Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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27.04.2017

Ein Solarradweg für Stuttgart

Energiewende und Verkehrswende gemeinsam vorantreiben
Antrag

Holland macht es vor. Mit dem weltweit ersten Solarradweg hat die Gemeinde Krommenie nicht nur den nachhaltigen Fahrradverkehr gefördert, der die Bevölkerung an die frische Luft bringt und fit hält, sondern auch noch die urbane Energiewende vorangetrieben. Die kürzlich vorgestellten Ergebnisse haben die Erwartungen übertroffen.
In sechs Monaten produzierte der 70 Meter lange Radweg mit ca. 3.000 kWh so viel Strom, wie ein Einfamilienhaus im Jahr benötigt. Auf ein Jahr umgerechnet, ist je Quadratmeter Radweg ein Ertrag von 70 kWh zu erwarten.
Der Aufbau des Solarradwegs ist ganz einfach. Die Fahrbahn besteht aus einzelnen fertigen Modulen, in welchen bereits Leerrohre für die spätere Stromleitungen vorgesehen sind. Austausch und Reparatur sind so leicht möglich. Die Solarmodule befinden sich unter einer lichtdurchlässigen stabilen Glasschicht, welche sogar das Gewicht eines LKW aushalten kann.
Aus unserer Sicht ist das ein schönes Projekt, welches die ohnehin versiegelten Flächen zumindest noch um eine weitere sinnvolle Nutzung ergänzt.
Da wir in Stuttgart einen weiteren Beitrag zur urbanen Energiewende gut gebrauchen können und wir zudem viele versiegelte Verkehrsflächen haben

beantragen wir:

1. Die Verwaltung prüft die Umsetzbarkeit des Solarradweg-Projekts in Stuttgart und wählt mögliche beispielhafte Radwege für die Umsetzung eines Pilotprojekts aus. Beispielsweise die geplante Hauptradroute an der Weinsteige.
2. Es wird geprüft ob für das Pilotprojekt eine Kooperation mit Forschungseinrichtungen aus Stuttgart wie dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg eingegangen werden kann.
3. Es wird geprüft, ob für den Bau des Solarradwegs Landes- oder Bundesfördermittel beantragt werden können.

Björn Peterhoff, Silvia Fischer, Anna Deparnay-Grunenberg (GRÜNE)

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