Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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03.05.2018

Wie wir die Ausfahrt nicht verpassen!

Grüner Frühjahrsempfang 2018

Rund 700 Stuttgarterinnen und Stuttgarter nahm der Wissenschaftsredakteur, Moderator und Autor Ranga Yogeshwar als Gastredner beim Frühjahrsempfang der Grünen im Stuttgarter Rathaus mit auf eine Reise in die Zukunft. Was bleibt? Was ändert sich? Und was macht das mit uns? Eine spannende, informative und oft amüsante Rede, die viel Gesprächs- und Denkstoff bot.

Die Fraktionsvorsitzende Anna Deparnay-Grunenberg begrüßte die Gäste mit einem kurzweiligen Rückblick auf das vergangene Jahr, bevor der prominente Gastredner Ranga Yogeshwar, die Gäste im voll besetzten Saal mit auf eine Reise nahm. Eindrücklich beschrieb Yogeshwar, wie die digitale Revolution, Fortschritte in der Gentechnik oder die Entwicklungen der künstlichen Intelligenz auf fundamentale Weise in unser Leben eingreifen werden.
Was künstliche Intelligenz alles möglich macht, demonstrierte Yogeswhar an einem Beispiel mit Barack Obama. Er zeigte eine Videoaufnahme des Ex-Präsidenten, die von einer künstlichen Intelligenz erzeugt worden war, welche gelernt hatte, den Politiker perfekt zu imitieren. „An solchen Beispielen sehen wir, dass wir nicht mehr unreflektiert alles glauben können, was wir sehen und hören. Fake-News sind so extrem schwierig erkennbar geworden und stellen eine Gefahr für unsere Demokratie dar“, so Yogeshwar. Diesen Gefahren müsse man sich bewusst sein und politisch begegnen.
Die digitale Revolution biete aber auch echtes Potenzial, um etwa den Problemen des Klimawandels zu begegnen: „Meine Kinder zum Beispiel wollen gar kein eigenes Auto mehr. Sie nutzen verschiedene Sharing-Angebote über Apps, um mobil zu sein.“ Ökonomisch sei es sowieso noch nie gewesen, dass jeder ein eigenes Auto besitzt. „Stellen sie sich vor, sie würden, um einen Liter Milch zu transportieren, eine Verpackung nutzen, die 20 Kilogramm schwer wiegt. So ähnlich ist es, wenn ein einzelner Mensch mit einem Auto unterwegs ist“, so der Wissenschaftler. In diesem Sinne dürfe sich auch die Automobilindustrie dem Wandel nicht versperren. Am wichtigsten, so Yogeshwar, sei, dass Innovationen künftig nicht nur einer kleinen Gruppe zugutekommen, sondern der Mehrheit der Weltbevölkerung dienen, denn „nur dann werden wir die Ausfahrt in Richtung Zukunft bekommen.“
Nach dem anregenden Beitrag des Wissenschaftsredakteurs, Moderators und Autors gab es bei leckerem Essen, Wein und Bier viele Gespräche und Diskussionen unter den Gästen im Stuttgarter Rathaus.

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