Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.

Nachhaltigkeit im städtischen Weingut

In Stuttgart, der Landeshauptstadt mit innerstädtischen Weinlagen, wurde letzte Woche im Innenhof des alten Schlosses feierlich das Weindorf eröffnet. Dieses Jahr gibt es einen besonderen Grund zum Feiern: Bereits zum 40. Mal laden die Wengerter der Landeshauptstadt die Stuttgarterinnen und Stuttgarter zum Viertelesschlotzen in ihre Lauben in der Innenstadt ein. 40 Jahre Weindorf – Eine echte Erfolgsgeschichte. Wir gratulieren und wünschen den Veranstaltern und Besucher*innen gutes Wetter und entspannte Gespräche.
Wir sind stolz darauf, dass die Stadt Stuttgart allen Privatisierungstrends zum Trotz weiterhin ihr eigenes kommunales Weingut betreibt. Auf circa elf Hektar wird Rotwein und auf circa sechs Hektar Weißwein produziert. Damit leistet die Stadt einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der kulturlandschaftlich hochwertigen Innenstadtsteillagen Mönchhalde, Cannstatter Zuckerle und Cannstatter Halde. Durch Weinwanderungen und Veranstaltungen im historischen, weinguteigenen Travertin-Gewölbekeller vermittelt das Weingut Weinkultur und stärkt damit den Weinstandort Stuttgart insgesamt.
Im Bewusstsein über die Besonderheit und den kulturellen Wert des städtischen Weinguts richten wir den Blick in die Zukunft und setzen uns für eine ökologische Weiterentwicklung ein. Um den Weg stärker in Richtung biologischen Anbau und biologische Erzeugung zu lenken, haben wir hierzu einen Antrag eingebracht. Gemeinsam mit dem neuen Leiter des Weinguts, der dieser Tage seine Arbeit aufnimmt, wollen wir erörtern, welche Schritte notwendig sind, um ökologischen und nachhaltigen Gesichtspunkten in der Gesamtausrichtung des Betriebs einen höheren Stellenwert zu verleihen. Dabei ist uns wichtig, dass auf den kommunalen Stuttgarter Rebflächen so wenig Pflanzenschutz- und andere potenziell umweltschädliche Mittel wie möglich eingesetzt werden. Hierzu war im Statusbericht des städtischen Weinguts vom April diesen Jahres zu lesen, dass dafür langfristig auch das Sortiment angepasst werden muss. Vor allem der Anbau robusterer Sorten verspricht das Potenzial, die Anwendung von Schädlingsbekämpfungs- und Pflanzenschutzmitteln auf ein Minimum reduzieren zu können oder dass – im Idealfall- komplett darauf verzichtet werden kann.

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