Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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07.02.2017

Internationaler Frauentag (+ Antwort)

Programmpunkt und Aufklärung zu Rentenanwartschaften
Gemeinsamer Antrag von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Freien Wählern und FDP

Die gesetzliche Altersrente ist im Großen und Ganzen ein Spiegel der vorangegangen Erwerbstätigkeit. Der sogenannte „Eckrentner“ erhält derzeit nach 45 Rentenversicherungsjahren zum Durchschnittsentgelt (36.267 Euro im Jahr 2016) eine Rente von 1.370,25 Euro brutto. Ein höheres Entgelt gekoppelt mit einer langen Beitragszeit führt zu einer höheren Rente. Umgekehrt führt ein niedrigeres Entgelt – zum Beispiel durch Teilzeittätigkeit oder schlicht durch den sogenannten „Gender Pay Gap“ zu einer niedrigeren Rente. Besonders niedrig wird die gesetzliche Rente bei einer Kombination von niedrigem Verdienst mit einer unterbrochenen Erwerbsbiographie. Letzteres ist typisch für Frauen in Westdeutschland, leisten diese doch einen Großteil der unbezahlten Familien-, Erziehungs- und Pflegearbeit.
Es ist uns daher wichtig, dass die bei der Stadt Stuttgart beschäftigten Frauen eine qualifizierte Rentenberatung erhalten, z.B. um Anerkennungen von Belegzeiten frühzeitig in Angriff zu nehmen, wenn möglich zum Auffüllen von Rentenlücken oder zur alternativen Berechnung bei einer Berufstätigkeit in Teil- oder Vollzeit. Das System der gesetzlichen Altersrente soll so individuell transparent dargestellt werden, damit sich auch gerade die jüngeren Frauen über die Auswirkungen ihrer geplanten Erwerbsbiografie informieren und so gegebenenfalls noch umsteuern können.

Wir beantragen daher:

1. An der städtischen Veranstaltung zum Internationalen Frauentag gibt es einen Programmpunkt „Altersrente“, zu dem auf die Rentenberatungsmöglichkeiten hingewiesen wird, wie die der städtischen Rentenberatung oder der Deutschen Rentenberatung.
2. Während des internationalen Frauentags sind Rentenberaterinnen für erste Fragen anwesend.
3. Die Verwaltung unterbreitet einen Vorschlag, wie Frauen bis 35 Jahre auf die Rentenberatung bei der gesetzlichen Rentenversicherung und der Landeshauptstadt Stuttgart hingewiesen werden können.

Andrea Münch, Anna Deparnay-Grunenberg (GRÜNE), Ilse Bodenhöfer-Frey, Rose von Stein (Freie Wähler), Sibel Yüksel, Dr. Matthias Oechsner (FDP)

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