Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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18.09.2017

Stuttgart eine der deutschen Pionierstädte in der Gemeinwohlökonomie

Pressemitteilung

Vier städtische Unternehmen haben sich nach den Regeln der Gemeinwohlökonomie – „ein Wirtschaftsmodell mit Zukunft“ – auf den Weg gemacht und treiben diese Art der Bilanzierung weiter voran. Damit ist die Landeshauptstadt Stuttgart eine der führenden Städte in Deutschland bei der Übertragung der Gemeinwohlökonomie (GWÖ) auf die kommunale Ebene und Praxis.
Über die bisherigen Resultate des durch die Gemeinderatsfraktion der GRÜNEN initiierten und von der Wirtschaftsförderung der Stadt geleiteten Prozesses berichten Vertreter der Unternehmen Hafen Stuttgart GmbH, Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) sowie der Eigenbetriebe Stadtentwässerung Stuttgart (SES) und Leben & Wohnen (ELW) in der Veranstaltung „Zukunftsinvestition Gemeinwohl“.

Diese und weitere Veranstaltungen in den nächsten Tagen zeigen, dass es in Stuttgart eine sehr rege Gemeinwohl-Szene gibt:
• „Zukunftsinvestition Gemeinwohl“
Veranstaltung am Mittwoch den 20.09.2017, 16:00 Uhr, Großer Sitzungssaal im Rathaus. Mit spannenden Berichten von GWÖ-zertifizierten Privat- und Kommunal-Unternehmen, der Wirtschaftsförderung der Stadt Stuttgart, dem GWÖ-Experten Jürgen Linsenmaier und der Initiatorin Anna Deparnay-Grunenberg, Fraktionsvorsitzende der GRÜNEN im Rathaus.
• „Ethischer Welthandel“
Vortrag am Mittwoch den 20.09.2017, 19:00 Uhr, Stadtbibliothek. GWÖ-Gründer Christian Felber präsentiert in seinem neuen Vortrag „Ethischer Welthandel“ eine überzeugende Alternative zu Freihandel und Protektionismus.
• Brunch mit Christian Felber
Donnerstag den 21.09.2017, 11:00 Uhr, Weltcafé, Welthaus Stuttgart.
• Grüner Salon “Gemeinwohlökonomie – ein Weg zu sozialem und umweltverträglichen Wirtschaften”
Freitag, den 06.10.2017, 18:30 Uhr, Alte Kanzlei. Vortrag und Diskussion mit Anna Deparnay-Grunenberg

Die Gemeinwohlökonomie ist zugleich methodischer Ansatz wie auch gesellschaftliche Bewegung. Sie überprüft unsere wirtschaftlichen Prozesse auf unsere humanistischen Werte hin. Hier werden Grundwerte wie Vertrauensbildung, Wertschätzung, Kooperation und Fähigkeit zu teilen in den Vordergrund des Wirtschaftens gestellt.
Herzstück der Gemeinwohlökonomie ist die Gemeinwohlbilanz. In dieser werden alle relevanten Handlungsfelder eines Unternehmens oder einer Organisation mit Hilfe eines Bewertungsrahmens, der sogenannten GWÖ-Matrix, begutachtet. Dabei werden die Werte Solidarität und Menschenwürde, ökologische Nachhaltigkeit, soziale Gerechtigkeit sowie innerbetriebliche Mitbestimmung und Transparenz geprüft und bewertet. Dies sowohl in Bezug auf das eigene Produkt oder die Dienstleistung, auf die eigenen Mitarbeiter*innen als auch in Beziehung auf Lieferanten, Kunden, Investoren, Gesellschaft und Umwelt. Die Bewertungsmatrix ist ein lernendes System (heute Version 5.0), das anhand von 33 Kriterien und einer Vielzahl von Fragen die Organisation in ihren gesellschaftlichen Verflechtungen analysiert.
(Weiterführende links: Gemeinwohl-Ökonomie in der Gemeinde: https://www.ecogood.org/de/gemeinwohl-bilanz/gemeinden/
GWÖ-Matrix: https://www.ecogood.org/de/gemeinwohl-bilanz/ )

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