Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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19.10.2017

Teilhabe im Quartier ermöglichen

Haushalt 2018/2019 Antrag Nr. 40

I Unterstützung der Quartiersarbeit im „Feuerbacher Balkon“

Die demografische Entwicklung verstärkt neben der Alterung und Singularisierung unserer Gesellschaft auch Risiken der Vereinsamung und des Wegbrechens von Alltagsstrukturen und sozialen Netzwerken. Ein wirksames Gegenmittel stellen hier Quartiersansätze dar, die helfen nachbarschaftliche Netzwerke auszubauen, ergänzende Dienstleistungen bereitzustellen und eine umfassendere Teilhabe im Quartier zu ermöglichen.
Für die Umsetzung eines Quartiersprojekts bedarf es eines „Kümmerers“, der die Einwohnerinnen und Einwohner eines Quartiers aktiviert, Eigeninitiative stärkt, soziale Netzwerke knüpft und Transparenz durch Öffentlichkeitsarbeit herstellt.
Die Samariterstiftung arbeitet seit dem Jahr 2012 gemeinsam mit vielen Partnern (zum Beispiel: Bürgerservice Leben im Alter, Diakoniestation Stuttgart, Bezirksrathaus Feuerbach, bhz Stuttgart e.V., Apotheken, CJD Stuttgart, Kirchengemeinden, Bosch Feuerbach) an der Quartiersentwicklung um den „Feuerbacher Balkon“. Diese Arbeit soll nun auf Basis der in diesem Prozess erarbeiteten Konzeption intensiviert und verstetigt werden (GRDrs 351/2017 „Quartiersentwicklung ‚Feuerbacher Balkon‘, Samariterstiftung“).

Wir beantragen daher:

Aus dem städtischen Haushalt wird die Quartiersarbeit im „Feuerbacher Balkon“ entsprechend der vorgelegten Konzeption der Samariterstiftung bezuschusst. Dazu werden befristet auf vier Jahre insgesamt 50.000 Euro bereitgestellt, was ca. 50 Prozent der Personalkosten entspricht. Im Doppelhaushalt 2018/2019
werden bereitgestellt:

2018 13.000 EUR
2019 13.000 EUR

Die Fortführung der Finanzierung in den Haushaltsjahren 2020 (13.000 Euro) und 2021 (11.000 Euro) wird sichergestellt.


II Ehrenamtliche Seniorenarbeit in den Stadtbezirken strukturell unterstützen

Die Aufgaben in der Geschäftsstelle des StadtSeniorenRats Stuttgart e.V., die Steuerung der Arbeit in den Stadtbezirken und die Umsetzung der notwendigen Vorgaben der Verwaltung aus den Zuwendungsrichtlinien verursachen einen erheblichen Arbeitsaufwand in der Geschäftsstelle des Vereins, der mit den zur Verfügung stehenden Ressourcen nicht mehr zu bewältigen ist. Auch benötigt der ehrenamtlich tätige Vorstand des Vereins Unterstützung durch eine hauptamtliche Verwaltungsfachkraft, um die in den letzten Jahren erfreulicherweise ausgebaute Arbeit in den Stadtbezirken koordinieren und begleiten zu können (GRDrs 444/2017 „StadtSeniorenRat Stuttgart e.V. – Sicherung und Ausbau der Arbeit in den Stadtbezirken“).

Wir beantragen daher:

Zur Finanzierung einer hauptamtlichen Verwaltungsfachkraft (0,5 Stellen EG 8), die den Vorstand und die Geschäftsstelle bei der Koordination und Verwaltung der ausgebauten Arbeit des Vereins professionell unterstützt, erhält der StadtSeniorenRat Stuttgart e.V.:

2018 27.000 EUR
ab 2019 28.000 EUR

Anna Deparnay-Grunenberg, Andreas G. Winter

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