Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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11.07.2018

Auch das Scool-Abo in Stuttgart günstiger machen

Einspar-Effekte der VVS-Tarifzonenreform beim JobTicket und Sozialticket nutzen
Antrag

Für die Tarifzonenreform des VVS investiert die Stadt Stuttgart zukünftig jährlich einen zweistelligen Millionenbetrag. Gleichzeitig würde es in Folge der Reform zu Einsparungen im Haushalt von jährlich rund einer Million Euro kommen. Durch günstigere Jahres-Tickets und Monats-Tickets würde der Zuschussbedarf der Stadt beim JobTicket und beim Sozialticket sinken.
Wir begrüßen es ausdrücklich, dass die Verwaltung mit dem VVS über einen folgerichtig niedrigeren städtischen Bonuscard-Ausgleich an den VVS verhandelt und dass auch mit Blick auf das JobTicket bereits signalisiert wurde, dass der mögliche geringere Zuschussbedarf nicht einfach als Einsparmaßnahme verbucht werden, sondern der Zuschuss zum 1-Zonen-JobTicket angehoben werden soll.
Wir finden aber, dass zumindest ein Teil der durch die Tarifzonenreform nicht mehr für den Zuschuss zum Sozialticket und zum JobTicket benötigten Mittel auch für die Stuttgarter Schülerinnen und Schüler mit Scool-Abo eingesetzt werden sollte, denn diese Gruppe profitiert wie andere Kundengruppen mit netzweit gültigem Abo bisher nicht von der anstehenden Tarifzonenreform. Gerade beim Scool-Abo leidet die Attraktivität des Angebots trotz des ergänzenden städtischen Zuschusses doch deutlich unter dem hohen Preis.
Das Scool-Abo kostet mit seiner verbundweiten Gültigkeit aktuell 42,35 Euro im Abo. Die Stadt gibt Stuttgarter Schüler*innen, die in Stuttgart zur Schule gehen, einen zusätzlichen Zuschuss von 3,00 Euro pro Monat. Deshalb kostet das Scool-Abo in Stuttgart 39,35 Euro. Wenn dieser städtische Zuschuss nun aus den dank der Tarifreform eingesparten Mitteln aufgestockt würde, könnte das Scool-Abo deutlich an Attraktivität gewinnen und noch mehr Familien dafür gewinnen, auf dem Weg zur Schule und in der Freizeit öfter mal auf das Auto zu verzichten und den ÖPNV zu nutzen.

Wir beantragen daher:

Die Verwaltung stellt dem Gemeinderat unterschiedliche Varianten der Verwendung der in Folge der VVS-Tarifzonenreform nicht mehr als Zuschuss zum Sozialticket und zum JobTicket benötigten Gelder dar. Als Verwendungszwecke werden höhere Zuschüsse zum 1-Zonen-JobTicket und zum Scool-Abo eingesetzt.

Jochen Stopper, Clarissa Seitz, Björn Peterhoff, Anna Deparnay-Grunenberg

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