Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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07.02.2017

Umweltprämie für Zweitakt-Roller

Nachhaltige Mobilität unterstützen
Antrag

Veraltete Motorroller emittieren im Vergleich zu modernen Autos 124 Mal mehr Schadstoffe als Viertakter, wie Schweizer Forscher herausgefunden haben . In Bangkok, wo Zweitakter 10 Prozent des Gesamtbenzinverbrauchs ausmachen, verursachen diese sogar 60 Prozent der Gesamtschadstoffe. EU-weit kommen Zweitakter zwar nur auf ein Prozent des Benzinverbrauchs, trotzdem bieten sie ein enormes Verbesserungspotential, denn Zweiräder sind heute von der Umweltplakette ausgenommen und für sie galt bis zum letzten Jahr noch die Euro-2-Norm, welche deutlich höhere Grenzwerte als bei allen vergleichbaren Fahrzeugen zugelassen hat .
Angesichts der kritischen Feinstaub- und Stickoxidbelastung der Luft im Stuttgarter Kessel sollten Maßnahmen ergriffen werden, die dazu beitragen, solche unnötige Luft- und Klimabelastung zu reduzieren. Ein städtischer Anreiz nach Tübinger Vorbild, mit dem der Umstieg von Motorrollern auf ein nachhaltig angetriebenes Pedelec, E-Bike oder einen Elektroroller finanziell unterstützt wird, könnte dazu beitragen.
Tübingen hat mit seiner „Abwrackprämie für fossile Zweiräder“ gute Erfahrungen gemacht. Zahlreiche Anträge gingen inzwischen bei der Stadt ein, in nahezu allen Fällen wurden die Motorroller durch neue Pedelecs ersetzt. Für die Tübinger ist klar: „Jedes E-Bike und jeder E-Roller, der dank der Prämie einen alten Zweitakter mit hohen Schadstoffausstoß ersetzt, ist ein Erfolg.“

Wir beantragen daher:

Die Verwaltung wird gebeten, die Möglichkeit eines städtischen Zuschusses nach Tübinger Vorbild für die Anschaffung eines Pedelecs, E-Bikes oder E-Rollers bei gleichzeitiger Verschrottung eines alten Zweitakt-Rollers zu prüfen und verschiedene Varianten mit dem dazugehörigen Kosten-Nutzen-Verhältnis im Ausschuss für Umwelt und Technik vorzustellen.

Björn Peterhoff , Clarissa Seitz, Andreas G. Winter

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