Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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19.10.2017

25 Prozent Bio-Essen in Stuttgarter Schulen

Haushalt 2018/2019 Antrag Nr. 56

Die Vorteile, die ein möglichst hoher Anteil an biologisch erzeugten Lebensmitteln in den Schulkantinen mit sich bringt, sind vielfältig:

Die Umwelt gewinnt:
Die biologische Erzeugung von Lebensmitteln erfordert einen wesentlich niedrigeren Einsatz von Energie und CO2-Emissionen. Besonders der Anteil an fossiler Energie, der in der konventionellen Landwirtschaft insbesondere bei der Herstellung von Pestiziden und synthetischen Düngemitteln anfällt, kann bei biologischem Anbau um über 60 Prozent gesenkt werden. Weiter werden die Böden geschont, der Humusgehalt der Böden eines Biohofes ist höher, ebenso die Anzahl der Bodenorganismen und Bodentiere. Es wird auf den Einsatz von Pestiziden und Stickstoffdüngern verzichtet – entscheidend angesichts des alarmierenden Rückgangs der Insekten. Die Artenvielfalt und Biodiversität ist höher und und und.

Die Stadt und Region gewinnt:
Bei einer biologischen Produktion und dem Fokus auf regionale Erzeugung bleiben Arbeitsplätze und Einkommen in der Region. Das kommt unserer Kulturlandschaft entgegen – statt Monokulturen neben den Feldern auch der Erhalt von Hecken, Feldgehölzen und Feuchtbiotopen als Lebensraum für Nützlinge.

Und vor allem die Kinder gewinnen durch gesündere und verträglichere Lebensmittel mit weniger Rückständen und einem wacheren Bewusstsein für gesunde Ernährung – jüngst hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeldet, dass sich die Zahl der fettleibigen Kinder und Jugendlichen seit 1975 mehr als verzehnfacht hat. Die Kinder gewinnen durch eine Vielfalt im Geschmack und größere Vielfalt des Angebots. Ihre Gesundheit wird weniger gefährdet, Nitrat- und Pestizidbelastung ist bei biologisch produziertem Gemüse in der Regel kein Thema.

In Baden-Württemberg nimmt die Erzeugung von Bio-Produkten wie deren Absatz kontinuierlich zu. Vor allem Familien mit Kindern kaufen im Sinne der Gesundheit ihrer Kinder zunehmend Produkte aus biologischer Erzeugung. Wir wollen unser Ansinnen „meist Bio und meist Regional“ in den Schulen fortsetzen

und beantragen daher:

der Anteil von Bio-Lebensmitteln an der Schulverpflegung wird
auf 25 Prozent erhöht. Die erforderlichen Mittel werden eingestellt
in Höhe von 1,43 Mio. Euro p.a.

Anna Deparnay-Grunenberg, Andreas Winter

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