Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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29.06.2017

Kulturinsel (KIS) erhalten!

Interfraktioneller Antrag von FDP, CDU-Gemeinderatsfraktion, Bündnis 90/DIE GRÜNEN-Gemeinderatsfraktion, Fraktionsgemeinschaft SÖS-LINKE-PluS, Die STAdTISTEN

Die Kulturinsel Stuttgart (KIS) nutzt derzeit das gesamte Areal des alten Zollamts / Güterbahnhofs in Stuttgart-Bad Cannstatt mit allen Nebengebäuden und dem u-förmigen Innenhof mit dem bestehenden Baumbestand.
Die Kulturinsel Stuttgart hat sich auf diesem Areal zu einem unverzichtbaren kulturellen Baustein weit über den Stadtteil hinaus entwickelt, die nicht nur eine kunterbunte Plattform für Projekte, urbane Kunst und Kultur bietet, sondern auch zu einer lebendigen kulturellen Begegnungsstätte im Stadtteil geworden ist.
Allein im vergangenen Jahr hat die Kulturinsel mehr als 100 Mal Räume an soziale Projekte vergeben. Darüber hinaus besteht eine enge Zusammenarbeit mit zahlreichen lokalen Initiativen. So stellt die Kulturinsel unter anderem mit moderner Technik ausgestattete Räume für Deutschkurse für Flüchtlinge oder der Joblinge gAG Stuttgart für junge Menschen mit Schwierigkeiten bei der Jobsuche zur Verfügung. Außerdem ist die Kulturinsel Dach und Unterstützer für junge Projekte in der Gründungsphase wie z.B. der Stuttgarter Nachbarschafts-App Deine Strasse.
Diese Angebote und Kooperationen sollen im Fall einer planbaren Zukunft weiter ausgebaut und das Engagement in der Flüchtlingsarbeit intensiviert werden. Bereits jetzt bietet die KIS attraktive Angebote im Bereich Bildung wie zum Beispiel einen urbanen Lerngarten mit Wildkräutervorträgen und Workshops. In Zukunft sollen hier regelmäßig Kindergartengruppen über Schulklassen bis hin zu Menschen im hohen Alter mit Demenzerkrankung Erfahrungen im urbanen Grün sammeln können.
Die Kulturinsel möchte mit den Nachbarn leben – nicht von ihnen – und bietet Menschen aus dem Viertel Rabatte auf Getränke im Kulturinsel-Biergarten. Das vielfältige und größtenteils kostenlose Angebot der Kulturinsel soll die unterschiedlichsten Menschen vereinen und einen Mehrwert für die Nachbarn, das Viertel und ganz Stuttgart bieten.
Das interkulturelle und auf das Gemeinwohl ausgerichtete Anliegen und das äußerst breitgefächerte, Aufwertung der Umgebung und würden sich auch konstruktiv in die kommende Neubebauung der Umgebung einfügen.

Wir beantragen deshalb:

Die Verwaltung legt dar, ob und in welcher Form die Kulturinsel Stuttgart langfristig im alten Zollamt gesichert und wie dies mit den geplanten anderen Nutzungen wie Kita und Familienzentrum verbunden werden kann.

Sibel Yüksel, Dr. Matthias Oechsner (FDP); Philipp Hill, Jürgen Sauer (CDU); Andreas G. Winter, Björn Peterhoff (GRÜNE); Guntrun Müller-Enßlin, Thomas Adler (SÖS-LINKE-PluS); Dr. Ralph Schertlen (STAdTISTEN)

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