Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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15.03.2017

Radverkehrsförderung: Fahrradstraßen, Hauptradrouten und freigegebene Einbahnstraßen

Antrag

In Stuttgart nimmt der Radverkehr zu, auch die Infrastruktur kommt voran. Die Hauptradroute 1 ist durchgängig ausgebaut, weitere Hauptradrouten sind geplant und stellenweise baulich umgesetzt. Viele Einbahnstraßen sind in Gegenrichtung für Radfahrende freigegeben. Außerdem ist in der Tübinger Straße die zweite Fahrradstraße eingerichtet worden. Ein Beweis, dass auf manchen Straßen mehr Radfahrende unterwegs sind als Autos. Die Presseresonanz war nach anfänglicher Skepsis positiv. Die Maßnahme hat, verbunden mit einer Einbahnstraßenregelung, die wichtige Verbindung zwischen Marienplatz und Gerber enorm beruhigt, was der Akzeptanz bei Fußgänger*innen und dem lokalen Handel gut tut.

Eine einfache Kernmaßnahme zur Förderung des Radverkehrs ist die Öffnung von Einbahnstraßen in Gegenrichtung für Radfahrende. Auch in Stuttgart werden Radfahrenden so immer mehr Wege geöffnet und Abkürzungen ermöglicht. Wir begrüßen diese Entwicklung sehr.

Fahrradstraßen stärken den Radverkehr und können Menschen bewegen, aufs Fahrrad umzusteigen, weil sie sehen, dass für Radfahrende Raum geschaffen wird. Aus unserer Sicht gilt es nun, diesen Weg konsequent fortzusetzen und entlang der Hauptradrouten oder an Stellen mit großem Radverkehrsanteil weitere Fahrradstraßen auszuschreiben.

Wir beantragen daher:

1. Die Verwaltung berichtet vor der Sommerpause über den Umsetzungsstand der Hauptradrouten, der freigegeben Einbahnstraßen und der Fahrradstraßen und geht auf folgende Fragen ein:

a. Wie viele Kilometer des Hauptradroutennetzes sind bereits umgesetzt, welche sind in Planung und wie viele noch offen? Am besten sollte dies auch visualisiert dargestellt werden.
b. Wie viele Einbahnstraßen sind noch nicht für den Radverkehr in Gegenrichtung freigegeben und warum?
c. Welche Mittel sind nötig, damit diese Entwicklung vorangeht und weitere Einbahnstraßen geöffnet werden können?

2. Die Verwaltung prüft, zum Beispiel folgende Straßen zu Fahrradstraßen umzuwidmen:

a. Reichenbachstraße
b. Gutenbergstraße
c. Vogelsangstraße
d. Badstraße Bad Cannstatt
e. Neckarstraße
f. Epplestraße (Degerloch)
g. Landhausstraße

Björn Peterhoff, Christine, Lehmann, Anna Deparnay-Grunenberg (GRÜNE)

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