Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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14.02.2017

Nachverdichtung in Mühlhausen

Mehr Wohnraum schaffen auf Bestandsflächen I
Antrag

Damit dringend benötigter weiterer Wohnraum geschaffen werden kann, muss die Verwaltung ihre Handlungsmöglichkeiten zur Aktivierung von Bauflächen im Bestand ausschöpfen. Eine Absage erteilen wir einer Freiflächenbebauung, wie sie vor vielen Jahren noch von einer ehemaligen Ratsmehrheit betrieben wurde. Wir halten nichts von der Wiedererweckung dieser ehemaligen Wunsch-Bauflächen, die nach 2009 mit den Stimmen der SPD zu Grünflächen umgewandelt wurden.
Deswegen lehnen wir auch eine Bebauung des Gebietes Beim Schafhaus in Mühlacker ab. Stattdessen schlagen wir die Umnutzung von Flächen und eine verträgliche Nachverdichtung im Stadtbezirk vor.

Wir beantragen:

1. Die Stadt nimmt Gespräche auf mit den Eigentümern der nachstehend beschriebenen und unterdurchschnittlich genutzten Grundstücken mit dem Ziel, eine verträgliche Nachverdichtung herbeizuführen.
– Das unbebaute Grundstück Ecke Rigaer Straße / Dorpater Straße (Flurstück 898)
– Das unbebaute Grundstück in der Schlierseestraße in Hofen (Flurstück 762/ 1+2)
– Der Parkplatz Ecke Kormoranstraße / Pelikanstraße in Neugereut (Flurstück Nr. 1). Hier besteht seitens einer Wohnbaugesellschaft Interesse, darauf Wohnungen zu erreichten.

2. Die Stadt stellt dar, welches Entwicklungspotential das derzeit etwas vernachlässigte Industriegebiet am Neckarufer birgt und wie hier durch eine zeitgemäße Neugestaltung Einkaufszentren mit Wohnbebauung kombiniert werden können. Damit könnte auch das Eingangsstadtbild von Mühlhausen sowie die Attraktivität des Neckarufers wesentlich gesteigert werden.

3. Die Verwaltung nimmt Gespräche mit dem Eigentümer des Gebäudes in der Aldinger Straße (Flurstück 1217, 1065) auf. Das Gebäude, in dem in der Vergangenheit der Fressnapf sein Sortiment anbot, ist in die Jahre gekommen. Dem Vernehmen nach ließe der Eigentümer mit sich über eine Weiterentwicklung oder über einen Verkauf der Fläche reden. Erste Überlegungen zum Neubau einer Ladenfläche samt Wohnraum wurden im Bezirk bereits angestellt, sind aber inzwischen auf Eis gelegt. Auch hier soll das Ziel, den Orteingang städtebaulich ansprechend zu gestalten, mit verfolgt werden.

4. Die Verwaltung prüft, ob Wohnungsbau auf dem Sportplatz des TSV Mühlhausen möglich ist (Flurstück 397). Der Sportverein hat derzeit einen alten, wenig nutzbaren Kunstrasen- und einen großen Rasenfußballplatz. Könnte der Rasenplatz in zwei Kunstrasen-Fussballfelder umgebaut werden – von der Fläche her kein Problem – könnte der bestehende Kunstrasenplatz für Wohnbebauung genutzt werden. Möglicherweise also eine win-win-Situation für den TSV Mühlhausen wie für die Stadt. Der Sportverein bekäme außer der Reihe (weil möglicherweise über den Planungsgewinn finanzierbar) zwei neue Kunstrasenplätze – und die Stadt könnte attraktive Wohnungen direkt an der Haltestelle der U7 schaffen.

5. Die Verwaltung berichtet über das Ergebnis der Gespräche und Prüfungen im Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen und stellt hierbei auch einen Vorschlag zum weiteren Vorgehen zur Diskussion.

Andreas G. Winter, Silvia Fischer

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