Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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14.02.2017

Grobes Foulspiel, Herr VFB-Präsident!

Pressemitteilung

Der neue VFB-Präsident Wolfgang Dietrich, auch bekannt als ehemaliger Kommunikator des umstrittenen Großprojektes Stuttgart 21, erlaubt sich in der Kommunikation mit den Stuttgarter Eliteschulen des Fußballs ein grobes Foul. Quasi aus dem Nichts heraus kündigt er den Schulen die Kooperation bei der Beschulung der VFB-Nachwuchstalente auf und kündigt an, dass die Sportler in Zukunft in einer Privatschule, der Kolpingakademie in Fellbach, unterrichtet werden sollen.
Dies ist auch ein herber Schlag für die Sportstadt Stuttgart, die als Schulträgerin mit großem finanziellem Engagement dafür Sorge trägt, dass durch Ausstattung und Infrastruktur gute Bedingungen für Nachwuchssportler geschaffen werden. Die Stuttgarter Eliteschulen des Sports sind Teil eines Netzwerkes in der Landeshauptstadt, das jungen Talenten die Möglichkeit schafft, Sport auf hohem Niveau zu betreiben. Mit dem plötzlichen Ausstieg aus diesem Netzwerk wird die Stadt als einer der zuverlässigsten Partner des VFB durch diesen schwer brüskiert.
Dabei hat der VFB bekanntlich auch beim neuen Leistungszentrum erheblich von der finanziellen Unterstützung der Stadt profitiert, genauso bei der Kürzung der Stadionmiete und der Schaffung neuer Trainingsplätze.
Für Vittorio Lazaridis, Sportpolitiker, und Gabriele Nuber-Schöllhammer, schulpolitische Sprecherin der Grünen Gemeinderatsfraktion, beide selbst Pädagogen, ist das nicht nur schlechter Stil im Umgang mit zuverlässigen Partnern wie den Stuttgarter Schulen und der Schulträgerin Stadt, die ihrer Verantwortung und dem Ziel der Förderung der jungen Sportler immer gerecht geworden sind. Auch pädagogisch sei es nicht sinnvoll, wenn diese jungen Sporttalente die Umgebung einer öffentlichen Schule verlassen. Sie verlieren dadurch ein Stück Bezug zum normalen Leben.
Für Nuber-Schöllhammer und Lazaridis ist dieses Verhalten ist kaum nachvollziehbar, der VFB und seine Vereinsführung manövriere sich so klar ins Abseits.

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