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19.12.2016

Und nochmals „Wohin mit den Kita- und Schulkindern bei Bürgerhospital & Co.“

Antrag

Die Frage „Wohin mit den Kita- und Schulkindern in Bürgerhospital & Co“ wurde bereits mit Antrag Nr. 319/2016 gestellt. Die Beantwortung am 15. November 2016 im Schulbeirat erfolgte unseres Ermessens nach nur unzureichend.
So sind die Auswirkungen des Zuzugs bei den Kita-Plätzen für den Bereich Bürgerhospital und Baugebiet AWS schlüssig und mit Zahlen dargestellt. Es wird mit 238 Kindern unter sechs Jahren im Baugebiet Bürgerhospital gerechnet und mit 56 Kindern unter sechs Jahren im Baugebiet der AWS. Das erfordert insgesamt 23,5 Gruppen, die auf den Arealen geplant werden müssen.
Die Antwort bezüglich der Grundschulkinder, deren Zahl mit 207 Kindern im Bereich Bürgerhospital und AWS angegeben wird, erstaunt jedoch. Die Verwaltung geht davon aus, dass es mit 207 Kindern plus den zusätzlichen Kindern aus den neuen Gebieten der

• Nordbahnhofstraße (Schmidgen-Areal),
• Türlenstraße/LOOK 21,
• Nordbahnhofstraße (Staiger-Areal),
• Mönchhaldenstraße sowie
• Postareal und
• (untere) Birkenwaldstraße,

deren Anzahl nicht aufgeführt wird, zu ca. zwei zusätzlichen Eingangsklassen im Bereich der Pragschule kommen wird.
Die errechneten bzw. nicht errechneten Kinder kommen aber sicher nicht Jahr für Jahr in die erste Klasse, sondern werden jeweils mit Baufortschritt altersgemäß in die passende Klasse beschult. Da Neubaugebiete jetzt nach und nach fertig gestellt werden, muss davon ausgegangen werden, dass auch in bereits bestehenden Klassen Kinder dazu beschult werden müssen und somit auch in bestehenden Klassen ein neuer Klassenteiler zustande kommen kann. Das bedeutet mehr Klassen und Raumbedarf in allen Jahrgängen.
Weiter geht die Verwaltung davon aus, dass die neuen Schüler teilweise – so die Tischvorlage – von der Pragschule an die Rosensteinschule umgelenkt werden, so dass beide Schulen sich dreizügig entwickeln. Dies erscheint auf den ersten Blick logisch, auf den zweiten Blick nicht; denn die Pragschule ist bereits mit den jetzt schon im Gebiet lebenden Kindern (also ohne weitere Aufsiedlung) an ihrer Kapazitätsgrenze und möchte zusätzlich Ganztagesschule (mit in der Regel erhöhtem Raumbedarf) werden.
Die Kinder aus den Baugebieten Bürgerhospital und AWS und den anderen Neubauarealen müssten also praktisch alle zur Rosensteinschule gehen. Ob die Rosensteinschule alle diese Schüler aufnehmen kann, ist fraglich. Ganz sicher kann es in der Rosensteinschule aber auch nur funktionieren, wenn die Schule keine weiteren Vorbereitungsklassen aufnimmt bzw. diese drastisch reduziert.
Gar nicht eingeplant wurde dabei das neue Rosensteinareal. Die Kinder, die hier zukünftig eingeschult werden, werden auch im Bereich der Rosensteinschule heranwachsen.

Wir beantragen die schriftliche Beantwortung folgender Fragen:

1. Mit wie vielen neu zugezogenen Grundschulkindern rechnet das Schulverwaltungsamt in den oben genannten zusätzlichen Gebieten?
2. Mit wie vielen Kinder in den Aufsiedlungsgebieten, die auf weiterführende Schulen gehen werden, rechnet das Schulverwaltungsamt?
3. Gibt es bereits eine Planung bezüglich Schulneubauten für das neu entstehende Gebiet „Rosenstein“?
4. Welcher zusätzliche Bedarf muss im entstehenden Rosensteingebiet gedeckt werden, wenn die geplanten 6.500 Wohnungen auch noch dazu kommen?

Gabriele Nuber-Schöllhammer, Benjamin Lauber, Andreas G. Winter

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