Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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21.03.2017

Radverkehr durch Ampelschaltungen fördern

Antrag

Der Stadtverkehr wird an Kreuzungen meistens durch Ampeln geregelt. Zuweilen gibt es extra Ampeln für Radfahrende. Meist ist die Fahrradampel jedoch die letzte im Umlauf.
Fordert eine Stadtbahn oder ein Bus Vorrang an, so starten danach nicht die Radfahrenden, sondern die Autos mit einem kompletten Umlauf neu, bevor die Radfahrenden dran sind. Das führt an verschiedenen Ampeln zu Stehzeiten von bis zu 3 Minuten für Radfahrende.

Wartezeiten verlängern sich aber auch dann auf bis zu 3 Minuten, wenn Radfahrende die Straße in zwei bis drei Zügen überqueren müssen, weil die Ampeln nacheinander Grün bekommen. Radfahrende müssen oftmals auf Verkehrsinseln warten, die auch noch zu schmal für ein Rad mit Kinderanhänger sind. So ist etwa die gemeinsame Fußgänger-/Radampel am Charlottenplatz über die Planie auf der Hauptradroute 1 auf das Tempo von Fußgängern ausgerichtet und zugleich weder für Fußgänger noch für Radfahrende in einem Zug überquerbar.

Deshalb beantragen wir:

1. Die Verwaltung prüft, ob an Hauptradrouten der Radverkehr nach dem ÖPNV an die zweite Stelle in den Umlauf gestellt werden kann. Zum Beispiel:
a) am Waldeck (Haultradroute 1 Kaltental, Böblinger Str/Burgstr.)
b) am Rosensteinbunker.

2. Die Verwaltung prüft,
a) ob die Ampelschaltung an der genannten Radwegüberquerung Charlottenplatz auf Seiten der Planie radfreundlicher geschaltet werden kann;
b) ob die Fußgänger-/Radampel über die weniger stark befahrene gekrümmte Abbiegespur von der Konrad-Adenauer-Straße zur Planie überhaupt benötigt wird und nicht doch abgebaut werden kann.

Christine Lehmann, Björn Peterhoff, Andreas Winter (GRÜNE)

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