Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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19.10.2017

Fußgängerüberwege „Barrieren überwinden“

Haushalt 2018/2019 Antrag Nr. 22

Mehrspurige Straßen, die mit nur wenigen Querungsmöglichkeiten Stadtbezirke zerteilen, stellen Barrieren dar, die nur unter Gefahren überwunden werden können. Alte Fußwegenetze sind zerschnitten, sinnvolle Wegeverbindungen für Fußgänger oftmals nicht möglich, die Fußgänger müssen lange Umwege in Kauf nehmen und werden zum Teil nicht-barrierefrei durch Unterführungen gelotst.

Wir beantragen daher:


1. Überweg über die Straße am Kräherwald auf Höhe Geibelstraße
Seit vielen Jahren setzen sich Bürger*innen für eine sichere Querung der viel befahrenen Straße am Kräherwald ein. Derzeit gibt es an dieser Stelle nur eine Querungshilfe (Hüpfinsel). Die Hinweispfeile auf der Insel werden regelmäßig durch zu schnelle Autofahrer abgefahren. Ein signalisierter Überweg schafft einen sicheren Übergang in den Kräherwald.

Kosten: 122.000 EUR


2. Fußgängerüberquerung über die Waiblinger Straße Höhe
Kreuznacher Straße
Der Veielsche Garten an der Waiblinger / Kreuznacher Straße auf der Kurparkseite wird zur Spiel- und Begegnungsfläche für ältere Kinder und Jugendliche umgebaut und dann auch von Kindern und Jugendlichen aus dem Seelberg genutzt werden – dort herrscht Spielflächenmangel. Der Umbau des Veielschen Gartens ist bereits finanziert, die ersten beiden Leistungsphasen sind erledigt, eine Kinder- und Jugendbeteiligung fand 2015 statt. Als Baubeginn kommt der Herbst 2018 in Betracht. Für die Fußgängerüberquerung mit signalisiertem Z-Überweg über die Waiblinger Straße Höhe Kreuznacher Straße werden eingestellt:

2018 196.000 EUR
2019 191.000 EUR


3. Fußgängerüberquerung über die Gnesener Straße zwischen dem
jetzigen Fußgängerüberweg auf Höhe der Memminger Straße
Entlang der Gnesener Straße wurde mit GRDs 821/17 der Abbruch und Neubau einer 6-gruppigen Tageseinrichtung für Kinder in der Dilleniusstraße 29 in Stuttgart-Bad Cannstatt beschlossen. Die Übergabe des fertigen Gebäudes ist nach 18-monatiger Bauzeit im Sommer 2019 geplant. Die große Anzahl an Kindern macht es notwendig, dass Kitagruppen auch Spielangebote in der näheren Umgebung aufsuchen, wie den Kurpark. Umgekehrt besuchen die Kinder der Kita Memminger Straße auch das Spielgelände im Espan – außerdem wird gelegentlich dort das Anna-Haag-Haus besucht.
Für alle Kitagruppen sind andere Wege und insbesondere der Weg entlang der vielbefahrenen Gnesener Straße nicht zumutbar. Auch Besucher und Schüler der Maybach-Schule sehen das so und wählen eher den direkten Weg als die 120 Meter entlang der Straße zur Ampel, was die Furten über den Mittelstreifen der Fahrbahnen deutlich zeigen. Zudem schließt der neue Überweg ein bereits bestehendes Fußwegenetz von der Innenstadt in den Stadtteil Espan an.

Die Kosten einer Fußgängerüberquerung mit signalisiertem Überweg über die Gnesener Straße zwischen dem jetzigen Fußgängerüberweg auf Höhe der Memminger Straße und dem auf der Brücke, in Fortsetzung des vorhandenen Wegenetzes aus Richtung Kurpark, werden dargestellt.

4. Umbau der Kreuzung See-, Sattler- und Panoramastraße in Stuttgart-Nord
Bei den Bezirksbeiräten aus Nord beklagen sich Bürger*innen immer wieder über die Kreuzung See-, Sattler- und Panoramastraße. Die drei Straßen kreuzen sich auf Höhe des Koppentalbrunnens. Der Autoverkehr läuft dort sehr unübersichtlich, Fußgänger und Radfahrer fühlen sich übersehen. Es kommt immer wieder zu „Beinahe-Unfällen“. Die Panoramastraße sowie die Seestraße sind Tempo 30-Straßen, auf der rechten Seite der Panoramastraße sowie auf beiden Seiten der Seestraße parken oft Stoßstange an Stoßstange Pkws. Zusätzlich gibt es auch im Kreuzungsteil eine Reihe von Garagen, aus denen Autos herausfahren. Aufgrund der Tempo 30-Straße gibt es keine gekennzeichneten Überwege. Besonders für Fußgänger ist die Kreuzung sehr unübersichtlich.

Die Kosten für einen fußgänger- und radfahrerfreundlichen Umbau der Kreuzung See-, Sattler- und Panoramastraße auf Höhe des Koppentalbrunnens werden dargestellt.

Anna Deparnay-Grunenberg, Andreas G. Winter

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