Lust auf Stadt. Bündnis 90/Die Grünen bei der Kommunalwahl Stuttgart 2009.
Download
14.11.2016

Volkshochschule: Unsere Kommunale Bildungseinrichtung gut aufstellen!

Gemeinsamer Antrag der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN-Gemeinderatsfraktion, der SPD-Gemeinderatsfraktion und der Fraktionsgemeinschaft SÖS-LINKE-PluS

Die Auslastung des TREFFPUNKTS Rotebühlplatz durch die vhs ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. 2015 verzeichnete er über 80.000 Teilnehmer*innen an vhs-Kursen und zusätzlich mehr als 60.000 Besucher*innen bei Einzel- und Großveranstaltungen. Eine Modernisierung und zukunftsorientierte Ausstattung ist daher unabdingbar. Dieser Prozess ist eingeleitet und muss weitergeführt werden.
Wichtig dabei ist die Schaffung eines zweiten zentralen Standorts der vhs in unmittelbarer Nähe zum TREFFPUNKT Rotebühlplatz, an dem die Angebote zur sprachlichen, schulischen und beruflichen Qualifizierung sowie der vhs-Verwaltung zusammengeführt und zu einem „Bildungscampus für Erwachsene“ weiterentwickelt werden.
Daneben ist es wichtig, dass die dezentrale, sozialraumorientierte Bildungsarbeit in den Stadtteilen, die ab 2013 erfolgte, ebenfalls weiterentwickelt werden kann. Denn die Angebote in den Stadtbezirken erfahren ein rasantes Wachstum: Derzeit hat sich die vhs mit 480 Angeboten, davon 40 Prozent in den nördlichen Bezirken und gut einem Viertel in Bad Cannstatt/Neckarvororten, bereits gut als „Einrichtung im Stadtteil“ etabliert. Gleichzeitig fehlen leider (eigene) Räume, was zu einem hohen Organisationsaufwand führt und dem weiteren Angebotsausbau in den Stadtteilen Grenzen setzt.
Die größten Handlungsfelder sehen wir daher in der Stärkung und Weiterentwicklung der Standorte Bad Cannstatt mit einer zentralörtlichen Versorgungsfunktion auch für die Neckarvororte mit einem Flächenbedarf von 2.500 – 3.000 qm sowie in der Innenstadt mit einem Flächenbedarf von 4.500 – 5.000 qm für Seminar- und Büroräume durch Zusammenfassung der derzeitigen Standorte Fritz-Elsas-Straße (2.300 qm), vhs-Zentrum Ost (1.000 qm) und Ludwigstr. 111 (10 Klassenräume). Die Gebäude in der Fritz-Elsas-Straße und in der Ostendstraße sind in einem schlechten baulichen Zustand und bedürften in den kommenden Jahren ebenfalls umfassender Sanierungen, das Gebäude in der Ludwigstraße steht nur für eine vorübergehende Nutzung zur Verfügung.

Wir beantragen daher:

1. Es wird im Verwaltungsausschuss ein Beschluss herbeigeführt, dass der Raumbedarf der Volkshochschule wie oben beschrieben anerkannt wird.

2. Im Ausschuss für Wirtschaft und Wohnen wird berichtet, welche Räumlichkeiten für die vhs an den Standorten Bad Cannstatt und Innenstadt zur Bedarfsdeckung in städtischen Gebäuden ermöglicht werden könnten und/oder welche Immobilienentwicklungen bei privaten Eigentümern eine Deckung des Raumbedarfs durch Anmietung ermöglichen könnten. – Vgl. bezüglich Bad Cannstatt dazu auch unseren Antrag ‚Entwicklung Elwertstraße 6 und 8, Bad Cannstatt’ (280/2016).

Bezüglich des Innenstadtstandorts werden auch Gespräche mit dem Land Baden-Württemberg zu möglichen Anmietflächen im Gebäude des Finanzamtes sowie allen größeren Immobilieneigentümern im Umkreis des TREFFPUNKTS geführt und dazu berichtet.

Silvia Fischer, Andreas G. Winter (GRÜNE); Martin Körner, Marita Gröger (SPD); Hannes Rockenbauch, Laura Halding-Hoppenheit (SÖS-LINKE-PluS)

Rückblick youtube facebook