Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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03.05.2018

Heute ist Earth Overshoot Day!

Stuttgart unterstützt ‚Agenda 2030‘

Die Grünen im Stuttgarter Rathaus fühlen sich bestätigt, dass die Stadt Stuttgart nun offiziell die ‚Agenda 2030‘ der Vereinten Nationen und deren tiefgreifenden 17 Nachhaltigkeitsziele unterstützt. „Wir müssen uns bewusstwerden, dass wir, was die Ressourcen unseres Planten anbelangt, ab heute auf Pump leben. Gut, dass große Teile des Rates unsere Stadt nachhaltiger machen möchten“, sagt Anna Deparnay-Grunenberg, Fraktionsvorsitzende der Grünen.

Aus Ressourcenökonomischer Sicht betrachtet, befindet sich die Menschheit ab dem Earth Overshoot Day in einem Defizit. Ab heute ist ihr ganzes Vermögen an jährlich regenerierbaren Ressourcen aufgebraucht und sie lebt über ihre Verhältnisse auf Kosten der zukünftigen Generationen.
„Gut, dass die Stadt Stuttgart nun beginnt, umzusteuern“, so Deparnay-Grunenberg. Etwa im Bereich der ökofairen Beschaffung, die die Grünen stark befeuert haben. Die öffentliche Hand könne hier wirklich einen Unterschied machen und die Lebens- und Arbeitsbedingungen weltweit enorm verbessern. „Wir haben schon 2016 einen Antrag zur ökofairen Beschaffung gestellt. Stuttgart ist in diesem Bereich bereits auf einem guten Weg die Welt ein Stückchen mit zu retten“, so die Fraktionsvorsitzende der Grünen.

Auch in den vergangenen Haushaltsberatungen entschied sich die Grüne Fraktion dafür, mit ihren Anträgen Stuttgart als Teil der Weltgemeinschaft nachhaltig weiterzuentwickeln. Der Kompass für die 92 Haushaltsanträge für 2017/2018 waren die UN-Nachhaltigkeitsziele. „Wir haben uns gefragt: was macht Stuttgart mit der Welt und was macht die Welt mit Stuttgart“, so Deparnay-Grunenberg. Für die Grüne Fraktion lag eine konkrete Antwort auf der Hand: um etwa das Ziel der Nachhaltigkeit der Systeme der Nahrungsmittelproduktion sicherstellen und resiliente landwirtschaftliche Methoden anzuwenden. So haben sich die Grünen dafür eingesetzt, den Anteil an Bio-Produkten beim Schulessen auf 25%zu erhöhen. „Bio-Essen ist nicht nur gesünder, es finden sich dort auch weniger Pestizide und Herbizide, was auch besser für die Böden ist. Und mit dem Kauf von Bio-Produkten stärkt man die ökologische Landwirtschaft und befördert indirekt den regionalen Arbeitsmarkt, weil ökologische Landwirtschaft arbeitsintensiver ist und mehr Personal benötigt“, erläutert Deparnay-Grunenberg.

Um die Nachhaltigkeitsziele in der Stadtverwaltung zu verankern, hat die Verwaltung für den Projektzeitraum 2017 bis 2019 eine Vollzeitkraft beschäftigt. Finanziert wird sie auch aus Mitteln des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Nach Ablauf der zwei Jahre muss sich die Stadt entscheiden, ob sie diese Aufgabe fest in den Verwaltungsapparat übernimmt. „Von uns Grünen gibt es dazu ein ganz klares Ja. Die öffentliche Hand muss ihrer Verantwortung und Vorbildfunktion nachkommen und zum Beispiel den Bereich Beschaffungsrichtlinien als Hebel für Klimaschutz, faires Einkaufen und als Anstoß für Zukunftsmärkte nutzen“, so Anna Deparnay-Grunenberg.

Hintergrund:

Der Verwaltungsausschuss beschloss am 02.05.2018 mit großer Mehrheit, dass die Stadt Stuttgart die Mustererklärung des Deutschen Städtetages zur Agenda 2030 unterstützt. Lediglich die Räte der AfD stimmten dagegen.

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