Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
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09.01.2017

Tübinger Straße und Paulinenbrücke

Kreative Freiräume schaffen
Antrag

Heute ist unvorstellbar, dass sich an der Tübinger Straße, unter der Paulinenbrücke, eine Tankstelle befand. Noch keine zehn Jahre ist es her, dass diese schließen musste, weil sich eine Mehrheit im Gemeinderat gegen eine Vertragsverlängerung ausgesprochen hatte. Seither hat die Tübinger Straße eine enorme Aufwertung erfahren und entwickelt sich zu einem Schmuckstück der Stadt. Dabei sind die beschlossenen Umgestaltungsmaßnahmen noch gar nicht alle umgesetzt.
Dass die Paulinenbrücke nicht ganz ins Bild passt, haben wir im Jahr 2008 thematisiert. Ein Abriss der Paulinenbrücke wurde damals geprüft, unser Abrissantrag „Paulinenbrücke weg – Unvorstellbar? Nein!“ (370/2008) fand damals aber keine Mehrheit. Dementsprechend wurde dann im Jahr 2011 mit dem Betreiber des ‚Gerber’ vertraglich vereinbart, dass die Brücke 15 Jahre lang, ab Inbetriebnahme des Einkaufszentrums gerechnet, nicht abgerissen wird.
Wegen den Baumaßnahmen von Gerber und WGV wurde auf unsere Anregung hin der dritte Bauabschnitt – Teilbereich Rupert-Mayer-Platz und Kirche St. Maria – zur Umgestaltung der Tübinger Straße vorgezogen. Diese Arbeiten wurden vor kurzem beendet. Nun kann der zweite Bauabschnitt als letzter übrig gebliebener angegangen werden – u. a. mit der Jugendspielzone, der Radstation, der Parkierung im hinteren Bereich und einer Grünfläche.
Ein von breiter Unterstützung – Die STAdTISTEN, CDU-Gemeinderatsfraktion, SPD-Gemeinderatsfraktion, Fraktionsgemeinschaft SÖS-LINKE-PluS, Freie Wähler-Gemeinderatsfraktion, FDP – getragener Antrag „Österreichischer Platz und Paulinenbrücke“ (386/2016) greift diese Diskussion wieder auf, an der wir uns gerne beteiligen.
Angesichts der bisher geführten Diskussionen und Planungen sind wir der Auffassung, dass man den Bereich unter der Paulinenbrücke gegenüber den Häusern Paulinenstraße 8-20 aktiv angehen muss. Die Aktion Stadtlücken hat gezeigt, dass die Bespielung dieser Fläche viele Ideen zur Umgestaltung und Belebung dieses Orts freisetzen kann. Und nach wie vor fehlt es in der Stadt an Freiräumen für kulturelle Interimsnutzungen.

Wir beantragen:

1. Der Vertrag mit Apcoa, dem Betreiber der Parkflächen links der Tübinger Straße (stadtauswärts betrachtet), wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt gekündigt.
2. Die dadurch entstehende „Stadtlücke“ wird zur interimistischen Nutzung entwickelt mit dem Ziel, diesen Bereich städtebaulich aufzuwerten.
3. Die Verwaltung entwickelt gemeinsam mit der interessierten Bürgerschaft und der Initiative ‘Stadtlücken’ ein kreatives Nutzungskonzept für diesen Ort.

Christine Lehmann, Jochen Stopper, Andreas G. Winter

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