Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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06.12.2017

Startups in Stuttgart – im Schatten der Etablierten?

Gemeinsamer Antrag von FDP, GRÜNE, SPD, SÖS-LINKE-PluS, FW, STAdTISTEN

„Stuttgart hat neben Karlsruhe in Baden-Württemberg das größte Gründer-Potenzial. Doch Startups in Stuttgart blieben lange unter dem Radarschirm… dank der Annäherung von Etablierten an die Startup-Kultur, kommen die Dinge in Bewegung.“
In dem sehr lesenswerten Gastbeitrag von Prof. Dr. Nils Högsdal,
Entrepreneurship-Professor an der Hochschule für Medien (HdM) vom 28.07.2017 für das Ideenwerk BW kann man u.a. lesen:
„Ist Stuttgart zu erfolgreich, um sich mit Startups befassen zu können?… Warum sollte man Startups in Stuttgart gründen, wenn der Ingenieur bei Bosch, Daimler u.a. traumhafte Bedingungen für seine (Grundlagen-)Forschung findet…?“
Dem Beitrag ist auch zu entnehmen, dass, sofern man die großen Player wie Daimler und Bosch heraus rechnet, der Spitzenplatz in der Innovationsfähigkeit gefährdet ist, nachdem z.B. nur 1,4 Prozent der Patentanmeldungen von KMUs (Kleine und mittlere Unternehmen) stammen.
Gleichzeitig wird hervorgehoben, dass es hier große Potenziale durch Digitalisierung und Industrie 4.0 gibt.
Tatsächlich ist im Bereich der Startups und auch der Gründerförderung in den letzten Jahren in Stuttgart sehr viel in Bewegung gekommen.
Die großen Konzerne investieren in interne Startup-Plattformen, die Stadt Stuttgart bietet neben der Broschüre „Start-up! Wegweiser für die Existenzgründungen“ auch Beratung für die Gründer an.
Wir fordern dass sich Stuttgart als Zentrum der wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands im Bereich Startups noch stärker engagiert. In Zukunft kann der Wohlstand unserer Region davon wesentlich abhängen.
Wir möchten erfahren, mit welchen Schwierigkeiten die Gründer zu kämpfen haben, wenn sie ihre innovativen Geschäftsideen verwirklichen wollen und was die Stadt Stuttgart zusätzlich noch tun kann, um sie zu unterstützen, um im Wettbewerb um die innovativen und kreativen Startups führend zu werden.

Wir beantragen daher:

Die Verwaltung berichtet in einer der nächsten Sitzungen des WA zur Startup-Szene in Stuttgart.
1. Welche Unterstützung erhalten die Gründer in Stuttgart und welche
Anlaufstellen haben sie?
2. Wichtig bei Startups ist die Überlebensrate nach 5 Jahren. Gibt es Zahlen über die Anzahl an Gründungen sowie die Drop-out-Quote nach 1, 2, 3, 4, 5 Jahren? Was waren die Hauptgründe für Geschäftsaufgaben in welcher Start-up-Phase?
3. Unterscheidet sich die Erfolgsquote nach Branche bzw. Art des Startups? Wo sind die erfolgsversprechenden Gründungen und was sind mögliche Gründe?
4. Mit welchen Schwierigkeiten müssen Gründer kämpfen?
5. Welches Startup benötigt zu welchem Zeitpunkt welche Dienstleistung, Beratung etc.?
6. Welche Anforderungen an Infrastruktur und Verwaltung haben Startups (z.B. Internet, Verkehr, Nähe zu Bildungseinrichtungen, Verzahnung verschiedener Disziplinen…)?
7. Finden Startups ausreichende Flächen und Räume in Stuttgart, um ihre Ideen verwirklichen zu können?
8. Wie können mittelständische KMUs dazu gebracht werden, mehr in die
Startup-Kultur zu investieren und hier mehr in den Dialog einzutreten?
9. Wie viele/welche Gebäude mit Mietbüros mit geeigneter Infrastruktur
(Netzwerkanbindung, Teeküchen, Besprechungsräume,…) für die
gemeinschaftliche Nutzung des ganzen Gebäudes durch mehrere Gründer gibt es in Stuttgart? Wo könnten ggf. weitere entstehen bzw. geeignete Gebäude umgebaut werden?

Dr. Matthias Oechsner, Sibel Yüksel (FDP); Anna Deparnay-Grunenberg, Silvia Fischer (GRÜNE); Martin Körner, Hans H. Pfeifer (SPD); Hannes Rockenbauch, Christoph Ozasek (SÖS-LINKE-PluS); Jürgen Zeeb, Rose von Stein (Freie Wähler); Dr. Ralph Schertlen (STA

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