Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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19.10.2017

Gemeinwohlökonomie-Bilanzen weiter als Treiber der Nachhaltigkeit in Stuttgart verankern

Haushalt 2018/2019 Antrag Nr. 01

I Netzwerk „Nachhaltigkeit und Gemeinwohl“: Erstgutachten für Private, Workshops für Einsteiger und Bekanntmachung bei Nachhaltigkeitsbeauftragten hiesiger Unternehmen

Nach der positiven Resonanz zu der Vortragsreihe „Zukunftsinvestition Gemeinwohl“ möchten wir es privatwirtschaftlichen Stuttgarter Unternehmen noch stärker ermöglichen, ihr Wirken im Sinne einer umfassenden Nachhaltigkeit zu überprüfen – und selbstverständlich damit zu verbessern!
Die Wirtschaftsförderung ruft ein Netzwerk „Nachhaltigkeit und Gemeinwohl“ ins Leben, berät umfassend und gezielt Gründer, Start-ups und traditionsreiche Unternehmen, wie sie einen Einstieg in die Gemeinwohl-Bilanzierung finden können und welche Vorteile sie daraus ziehen können (Angebote von eintägigen Erstbilanz-Workshops für kleine/mittelgroße Unternehmen, gezielte Workshops mit den Nachhaltigkeitsbeauftragten großer hiesiger Unternehmen sowie bedeutender Organisationen und Stiftungen usw.)
Die Wirtschaftsförderung ermöglicht und motiviert interessierte Unternehmen, ein Erstgutachten zu erstellen, wobei anhand der GWÖ-Kriterien Stärken und Potentiale aufzeigt werden und eine Bilanzpunktzahl prognostiziert werden kann. Dieser erste Schritt wird von der Stadt zu 50 Prozent als Anreiz ko-finanziert.

Wir beantragen:

1. Für ein Netzwerk „Nachhaltigkeit und Gemeinwohl“, Workshops,
Kommunikation werden bereitgestellt: 30.000 EUR p.a.

2. Für die Ko-Finanzierung von GWÖ-Erstgutachten 20.000 EUR p.a. und eine 0,5 Stelle



II Weiterentwicklung und Optimierungsprozess der zwei gemeinwohlbilanzierten städtischen Unternehmen.

Bis Ende des Jahres 2017 werden zwei Stuttgarter Eigenbetriebe (ELW und SES) eine anspruchsvolle auditierte Bestandsaufnahme aus der GWÖ –Perspektive vorweisen können. Damit sie auch als „Muster-Betriebe des Gemeinwohls“ sich weiterentwickeln können, bedarf es logischerweise weiterer Anstrengungen in verschiedenen Handlungsfeldern (vorwiegend ökologischer und fairer Einkauf, ethische Anlage- und Finanzpolitik sowie Transparenz und Partizipation).
Dazu sind Knowhow und Unterstützung von außen erforderlich (von Mitarbeiter- und Kundenbefragungen über moderierte Kulturprozesse bis hin zur Unterstützung bei der konkreten Umsetzung von Methoden oder in der Kommunikation mit Lieferanten.

3. Zur Weiterentwicklung und Optimierungsprozess im Sinne der
Gemeinwohlbilanzierung werden einmalig bereit gestellt: 50.000 EUR p.a.

4. Ferner sollte zur Erstellung von anschaulichen und kompakten GWÖ-Kurzberichten die Prozesse dieser zwei Unternehmen für die Bürgerschaft und interessierte Unternehmen nachvollziehbar gemacht werden. Im Zeitrahmen 2018/ 2019 sollte folgendes Budget zur Kommunikation zur Verfügung gestellt werden: 20.000 EUR p.a.

Anna Deparnay-Grunenberg, Andreas G. Winter

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