres Haushaltsantrag 2016/2017 Antrag Nr. 11.01 „Anders Wirtschaften – Initiative Gemeinwohl-Ökonomie stärken“ starteten zwei Eigenbetriebe der Stadt Stuttgart den ganzheitlichen Prozess der GWÖ indem die Bereiche „Solidarität & Gerechtigkeit“, „Transparenz und Mitentscheidung“, „Ökologische Nachhaltigkeit“ sowie „Menschenwürde“ systematisch durchleuchtet werden. Somit wurde es für den Eigenbetrieb Leben & Wohnen (ELW) möglich, als erstes städtisches Unternehmen europaweit die Gemeinwohl-Bilanzierung durchzuführen und vorzulegen. Als Initiatoren freut es uns besonders, dass kurz danach die Stadtentwässerung Stuttgart (SES) ebenso ihre Gemeinwohlbilanzierung durchgeführt hat und das Ergebnis nun in einer ansprechenden Broschüre darlegt: mit 430 erreichten Punkten erzielt SES ein gutes Ergebnis und legt viele Stärken und Handlungsoptionen für noch mehr Nachhaltigkeit dar. Es ist ein toller und vorbildlicher Erfolg des städtischen Unternehmens auf dem Weg zu mehr gemeinwohlorientiertem Wirtschaften in Stuttgart.
Um das Thema GWÖ noch besser in der Landeshauptstadt zu verankern, haben wir in den vergangenen Haushaltsberatungen weiterführende Anträge gestellt und konnten im Rat eine Mehrheit dafür gewinnen, 60.000 Euro jährlich für Erstgutachten für private UnternehmerInnen, Workshops für EinsteigerInnen und die Bekanntmachung der Gemeinwohlökonomie und der Gemeinwohl-Bilanz in Stuttgarter Unternehmen bereitstellen. Darüber hinaus ist es uns gelungen, eine 50-Prozent-Stelle bei der Wirtschaftsförderung einzurichten, die das Thema GWÖ aktiv fördert, bei hiesigen Firmen und Institutionen (Stiftungen, Soziale Einrichtungen, Bildungsträger, usw.) bekannt machen und etablieren soll. Wir wollen nun wissen, wie dieses Vorhaben in der Verwaltung umgesetzt wird bzw. was sich in diesem Bereich bisher getan hat.

Wir beantragen:

Die Wirtschaftsförderung berichtet im Herbst im Wirtschaftsausschuss über Ihr Konzept, die selbstdefinierten Ziele und die Fortschritte bei der Verankerung der Gemeinwohlbilanzierung bei Stuttgarter Unternehmen und Institutionen.

Anna Deparnay-Grunenberg, Andreas Winter

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