Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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28.04.2017

Weiterhin Ärger mit Altglascontainern

Antrag

Die Stellungnahme der Verwaltung zu unserem Antrag „Immer wieder Ärger mit Altglascontainern“ (Nr. 304/2016 vom 07.10.2016) sehen wir nicht getragen vom Geist, eine Besserung für lärmgeplagte AnwohnerInnen herbeizuführen.
Das Klirren und Scheppern ist an vielen Glassammelplätzen sehr laut, vielleicht zu laut. Viele Altglascontainer sind nicht auf dem Stand der Technik. Bei sehr vielen – im Westen bei allen – sind die Gummikappen und Einwurfsrohre beseitigt. Andere, alte Container, wurden von der Betreiberfirma mit einer Schallschutzmatte nachgerüstet, aber ebenfalls ohne Schlauch und Klappe. Ein Nachweis, ob die so beeinträchtigten Container den Bestimmungen der RAL-ZU 21 genügen, liegt unseres Wissens nicht vor – dieser muss von dem Betreiber verlangt werden.
In etlichen Städten kommen wegen der Lärmbelästigung Unterflurcontainer zum Einsatz. Zum Beispiel in Pforzheim. Dort sind seit zehn bis zwölf Jahren vier Unterflurcontainer der Firma Bauer im Einsatz. Seither gibt es keine Lärmbeschwerden mehr – die unterirdischen Behälter sind schallisoliert. Darüber hinaus sind sie wartungsfreundlich, langlebig und barrierefrei. Bei ihnen besteht nicht die Gefahr, dass sich eine Schmuddelecke im öffentlichen Raum bildet. Und langfristig haben sie wirtschaftliche Vorteile, weil die Leerungszyklen länger und die Leerungen selbst einfacher sind. Werden Unterflurcontainer bei sowieso anstehenden Umbaumaßnahmen mit berücksichtigt, halten sich auch die Herstellungskosten im Rahmen.

Wir beantragen:

1. Die Stadt fordert die aufstellende Firma auf, nachzuweisen, dass ihre Glascontainer, wie sie im Einsatz sind, alle Lärmschutz-Auflagen erfüllen (vgl. § 22 ff BImSchG).
2. Die Verwaltung stellt die Kosten für einen Pilotversuch für fünf unterirdische Altglascontainer zusammen. Die unterirdischen Altglascontainer sollen an besonders exponierten Orten und im Rahmen von bereits beschlossenen Umbaumaßnahmen eingebaut werden. Dies ist u.a. am Bismarckplatz und am Feuersee der Fall.

Gabriele Munk, Andreas G. Winter (GRÜNE)

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