Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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05.05.2017

Morgenstadt von gestern?

Bebauungsplan Universität Campus Vaihingen
Gemeinsamer Antrag von Bündnis 90/DIE GRÜNEN und SÖS-LINKE-PluS

Die Universität Stuttgart-Vaihingen mit ihren Forschungseinrichtungen und Kompetenzzentren ist innovativ und hat Erweiterungsbedarf, den die Stadt Stuttgart anerkennt und durch eine Baurechtsänderung unterstützen möchte. Aktuell steht eine Erweiterung an der Nobelstraße insbesondere für das Fraunhofer-Institut an, dafür ist eine Bebauungsplanänderung erforderlich.
Bisher wurden seitens der Stadt Stuttgart großzügige Abweichungen vom Bebauungsplan zugelassen, doch nun ist eine städtebauliche Ordnung notwendig, für die eine Anpassung der Festsetzungen des Planrechts nötig wird. Der 20 Jahre alte Bebauungsplan hat im südlichen Bereich „Birkhof“ eine Stellplatzfläche für rund 500 Stellplätze festgesetzt, obwohl bereits damals das Umweltamt dies strikt abgelehnt hat. Der Bereich ist ein bedeutendes Gebiet zur Kaltluftproduktion mit Bachlauf und inzwischen ein beliebtes Naherholungsgebiet mit umfangreichem Baumbestand für die östlich angrenzende Wohnbebauung ebenso wie für Studierende und Arbeitende.
In der Drucksache 198/2017 werden mehrere Punkte angesprochen, die eine Streichung der Festsetzung für 500 Stellplätze unabdingbar machen:
• „Im Planbereich werden zum Teil die Zielwerte für die Luftqualität überschritten.“
• „besondere stadtweite Bedeutung für die Kaltluftproduktion sowie für Durchlüftung und Kaltluftströmungen“
• „offener Landschaftsraum mit Bedeutung für die Naherholung“
Die Uni Vaihingen ist ein Zukunftsstandort und soll das auch weiterhin bleiben. Seit Inkrafttreten des Bebauungsplans sind jedoch Neuerungen im Verkehrsverhalten wie shared mobility, Pedelecs, stärkere Nutzung des Öffentlichen Verkehrs etc. entstanden, die damals noch nicht berücksichtigt werden konnten.

Wir beantragen,

im Rahmen des Bebauungsplan-Verfahrens

1. den Bereich „Birkhof“ den heutigen Gegebenheiten anzupassen und die Aussagen des Umweltamtes zu berücksichtigen, indem der Bereich nicht mehr für Bebauung / Stellplätze festgesetzt wird, sondern als Erholungsbereich mit Kaltluftproduktionsfläche festgesetzt wird.
2. Im Rahmen des Mobilitätskonzepts sind die vorhandenen Parkierungsflächen im Gelände aufzuzeigen sowie die für die einzelnen Nutzungen baurechtlich notwendigen Stellplätze. Zusätzlich ist aufzuzeigen, welche Entscheidungen für die Verbesserung des ÖPNV und shared mobility sowie Elektro-Ladestellflächen notwendig sind.

Beate Schiener, Anna Deparnay-Grunenberg, Andreas G. Winter (GRÜNE); Christoph Ozasek, Luigi Pantisano, Hannes Rockenbauch (SÖS-LINKE-PluS)

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